Mag.a Birgit de Cillia Messner (Hermagor) - Osttirol Online


Mag.a Birgit de Cillia Messner (Hermagor)

10.09.2021

10 Jahre „Lebenswerke Hermagor“

Mag.a Birgit de Cillia Messner (51) war seit 2012 in der Bezirksgruppe „Lebenswerke Hermagor“ für den ÖZIV Kärnten tätig, seit 2013 war sie die Obfrau. Kürzlich trat die Gailtalerin aus dieser Funktion zurück. Sie ist vielseitig ausgebildet. Ihr Studium in Sozial- und Integrationspädagogik hat sie 2011 abgeschlossen und seit 2016 betreibt sie eine Praxis für psychosoziale Beratung und Coaching in Hermagor. Birgit de Cillia Messner hat drei Kinder, ist in zweiter Ehe mit Wolfgang de Cillia verheiratet und lebt in Hermagor und Bad Kleinkirchheim.

OVT: Mag.a de Cillia Messner, wie würden Sie unseren Lesern das ÖZIV vorstellen?

Mag.a Birgit de Cillia Messner: Der Österreichische Zivilinvalidenverband wurde vor mehr als 50 Jahren als Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung gegründet. Als Obfrau habe ich mich gemeinsam mit meinem Team für die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Bezirk Hermagor eingesetzt und verantwortlich gefühlt. Inklusion, selbstbestimmtes Leben, Barrierefreiheit im öffentlichen wie privaten Raum sind nur einige wenige Themen, die der Bezirksgruppe ÖZIV „Lebenswerke Hermagor“ nach wie vor wichtig sind. Wir arbeiten unter anderem eng mit der Behinderten- und Pflegeanwaltschaft oder der PVA zusammen. Ein Netzwerk, worüber wir uns stets bestens informieren können. Der regionale Raum wird immer wichtiger und die vorhandenen Mittel und Ressourcen sollen auch in Zukunft für die Menschen vor Ort eingesetzt werden. Diese Arbeit wird mit der neuen Obfrau Anita Mösslacher und ihrem Team - davon bin ich überzeugt - bestmöglich fortgesetzt.

 

Wenn Sie zurückblicken, wo liegen ihre Erfolge für die Bezirksgruppe?

In meiner Zeit als Obfrau der Bezirksgruppe „Lebenswerke Hermagor“ ist es mir gelungen einen fixen Beratungsraum zu installieren und damit das Angebot massiv auszubauen. Sprechtage finden in Hermagor nach wie vor wöchentlich an den Dienstagen statt. Durch viele Veranstaltungen, unter anderem den Bachmann Junior Preis Hermagor, der am 16. Oktober 2021 zum achten Mal über die Bühne gehen wird, konnten wir einen Behinderten-Sportgerätepool anschaffen. Daraus entstanden ist der Aktionstag am Nassfeld „Run & Fun“ der alljährlich durchgeführt wird. Bei Förderungsanträgen für Menschen mit Behinderungen im Gail-, Gitsch- und Lesachtal konnten wir in den letzten Jahren über 200.000 Euro für betroffene Menschen, die dringend Hilfe benötigten, lukrieren. Ich bin stolz auf eine großartige Zeit mit sehr vielen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Ich übergebe an die neue Obfrau ein gut bestelltes Haus. Ehrenamtlichkeit stellt für mich eine Haltung dar, der ich von Beginn an treu geblieben bin. Ehrenamtlichkeit bedeutet für mich auch die Investition von Zeit für andere Menschen und die Motivation sowie die Leidenschaft für ein Ziel zu brennen. Ich habe für mich aber beschlossen, dem ÖZIV „Lebenswerke Hermagor“ weiterhin als einfaches Mitglied zur Verfügung zu stehen und die neue Obfrau, in ihrem Tun, meinen Möglichkeiten entsprechend, zu unterstützen.

 

Hauptberuflich setzen Sie sich auch für die Erwachsenen ein.

Ja. Ich bin als gerichtliche Erwachsenenvertreterin für das Vertretungsnetz Kärnten tätig. Diese Aufgabe erfüllt mich mit großer Leidenschaft. Sie bringt mir ein breitgefächertes Erfahrungsnetzwerk und Wissen näher, dass ich auch in meiner Praxis für psychologische Beratung einsetzen kann, wie zum Beispiel im juristischen Bereich, im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen, Defizite im Behindertenbereich, Förderlücken uvm.

 

Ihr zweites Standbein ist seit 2016 ihre Praxis für psychosoziale Beratung und Coaching. Was machen Sie hier genau?

Die Berufung Menschen professionell beraten zu dürfen hat mich bereits in meiner Studienzeit begleitet. Nach Beendigung meines Studiums habe ich mich als diplomierte Lebens- und Sozialberaterin in Graz weitergebildet und stehe auch weiterhin laufend in Ausbildung. Die Eröffnung meiner Praxis in Hermagor war ein großes Ziel, das ich damit verwirklicht habe. Als, selbst Mutter einer behinderten 29-jährigen Tochter, ist mir ein Beratungsangebot für pflegende Angehörige besonders wichtig. Die psychologische Beratung ermöglicht es mir aber auch aktuelle Lebenssituationen mit meinen Kunden, die sich in beruflich oder privat schwierigen Situationen befinden, zu analysieren. Natürlich ist der erste Schritt nicht leicht, aber er lohnt sich. Gemeinsam mit meinen Klienten ein Ziel zu erreichen, erfüllt mich immer wieder mit großer Freude. Denn Veränderung bedeutet Weiterentwicklung.

 

Sie leben ja mit ihrer Familie in Hermagor und Bad Kleinkirchheim. Wie bringen Sie das mit ihrem Beruf unter einem Hut?

Der Wechsel zwischen diesen beiden Orten hängt immer von einer guten Organisation, angepasst auf die jeweiligen beruflichen und privaten Anforderungen meines Mannes und mir ab. Wir versuchen immer ein wenig im Voraus zu planen und bleiben dabei natürlich flexibel. Der Mittelpunkt ist aber derzeit meine behinderte Tochter Myriam in Hermagor. Ihre Betreuung steht an erster Stelle.

 

Welchen Wunschtraum hätten Sie wiederum privat noch?

Träume habe ich viele. Privat verbindet mich mit meinem Mann Wolfgang eine Leidenschaft, der durch seinen Beruf das Reisen im Blut hat. Länder wie Canada, Chile oder Norwegen interessieren uns beide. Das Kennenlernen von anderen Kulturen und Menschen ermöglicht zudem neue Lebenserfahrungen. Persönlich ist mir mein zu Hause in Hermagor, der Blick auf den Dobratsch und die idyllische Ruhe, eine Quelle des Ausgleichs und der Erholung.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern noch gefragt?

Der „Oberkärntner Volltreffer“ ist für mich eine Zeitung, die sich seit jeher in unserem Haushalt befindet. Sie informiert mich über Aktivitäten und bringt mir Themen und Menschen aus unserer Region näher. Eine Zeitung, die ich bevorzugt lese und sehr schätze.

 

Kurz gefragt

Beruf: Diplomierte Sozial- und Integrationspädagogin, Lebens- und Sozialberaterin, Gerichtliche Erwachsenenvertreterin

Sternzeichen: Jungfrau

Ich höre gern (Musik): Ö3 und Radio Kärnten

Ich trinke gerne: Ein gutes Glas Wein

Lieblingstier: Katze

Lebensmotto: Der Mensch wird am „Du“ zum „Ich“ (Zitat Martin Buber)


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