Nikita Mataln (Kleblach-Lind) - Osttirol Online


Nikita Mataln (Kleblach-Lind)

15.01.2021

Foto © Katja Palle

Ihre Stimme ist top

Nikita Mataln (21) wurde die Sangeskarriere schon „vornamentlich“ in die Wiege gelegt – „Nikita“ ist ja ein Elton John-Hit aus dem Jahr 1985. Bereits mit vier Jahren trällerte sie die ersten Lieder, besuchte nach der Volksschule, die Musik-NMS Seeboden und das Musik BORG in Spittal. Musikalisch bildete sie sich weiter an den Musikschulen in Spittal und in Möllbrücke – und nimmt klassischen Gesangsunterricht. Zwei Singles der gebürtigen Lurnfelderin laufen aktuell online „Magie“ und „Liebesding“. Momentan studiert sie an der pädagogischen Hochschule in Klagenfurt und hat sich im Vorjahr zusätzlich noch mit ihrer „Knotenliebe“ selbständig gemacht. Nikita Mataln lebt in Lind mit Partner Gerhard, der bei der Bergrettung Oberes Drautal ist.

OVT: Frau Mataln, wie kamen ihre Eltern Christine und Heinz auf „Nikita“? War ihre Musikkarriere damit schon ein wenig vorbestimmt?

Nikita Mataln: Elton John’s Hits, liefen damals auf und ab. Besonders der Song „Nikita“ gefiel meinen Eltern sehr. Dass sie mich so taufen, entschied meine Mama erst nachdem ich das Licht der Welt erblickte. Meine Eltern erzählen heute noch von den Reaktionen meiner Großeltern und Tanten. Ich bin schon der Meinung, dass mir diese Gabe – wie man so schön sagt – in die Wiege gelegt wurde. Wieviel das mit meiner Namensgebung zu tun hat, bleibt fraglich (acht).

 

Apropos Karriere: Corona ist seit Monaten Spielverderber! Wie gehen Sie damit um? Keine Live-Auftritte, Online-Konzerte sind schwierig ...

Das öffentliche Musizieren und das Bühnenfeeling fehlen mir schon sehr, da es einen großen Teil meines Lebens ausmacht. Gerade im Dezember war es für mich außergewöhnlich still. Normalerweise wäre ich gerade mitten in den ersten Aufführungen unseres Weihnachtsmusicals „Stille Nacht“. Auch der Sommer war leider musikalisch gesehen um einiges ruhiger als sonst. Die Situation wie sie jetzt ist, kann ich nicht ändern. Durch diese Sendepause in der Öffentlichkeit wird mehr Zeit frei um neue Musik zu produzieren, was mich natürlich auch sehr freut. Ich nehme das so hin und blicke positiv in die Zukunft. Die Freude überwiegt bei dem Gedanken, dass ich hoffentlich bald wieder auf der Bühne stehen darf.

 

Was ist Ihnen bei ihren Popsongs in Kärntner Mundart wichtig und wie kamen Sie auf die Idee im Dialekt zu singen?

Für mich war von Anfang an klar, dass ich meine eigenen Songs in Kärntner Mundart singen möchte. So kann ich mich zu hundert Prozent darin wiederspiegeln und meine Gedanken aus dem Kopf auf das Papier bringen. Mir ist es sehr wichtig damit meine Heimat zu vertreten und so authentisch wie nur möglich zu bleiben. Meistens dreht es sich bei meinen Texten um ganz alltägliche Dinge und im Vordergrund steht natürlich ganz klar das Eine – die Liebe.

 

Was waren Ihre bisherigen Highlights, was sind künftige Ziele?

Meine Highlights in musikalischer Hinsicht kann ich gar nicht alle nennen. Das würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Aber was ich hier unbedingt nennen möchte, sind die zahlreichen Auftritte mit der Kelag Bigband Villach, verschiedenste Hauptrollen-Besetzungen in Musicals, das Förderkonzert der Spittaler Kiwanis, meine ersten zwei Studioaufnahmen eigener Songs und der Soloauftritt mit dem Carinthia-Chor Millstatt. Zu meinen privaten Highlights gehört auf alle Fälle die Entstehung meines eigenen Kleingewerbes „Knotenliebe“. Alles Zukünftige lass ich mit offenem Herzen auf mich zukommen.

 

Ihr Schritt in die Selbständigkeit mit „Knotenliebe“ hatte aber auch ein wenig mit Corona zu tun?

