Thomas Lindner (Spittal, Mallnitz) - Osttirol Online


Thomas Lindner (Spittal, Mallnitz)

Eingestellt am 30.04.2020

Der „Tauernpoet“ einmal anders

Thomas Lindner (52) stellt sich den aktuellen Herausforderungen. Er schreibt  bereits seit 16 Jahren Gedichte. Als „Tauernpoet“ hatte er vor,  diesen Frühling eine Benefizveranstaltung für krebskranke Kinder über die Bühne zu bringen. Wegen Corona wurde das aber abgesagt. Dafür zeigt der ehemalige Mallnitzer während der Corona-Pandemie sein Engagement für andere Leute bei Botengängen. Thomas Lindner ist Single und lebt in Spittal.

OVT: Herr Lindner, zählen Sie sich denn auch zu den „Helden des Alltags“? Derzeit sind Sie unterwegs, für ältere Menschen Besorgungen zu machen.

Thomas Lindner: Nein, als „Held des Alltags“ fühle ich mich nicht. Weil ich das auch ohne die Corona-Krise tun würde. Ob ich nun für meine Mutter Einkäufe erledige oder für einen anderen Menschen in unserem Wohnblock, das ist für mich ganz einfach normal.

 

Apropos normal: Bis wir wieder zum „normalen“ Alltag zurückkehren können, wird es wohl noch dauern?

Das wird wahrscheinlich noch etliche Zeit dauern. Daher muss man das Beste daraus machen, und letzten Endes sitzen wir alle im gleichen Boot. Ich lasse mir aber trotz allem meinen Optimismus nicht nehmen. Als ich vor Jahren ein schwereres Burn-Out hatte, gab ich auch nicht auf und sah irgendwann wieder das Licht am Ende des Tunnels.

 

Lange Zeit wurde ihr Berufsalltag auch vom Tourismus bestimmt!

Ja, das ist richtig. Ich habe nämlich viele Jahre im Gastgewerbe gearbeitet, war auf Sommer- und Wintersaisonen. Ich Kenne deshalb Nordtirol und die Arlberg-Region sehr gut. Ich war dabei beispielsweise in Kitzbühel, Mayrhofen, Seefeld, Nauders, St. Anton und in Zürs/Lech unterwegs. Der Tourismus wird es dort in den nächsten Jahren wohl sehr schwer haben, das Vertrauen wieder aufzubauen.

 

Man kennt Sie als den „Tauernpoet“. Auch hier heißt es jetzt warten!

Ich wollte heuer bereits im Frühling eine Benefiz-Veranstaltung für krebskranke Kinder machen, habe diese Veranstaltung dann aber auf November verlegen wollen. Alles war schon im Laufen. Mittlerweile habe ich den Termin wieder abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

Kann diese Krisen-Zeit den „Tauernpoeten“ vielleicht auch inspirieren?

Derzeit kommt bei mir keine große Lust zum Schreiben auf.  Wir werden sehen, denn grundsätzlich hole ich mir meine Ideen aus dem Alltag, von der Straße, aus dem Zug oder Bus.

 

Auch ein ehemaliger Bundespräsident ist schon im Besitz eines Lindner-Gedichtbandes.

Dr. Heinz Fischer war ja im Juni 2010 in Mallnitz, wo er im Stappitztal die „Klimaschule“ eröffnete. Ich war damals übrigens auch der Erste, der ihn begrüßte, weil seine Limousine zufällig vor mir stehen blieb und ich ergriff schnell die Chance. Später machte ein Kollege von der Gemeinde auf meine Bitte hin ein Foto von uns und nach einem kurzen Gespräch versprach ich ihm einen Gedichtband zu schicken. Dr. Fischer war sehr offen, nett und sympathisch.

 

Thomas Lindner als „Tauernpoet“ hat einen ganz besonderen Wunschtraum!

Ja, denn nach wie vor wünschte ich mir einmal im ORF eines oder mehrere meiner Gedichte vortragen zu können. Ein weit größerer Wunsch wäre es aber, eventuell eines meiner Gedichte auch einmal zu vertonen.

 

Und wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer, gern noch gefragt?

Der „Oberkärntner Volltreffer“ ist super. Beginnend beim Kommentar des Chefredakteurs über die Umfragen und Interviews bis hin zur letzten Seite, wo man bei „Was ist los in Oberkärnten?“ einfach viel Aktuelles über die Region erfährt.

 

Kurz gefragt:

Beruf: „Tauernpoet“

Sternzeichen: Schütze

Ich schaue gerne (TV, Film): Science-Fiction- und Action-Filme

Leibgericht: Schweinshaxen mit Knödel und Sauerkraut

Lieblingstier: meine zwei Wellensittiche Max und Moritz

Kleines Laster: die eine oder andere „kühle Blonde“!


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