Stefanie Winkler (Mörtschach) - Osttirol Online


Stefanie Winkler (Mörtschach)

25.06.2021

Sie ist die „Software“ des Nationalparks

Stefanie Winkler (24) ist seit 2016 Nationalparkrangerin im Nationalpark Hohe Tauern. Der Nationalpark begeht heuer neben seinem Doppel-Jubiläum, nämlich 50 Jahre Nationalpark-Idee und 40 Jahre Nationalpark-Gründung auf Kärntner Seite, ein weiteres: Seit 30 Jahren setzen die Ranger und -Rangerinnen die Besucherprogramme des Nationalparks um.

OVT: Frau Winkler, was macht für Sie der Traumjob „Nationalparkranger“ aus? War`s schon ein Kindheitstraum?

Stefanie Winkler: Ich bin mit dem Nationalpark groß geworden. Schon als Kind war ich viel mit meinen Eltern in den Hohen Tauern unterwegs. Die Natur hat mich schon von klein auf fasziniert. Bunte Blumenwiesen, wunderschöne Schmetterlinge, aber auch die größeren Tiere waren ständige Begleiter meiner Kindheit. Später in der Nationalparkschule in Winklern, machten wir jedes Jahr dreitägige Exkursionen in den Nationalpark, um die verschiedensten Bereiche kennen zu lernen. Als ich dann ein berufsorientiertes Praktikum beim Nationalpark angefangen habe, bin ich hängen geblieben, könnte man sagen.

 

Welche Voraussetzungen sollte man als Ranger mitbringen und welche Ausbildungen braucht es dafür?

Vor allem braucht es Begeisterung für die Natur, die man gerne den Gästen aller Altersgruppen vermitteln möchte. Um Nationalparkranger zu werden, durchläuft man eine eigens entwickelte Ausbildung. Die Grundausbildung findet immer in einem anderen Nationalpark Österreichs statt. Hier erlernt man Grundkenntnisse zu Botanik, Geologie, Erlebnispädagogik und vieles mehr. Die Spezifizierung erfolgt mittels verschiedenster Seminare im Nationalpark, in dem man tätig sein möchte. Nach zwei bis drei Jahren und einigen Praxistagen erfolgt die Prüfung zum zertifizierten Nationalparkranger.

 

Was sind ihre täglichen Aufgaben?

Unsere Hauptaufgaben sind es den Besuchern die Natur näher zu bringen und sie auf die Besonderheiten hinzuweisen. Im Rahmen unserer Programme, versuchen wir den Gästen unterschiedliche Themen zu vermitteln. Vom Gletscher bis zu den Kräutern und natürlich auch die Wildtiere spielen dabei eine wichtige Rolle. In den Wintermonaten machen wir Schneeschuhwanderungen oder besuchen Schulen und machen mit den Kindern Projekte zu den Themen Wasser und Klima.

 

Hat man es als Frau mit den Besuchern eventuell auch leichter?

Meiner Meinung nach spielt das Geschlecht hier keine Rolle. Die Hauptsache ist die Begeisterung zur Natur und die Arbeit mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten muss einem Spaß machen.

 

Steht im heurigen Jubiläumsjahr etwas Spezielles am Programm?

Dieses Jahr ist ein sehr besonderes für den Nationalpark Hohe Tauern. Vor 50 Jahren wurden in Heiligenblut die vertraglichen Grundlagen für den Nationalpark Hohe Tauern geschaffen und vor 40 Jahren begann das Land Kärnten den Nationalpark auf Kärntner Gebiet umzusetzen. Vor 30 Jahren wurde das Rangerprogramm installiert. In diesem Jubiläumsjahr sind deshalb mehrere Wanderungen geplant, zum Beispiel die Jubiläumswanderung auf den Straßkopf am 25. September oder zur Arlscharte am 18. September. Im Oktober soll es dann auch ein Jubiläumsfest geben.

 

Welchen Wunschtraum hätten Sie privat noch? Eine Weltreise, einen Bungeejump oder etwas ganz anderes?

Eigentlich bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden wie es ist und ich möchte weiterhin viel Zeit in der Natur verbringen und vor allem mein Wissen über die Kräuter noch erweitern. Durch meine abgeschlossene Kräuterpädagogikausbildung habe ich mir hier schon einen Grundstock aufgebaut, den ich gerne in Zukunft erweitern möchte.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern noch abschließend gefragt?

Den „Oberkärntner Volltreffer“ lese ich gerne, da viel über regionale Themen berichtet wird und immer wieder spannende Neuigkeiten zu lesen sind.

 

Bild: Nationalparkrangerin Stefanie Winkler darf auch schon mal ihren Eltern Anton und Maria Winkler die beeindruckende Natur des Nationalparks Hohe Tauern näherbringen.

 

Kurz gefragt

Beruf: Nationalparkrangerin

Sternzeichen: Schütze

Ich schaue gern (TV, Film): Serien

Ich esse gerne: Kärntner Kasnudl

Lieblingstier: Alpensalamander

Lebensmotto: Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen


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