Hubert Waldner (St. Daniel/Gailtal) - Osttirol Online


Hubert Waldner (St. Daniel/Gailtal)

Eingestellt am 06.12.2019

Er spielt jetzt mit NENA

Hubert Waldner (66) tritt am 14. Dezember zusammen mit NENA am „Nassfeld Mountain Winter Konzert 2019“ auf die Bühne und spielt das Saxophon-Solo zum Song „Fragezeichen“.

Als Bühnen- und Studiomusiker spielte er bereits mit vielen Vertretern der österreichischen Popmusik-Szene wie Ambros, Danzer, Fendrich, STS, OPUS, Kurt Ostbahn, Wilfried u.v.a. Und man sah den studierten Jazzmusiker erfolgreich bei der „Großen Chance“ (ORF, 2011) und beim „Supertalent“ (RTL, 2012). 2018 wurde ihm für sein vielseitiges Wirken das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen. Hubert Waldner lebt seit 2018 mit Gattin Delia in St. Daniel, hat eine kleine Tochter, Mayleen (4) und auch zwei erwachsene Kinder.

OVT: Herr Waldner, Sie sind 66 – und Udo Jürgens sang einst „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!“ Hatte er Recht?

Hubert Waldner: Ja, schon! Udo wird wohl als Kärntner ähnliche Gene gehabt haben, wie ich. Aber im Ernst, angefangen hat es wohl schon viel früher. Jetzt hab ich einfach mehr Zeit für spezielle musikalische Projekte.

 

Freuen Sie sich schon auf Ihren Auftritt mit Nena?

Sehr. Ich übe brav, schaue auch darauf, dass mein Funk-Mikro und all die Technik funktioniert.

 

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ kann man Ihre Teilnahme am Nena-Konzert so sehen?

So kann man das wohl sagen. Ich hab` einfach überlegt: das Konzert ist bei mir um´s Eck, da frag ich einfach das Management von Nena, ob ich mitmachen kann. Die Antwort kam und war zuerst negativ. Die Band sei eingespielt und kein Platz für Gastmusiker usw. Ich habe das dann auch so akzeptiert. Am nächsten Tag erhielt ich ein Mail von ihrem Manager. Er stellte sich sehr freundlich als Nenas Ehemann vor, Philipp Palm. Ihm gefiel diese Idee, dass ich da mitmachen möchte. Er hat sich wohl auch meine vielen You-Tube Videos angeschaut und sich über mich erkundigt. Somit war alles klar. Seither schreiben wir immer wieder hin und her und „besprechen“ (quasi proben) den Auftritt bis ins Detail. Es wird dann wohl noch eine richtige Probe vor Ort geben.

 

Apropos „einzig“-artig: Sie stehen ja bei dem Titel „Fragezeichen“ mit Nena auf der Bühne. Wieso gerade bei diesem Lied?

Philipp ist ja selbst auch Musiker und Saxophon Fan. Ursprünglich spielte auf der Aufnahme der US-Saxler David Sanborn das berühmte Solo. Nun meinte Philipp, dass ich den Part übernehmen soll.

 

Wie halten Sie es generell mit ihrer Musik?

Nena ist eine Popmusik-Ikone. Sie hat sich ihren Platz in der Musikgeschichte ersungen. Das ist einmal zu respektieren. Zudem ist sie eine hervorragende, gutaussehende Sängerin, hat Humor, ist ein Familienmensch und gibt immer noch erfolgreich Konzerte. Ihre Lieder sind zeitgemäß und einige davon haben Musikgeschichte geschrieben. Großartig!

 

Haben Sie Nena im Vorfeld des Konzerts auch persönlich gesprochen?

Nein, noch nicht – aber ich bin gespannt auf unsere erste Begegnung beim Soundcheck in Tröpolach.

 

Geht mit dem gemeinsamen Auftritt auch ein Wunschtraum in Erfüllung?

Nein. So ein „Träumer“ bin ich nicht. Das gehört zu meinem Beruf. Jetzt kann ich halt sagen: „Neben vielen Austro-Stars hab` ich u.a. mit Steve Vai, vor dem Papst und nun auch mit Nena gespielt (lacht). Für die Zukunft wünsche ich mir in meinem Alter die nötige Gesundheit, Energie und noch viele Ideen, denn die haben mir eigentlich immer den Weg zum Erfolg geebnet. Meine kleine Tochter hält mich zudem auch sehr auf Trab und die ganze Familie lernt jetzt Geige. Da geht sowieso die Post ab!

 

Das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik (2018), „Kärntner der Jahres 2018“, das Ehrenzeichen des Landes Kärnten (2014) oder „Goldener Rathausmann“ der Stadt Wien (1996) – was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen?

Es ist eine Genugtuung, so was zu bekommen. Ich fühle mich in meiner Arbeit – und da geht es mehr um meine pädagogischen Tätigkeiten – bestätigt und anerkannt. Ich habe mich nicht immer an den Lehrplan gehalten, auch wenn ich ihn zum Teil mitgeschrieben habe. Vielleicht war das ausschlaggebend, denn meine Ideen habe ich auch in den Unterricht hineingetragen und das dürfte nach über 40 Jahren Lehrtätigkeit auch seine Wirkung gehabt haben. Ich habe mich immer als „Musikvermittler“ gesehen. Als Animator, der versucht, die Einfachheit des Musikmachens aufzuzeigen und auf andere zu übertragen, den Ton auf den Punkt zu bringen und die Freude dabei zu spüren. Das ist das Wesen dieser Kunstrichtung.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ noch gern gefragt?

Ganz gut! Ich find` es super, dass ihr alles so genau wissen wollt, aber das gehört auch zu einer seriösen, kunstorientierten und modernen Zeitung.

 

Kurz gefragt

Beruf: Musiker, Komponist und AHS Lehrer i.R.

Sternzeichen: Stier

Ich schaue gern (TV, Film): Dokumentationen

Ich trinke gerne: Wasser (mit selbstgemachtem Hollersaft)

Lieblingsfarbe: eher blau

Lebensmotto: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch“ (nach Erich Kästner)


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