Prof. Werner Lexer (St. Jakob/Lesachtal) - Osttirol Online


Prof. Werner Lexer (St. Jakob/Lesachtal)

Eingestellt am 15.11.2019

Ein Leben von enormer Spannbreite

Werner Lexer (64) bekam 2015 vom Österreichischen Bundespräsidenten den Professor-Titel für sein musikalisches Wirken verliehen. Der multiinstrumentale Lesachtaler spielte und spielt bei mehreren Musikgruppen, ist Obmann der „Lesachtaler Kulturplattform“ und Gründungsmitglied der „Volksmusikakademie Lesachtal“. Hauptberuflich arbeitet er als Bankvorstand in der Raika in Kötschach-Mauthen. Prof. Lexer lebt mit Gattin Maria in St. Jakob, hat drei Töchter und zwei Enkel.

OVT: Prof. Lexer, der Professor-Titel ist ja eine Würdigung von höchster Stelle.Was denken Sie darüber?

Prof. Werner Lexer: Natürlich freut man sich, wenn man eine solche Auszeichnung erhält. Ich sehe diesen Titel als Würdigung der kulturellen Verdienste unserer gesamten Familie. Angefangen von unserem Großvater Stefan Lexer, der von 1895 – 1925 in Liesing Kapellmeister und Organist war, über unseren Vater Johann Lexer, Kapellmeister, Komponist, Geigenbauer und Organist von 1925 bis 1975 bis zu meinen Geschwistern Gerhard (Kapellmeister der Trachtenkapelle Liesing seit 1975), Helmut (langjähriger Kapellmeister der Bundesmusikkapelle Jenbach/Tirol) den leider schon verstorbenen Brüdern Hansl und Erwin (Leiter des „Lesachtaler Sextett’s“) und meiner Schwester Greti.

 

Ihre gesamte Familie ist sehr musikalisch. Gibt es auch ein unmusikalisches Mitglied?

Nein, alle Mitglieder unserer Familie haben musische Talente und Fähigkeiten.

 

Einst musizieren Sie im „Lesachtaler Sextett“, in der TK Liesing und der „Familienmusik Lexer“ nach wie vor – was bedeutet Musik für Sie?

Mich fasziniert die Vielfalt in der Musik. Von der einfachen Volksmelodie auf der Okarina, über die Haus- und Kammermusik mit Streich-, Tasten- oder Blasinstrumenten, der Blasmusik bis zum großen Sinfonie-Orchester gibt es eine Vielfalt von musikalischen Ausdruckmöglichkeiten und Hörerlebnissen.

 

Spielten Sie früher auch rockiges oder „moderne“ Stücke aus der Populärkultur? Sprechen Sie ihre Enkel bei Proben darauf an?

Ja natürlich, ich bin ja mit Elvis, den Beatles und vielen dieser Popgrößen aufgewachsen und wir haben auch viele ihrer Musikstücke mit unserer Tanzmusik „Lesachtaler Sextett“ und der Trachtenkapelle Liesing gespielt und spielen sie auch heute noch. Meine Enkel sind ebenso von der Vielfalt der musikalischen Richtungen und Ausdrucksmöglichkeiten begeistert.

 

Durch YouTube werden Tonträger immer weniger, wie auch Fernseh-Musik Sendungen. Doch „Mei liabste Weis“ oder „Klingendes Österreich“ (Sepp Forcher hört leider mit heuer auf) bestehen oder bestanden weiter.

Die „lebendige Musik“, ob im Fernsehen, oder auf YouTube – oder was für Plattformen immer kommen mögen – wird immer einen besonderen Stellenwert haben, für den Interpreten wie für den Zuhörer.

 

Sie setzten sich auch sehr für Gesellschaft und Gemeinschaft ein, ich denke hier an die Volksmusikakademie, die Vereinigung „Alpen Kammermusik“, den „Marienpilger-Weg“ oder auch an die Hilfsorganisation „Brot fürs Leben“.

Ich habe mir zu meinem 40. Geburtstag (das war 1995) selbst die Frage gestellt, wie kann man mit Eigeninitiative, mit familiärer und gemeinschaftlicher Unterstützung Wege finden, das kulturelle und gesellschaftliche Potential im Lesachtal zu erfassen und auszubauen. Mit den angeführten Initiativen und Projekten war es mir wichtig, nach dem Vorbild meines Vaters, den gesellschaftlichen und kulturellen Stellenwert unseres Tales, zu unterstützen.

 

Ihr berufliches Standbein haben sie in einer Bank, seit 2001 sind Sie auch Leiter und Vorstand. Was zog Sie von den Tönen damals zu den Zahlen?

Nach meiner Familie ist mein Beruf die zweitwichtigste Säule in meinem Leben. Wirtschaftlich denken heißt für mich, meine Kunden und unsere Mitarbeiter bei deren Projekten und Arbeit zu beraten und zu unterstützen und den heutigen wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Dies bereitet mir ebenso viel Freude wie die musische Betätigung, die für mich ein sehr guter Ausgleich zum nüchternen Thema Wirtschaft darstellt. Die Fähigkeit, gut Zuhören zu können (nicht nur der Musik), hat meiner Meinung nach auch im beruflichen Leben einen großen Stellenwert.

 

Als Nebenerwerbslandwirt leben Sie in einem der naturbelassensten und schönsten Täler Österreichs. Sind Sie gerne Bauer?

Neben dem Beruf, der Musik und mit der Familie finde ich auf unserem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb viel Gelegenheit, auch körperlich etwas zu tun und mit den hauseigenen Produkten auch für die Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ohne die Mithilfe der gesamten Familie ist auch eine kleine Landwirtschaft heute nach wie vor nicht machbar.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ abschließend gefragt?

Mir gefällt der „Oberkärntner Volltreffer“ sehr gut. Er deckt mit seinem Spektrum und seinem geographischen Einzugsgebiet genau unseren Wirtschaftsraum, aber auch unseren Kulturraum bestens ab und ist für Ankündigungen, Berichte, aktuelle und gesellschaftliche Themen für uns nicht mehr wegzudenken.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Musiker, Bankleiter und Nebenerwerbslandwirt

Sternzeichen: Waage

Ich schaue gern (TV, Film): Natur-Dokumentationen, Musiksendungen, Lokale und weltweite Nachrichten

Ich trinke gern: Bei der Arbeit unser eigenes Quellwasser, danach ein Bier oder ein Gläschen Rotwein

Lieblingstiere: Cindy, unsere Golden Retriever-Lady und unsere 4 Katzen

Lebensmotto: Freue dich!


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