Walter Hartlieb (Kötschach-Mauthen) - Osttirol Online


Walter Hartlieb (Kötschach-Mauthen)

Eingestellt am 07.02.2020

„2020 ist für uns ein Jahr der Arbeit“

Walter Hartlieb (56) leitet seit 1997 als Bürgermeister die Amtsgeschäfte der Oberkärntner Gemeinde Kötschach-Mauthen, die mit knapp 3.400 Einwohnern das regionale Zentrum im Oberen Gail- und Lesachtal ist. Im Schnittpunkt zwischen dem Gail-, Drau- und Lesachtal sowie dem benachbarten Friaul hat diese Gemeinde nicht nur historische Bedeutung, sondern auch sehr viele Zukunfts-Perspektiven. Der „Oberkärntner Volltreffer“ wollte von Hartlieb mehr über die Aufgaben, Pläne und Vorhaben in und um Kötschach-Mauthen im heurigen Jahr wissen.

Herr Hartlieb, wie hat das Jahr 2020 begonnen?

Walter Hartlieb: Das neue Jahr ist erst einige Wochen alt, aber wir können jetzt schon sagen, dass es ein sehr arbeits- und ereignisreiches Jahr werden wird. Viele Projekte und Vorhaben, die uns bereits im den letzten Jahren sehr beschäftigt haben, wollen wir heuer erfolgreich ins Ziel bringen.

 

Stichwort: Projekte. Für viele Landgemeinden ist die ärztliche Versorgung zunehmend ein Problem. Wie ist die Lage in Kötschach-Mauthen?

Ich freue mich sehr, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren. Ab dem 1. April bekommt unsere Gemeinde einen zusätzlichen Arzt. Konkret: Die zweite Kassenstelle eines Allgemeinmediziners wird mit Dr. Markus Putzl aus Villach wieder besetzt. Damit sichern wir mit zwei praktischen Ärzten sowie dem LKH Laas die medizinische Versorgung für die Menschen in unserem Ort. Und damit haben wir wieder eine Situation, die uns von anderen Landgemeinden deutlich unterscheidet. Übrigens: Diese Besetzung ist umso wichtiger, da die Nachfolge des praktischen Arztes in der Gemeinde Lesachtal erst noch gefunden werden muss.

 

Die wirtschaftliche Situation in Randregionen ist oftmals sehr schwierig. Wie sieht es in Kötschach-Mauthen aus?

Wir können stolz sein, dass wir sehr viele tüchtige Menschen und erfolgreiche Unternehmen in unserer Marktgemeinde haben. Zahlreiche Betriebe sind mit ihren erzeugten Produkten und Dienstleistungen weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Diese wirtschaftliche Vielfalt wird unter anderem am 4. und 5. April bei der vierten „GERN“, unserer Wirtschaftsmesse, präsentiert.

 

Ein Aderlass war leider die Schließung des Modine-Werks im November 2018. Diesbezüglich gibt es Neuigkeiten?

Ja, es gibt Interessenten, die die Halle erwerben und sanieren wollen. Da dies eine Investition in Millionenhöhe und damit ein wirtschaftliches Generationenprojekt für unsere Region bedeutet, arbeiten wir seit Monaten intensiv mit den Interessenten, dem Land Kärnten und den Gemeinden des Bezirks zusammen. Unser Ziel ist ein gemeindeübergreifender Gewerbepark. Von der öffentlichen Hand konnten wir bereits alle Voraussetzungen erfüllen. Jetzt tun wir alles, damit wir die Verhandlungen in den nächsten Monaten zu einem Erfolg führen können.

 

Kärnten feiert dieses Jahr „100 Jahre Volksabstimmung“, trägt auch ihre Gemeinde zu den Feierlichkeiten bei?

Selbstverständlich werden wir am 10. Oktober in Klagenfurt mit einer Delegation unserer Traditions- und Brauchtumsträger an den Jubiläumsfeierlichkeiten an diesem wichtigen Kärntner Ereignis teilnehmen. Aber neben den Landesfeierlichkeiten haben wir auch in unserer Gemeinde heuer einen guten Grund zu feiern. Im Rahmen einer Festsitzung des Gemeinderats werden drei verdiente Persönlichkeiten zu Ehrenringträgern der Marktgemeinde ernannt. Das ist selten für eine Gemeinde unserer Größenordnung – und das wollen wir würdig und feierlich begehen.

 

Also viel Arbeit im Jahr 2020?

Ja, genauso ist es. 2020 ist für unsere Gemeinde ein Jahr, das unsere ganze Kraft erfordert. Und unseren ganzen Einsatz – nicht nur von mir, sondern von allen Gemeindevertretern. Denn als Bürgermeister gibt es bei mir ein Prinzip: Je mehr sich für unsere Gemeinde einbringen, desto besser können wir sie weiterbringen.

 

Andererseits: Zu ihren Leidenschaften zählt ja der Fußball?

Fußball war und ist seit meiner Kindheit meine sportliche Leidenschaft. Neben der sportlichen Betätigung haben mich stets die Emotionen, der Teamspirit und die Kameradschaft begeistert.

 

Auf welcher Position haben Sie am liebsten gespielt? Und bei welchen Vereinen spielten Sie?

Außer Tormann, alle Positionen. Ich war zehn Jahre bei Rapid Lienz aktiv, ehe ich einige Jahre Spielertrainer in Kötschach-Mauthen und Oberdrauburg war. Nunmehr halte ich mich bei den „Oldies“ und dem Bürgermeisternationalteam fit.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern abschließend noch gefragt?

Der „Volltreffer“ gefällt mir sehr gut, denn er hat sich als regionales Medium sehr etabliert, weil neben der aktuellen Berichterstattung sehr nette Geschichten über Menschen aus unserer Region veröffentlicht werden.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Bürgermeister der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen

Sternzeichen: Skorpion

Ich schaue gerne (TV, Film): „Gladiator“ mit Russell Crowe

Ich esse gerne: Kärntner Nudel

Lieblingstier: Leopard

Lebensmotto: „Der Weg ist das Ziel“


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