Waltraud Sattlegger (Berg/Greifenburg) - Osttirol Online


Waltraud Sattlegger (Berg/Greifenburg)

17.12.2021

Sie zeigt Groß und Klein die Welt auf den Bretteln

Waltraud Sattlegger (60) betreibt seit 32 Jahren erfolgreich ihre Skischule auf der Emberger Alm und seit 15 Jahren das Sportgeschäft „Drausport“ mitten in Greifenburg. Mit ihrer Oberdrautaler Ski & Sportschule hat sie schon einige Generationen an jungen Drautaler Skitalenten ausgebildet. Waltraud fuhr früher auch Skirennen und nahm sogar an Telemark Weltmeisterschaften teil, was sie bis heute nicht ganz losgelassen hat. Was sie mit der Emberger Alm verbindet und wo die schönsten Plätze im Outdoorpark Oberes Drautal sind, verrät sie uns. Vor allem aber, worauf es beim Skifahren lernen mit Klein und Groß ankommt. Die passionierte Sportlerin lebt Partner Kindern auf der Emberger Alm, bzw. in Irschen.

OVT: Frau Sattlegger: Ab wann kann ich meine Kleine auf die Skier stellen? Auf YouTube geht ja gerade ein Video viral, wo ein Kind mit einem Jahr schon mehr oder weniger auf den Skiern steht.

Waltraud Sattlegger: Meine Erfahrung ist, das Mädels im Schnitt bereits mit drei Jahren und Buben mit vier Jahren starten können. Wenn größere Geschwister bereits Skifahren können, wollen die Kleinen oft bereits etwas früher selbst Skifahren lernen. Davor aber würde ich es nicht empfehlen.

 

Warum funktioniert das Skifahren lernen in einem Skikurs besser als mit den Eltern auf der Piste?

Durch die Erfahrung und die Ausbildung, wissen unsere Skilehrerinnen und Skilehrer genau, wie sie mit den Kindern umgehen sollen um schnelle Lernerfolge zu erzielen. Bei den Eltern fehlt oft die Distanz und viele Elternteile wollen zu Beginn sehr viel von den Kindern. Außerdem macht das Skifahren in der Gruppe mit anderen Kindern mehr Spaß. Und darauf kommt es schlussendlich an.

 

Worauf sollte man trotzdem achten, wenn man sie zum ersten Mal auf die Skier stellt?

Das wichtigste ist die passende Ausrüstung: passende Schuhe, kurze leichte Ski und keine Stöcke! Am besten lässt man die Kinder bereits vorher die Ausrüstung mal am Teppich ausprobieren.

 

Ihr Drausport-Geschäft liegt ja außerhalb der großen Skigebiete und Sie sind schon seit 15 Jahren damit erfolgreich. Muss man dabei flexibel sein oder haben Sie mehrere Standbeine?

Entwickelt hat sich das Ganze aus dem Bedarf der Gäste heraus. Die Gäste sind sehr dankbar, wenn sie etwas vor Ort direkt bekommen und nicht weit fahren müssen. Außerdem spielt uns unsere professionelle Beratung in die Hände. Auch beim Skischuh- und Skiverkauf bieten wir Testmöglichkeiten und individuelle Beratung an. Unser Rezept liegt aber sicherlich in der Flexibilität.

 

Was machen Sie im Sommer? Wo sind ihre schönsten Flecken?

Auch im Sommer sind wir sportlich sehr aktiv: Von der Fossiliensuche, zu geführten Wanderungen mit Themenschwerpunkten, wie Sonnenaufgangs- und Dämmerungswanderungen bis hin zur Betreuung von Radgruppen durch ganz Kärnten. Ein weiterer wichtiger sommerlicher Schwerpunkt sind die Schwimmkurse in den Drautaler Freibädern, sowie im Hallenbad beim Glocknerhof geworden. Außerdem betreuen wir auch noch den Bogenparcours in Radlach (Steinfeld, Anm.). Für alle die es nicht wissen, es ist einer der schönsten in Österreich und liegt direkt bei uns im Drautal. Wir sind auch am Badesee in Greifenburg zu finden. Im Sommer haben wir hier Bade- und Freizeitmode und auch einen Sportverleih. Und zu der Frage mit den schönsten Flecken:  Ich glaube, das ist das ganze Drautal. Wir leben hier wirklich an einem hervorragenden Fleck in Österreich!

 

Sie sind am Bauernhof und in der Gastronomie groß geworden. Warum ist es wichtig „anpacken“ zu können?

Mein Motto ist: Tun, was zu tun ist und zwar dann, wenn es zu tun ist - und das mit Begeisterung! Um Selbstständig zu sein, muss man die Fähigkeit mitbringen, anpacken zu können. Das ist meine Erfahrung. Und ich glaube, das lernt man ganz gut, wenn man am Bauernhof und auch im Tourismus groß wird.

Wo sind Sie als Skirennsportlerin überall gefahren, was haben Sie alles gesehen?

Sportlich hab ich einiges erleben dürfen und davon möchte ich wirklich nichts missen. Natürlich vieles in Österreich, Norditalien, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden aber auch Übersee in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien. Die asiatischen Winterregionen fehlen noch.

 

Sie sprechen auch mehrere Sprachen. Wie kommt es dazu und ist es für sie jetzt hilfreich?

Sprachen waren eigentlich anfangs nicht so mein Ding, aber in der Schule hatte ich schon Englisch und Italienisch. Bei der staatlichen Skilehrerausbildung kam dann Französisch dazu. Holländisch haben mir dann die Skikurskinder beigebracht und so ähnlich ist es mit den paar Wörtern Kroatisch, die ich jetzt kann.

 

Sie sind mit der Emberger Alm sehr verbunden. Wohin würden Sie sonst auf Skiurlaub fahren?

Tja, Auf der Emberger Alm bin ich groß geworden, da ist meine Familie zu Hause und wohl auch das schönste Bergpanorama ganz Österreichs. Auf Urlaub? Ich denke ich bin jeden Tag auf Urlaub - in so einer Region! Aber natürlich möchte ich noch mal was sehen. Zum Beispiel die Seidenstraße oder Afrika.

 

Gibt es einen Wunschtraum, den Sie sich noch einmal erfüllen möchten?

Ja, das oben erwähnte.

 

Abschließend gerne gefragt: Wie gefällt ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ über die Jahre?

Er kommt von selbst ins Haus und hat immer wieder ein paar „Schmankerl“ dabei.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Skischulbetreiberin und Sportlerin

Sternzeichen: Schütze

Ich esse gerne: selbst gemachte Kärtnernudel mit viel Schnittlauch und Salat

Lieblingsort: wird nicht verraten!

Mein Motto: Tun, was zu tun ist, dann wenn es zu tun ist und das mit Begeisterung!


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