Tatsächlich brachte mir der erste Lockdown in dieser Hinsicht etwas Gutes. Ich hatte sehr viel Zeit für mich und meinen Hund. Die Zeit Zuhause wollte ich kreativ nutzen und machte mich auf die Suche nach ein paar „do it yourself“- Ideen, um unsere Wohnung zu verschönern. Da entdeckte ich Bilder von schönen Wandbehängen, die mit der Makramee-Technik hergestellt wurden. Ich dachte mir, bevor ich mir so ein Teil bestelle versuche ich es selbst. Nachdem ich die erste Wolle-Lieferung bekam, stellte ich ganz viele kleine Kunststücke her und bot sie auf Instagram an. Die Nachfrage war der Wahnsinn. Ich bekam unglaublich viele Bestellungen für unterschiedlichste geknüpfte Stücke. Mittlerweile wurde aus diesem neu entdeckten Hobby ein Kleingewerbe namens „Knotenliebe“.

Mit meiner Knotenliebe stehe ich für Nachhaltigkeit und Recycling, denn ich arbeite ausschließlich mit Garn, welcher aus recycelter Baumwolle besteht. Meine Wandbehänge werden an selbstgesammelten Schwemmholz-Teile geknüpft. Bei allen anderen Dingen die ich benötige, um meine Kunststücke herzustellen, achte ich auf Herkunft und Produktion. Ich bin so dankbar, für den kleinen feinen Kundenstock, den ich mir bis jetzt schon aufgebaut habe. Ohne euch wäre das alles nicht machbar. Danke!

 

Sie sind Volksschullehrerin in Ausbildung. Wo liegen derzeit vielleicht Probleme beim Fernunterricht? Ist letztlich der Präsenz-Unterricht unersetzlich?

Ich als Studentin kann sagen: der Präsenzunterricht ist und bleibt unersetzlich! Wir als Schulfremde Personen dürfen durch die derzeitige Situation unsere Praxiseinheiten nicht vor Ort in der Schule abhalten. Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass ich in der VS Velden trotzdem die Möglichkeit habe, die Kinder über die Online-Möglichkeiten zu unterrichten. Die Situation ist für das Lehrpersonal sicher sehr herausfordernd, wenn die Kinder zur Gänze zu Hause sind. Ich ziehe den Hut vor allen Lehrpersonen in allen möglichen Schulstufen, die großartiges leisten! 

 

Macht man sich da schon auch einmal Gedanken ob der ursprünglichen Berufswahl, wenn es mit Corona noch eine Weile so weitergeht?

Natürlich macht man sich Gedanken, wie sich die ganze Situation weiterhin entwickeln wird. An meiner Berufswahl habe ich in dieser Hinsicht nicht gezweifelt. Gottseidank sind wir mit den Möglichkeiten mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir die Chance haben im Notfall auch auf gewisse Plattformen zurückzugreifen, um die Kinder so bestmöglich online zu unterrichten.

 

Welchen Wunschtraum hätte Nikita Mataln privat noch?

Mein Traum (musikalisch gesehen) wäre es, eine eigene CD aufzunehmen mit vielen verschiedenen selbstgeschriebenen Songs von mir. Kreativ gesehen, würde es mich sehr freuen, wenn sich irgendwo ein Raum finden würde für ein eigenes kleines „Knotenliebe“-Atelier. Beruflich gesehen, wäre mein Traum mit meiner besten Freundin Lisa, welche auch das Volksschullehramt studiert, nach Abschluss unseres Studiums eine Privatschule mit Schwerpunkten Musik und Sport zu eröffnen.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern noch gefragt?

Eigentlich freue ich mich immer, wenn ich den „Volltreffer“ am Küchentisch liegen sehe. Ich greife gerne zu und schaue ihn mir neben dem Frühstück durch. Es kommen oft sehr viele bekannte Gesichter zum Vorschein. Mich freut es sehr, über den „Oberkärntner Volltreffer“ regional am neusten Stand zu bleiben.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Mundart-Popsängerin, angehende Volksschullehrerin und Selbständige

Sternzeichen: Fische

Ich schaue gerne (TV, Film): „Sturm der Liebe“ und „Blindspot“

Leibgericht: alles was mit Käse zu tun hat

Lieblingstier: unsere Weiße-Schäferhündin Baghira und unser Kater Balu

Lebensmotto: „Wir müssen ja sowieso denken. Warum dann nicht gleich positiv?!“


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