Georg „geOHRg“ Berger (Kötschach-Mauthen) - Osttirol Online


Georg „geOHRg“ Berger (Kötschach-Mauthen)

Eingestellt am 13.02.2020

An der Bassgitarre fühlt er sich pudelwohl

Georg Berger (57) kennt man mit seiner Band „Austria 4“. Am Samstag, 29. Februar, ruft er aber alleine ins „Zuckereck“ Kulturcafé in Mauthen, mit Beginn 14 Uhr zum „12 Stunden-Austro-Bass“. Der einstige Integrationslehrer ist als „geOHRg“ (der Pädagoge, ist selbst schwerhörig) an allen Kärntner Schulen in Sachen Hörschutz-Prävention aktiv und macht mit Schülern Trickfilmprojekte. Georg Berger lebt mit Ehefrau Renate in Kötschach-Mauthen, hat zwei erwachsene Kinder und derzeit zwei Enkel.

OVT: Herr Berger, woher kam die Idee zum „12 Stunden-Austro-Bass“?

„geOHRg“: Ich bin Hobbymusiker und spiele schon seit über zwei Jahrzehnten bei „Austria 4“ die Bassgitarre - die tiefen Töne deshalb, weil ich die hohen Frequenzen aufgrund meiner beidseitigen Schwerhörigkeit nicht mehr höre. In diesen Jahren ergaben sich sehr viele gute Austropop-Lieder, die von uns in Konzerten gespielt wurden – je nach Set List und Konzertform (Benefizkonzert, gemeinsam mit einem Chor, bei Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder reines „Austria 4“-Konzert). Viele Lieder verstauben, da wir ja immer wieder aktuelle Austropop-Hits bei unseren Konzerten spielen und gerade diese Lieder möchte ich wieder einmal live spielen. Es ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl, mit meinen Mitmusikern von Austria 4 gemeinsam auf der Bühne zu stehen und ein Konzert zu spielen. Wir sind Menschen mit sehr vielen Talenten, Fähigkeiten und Freude an Austropop. Sehr oft sind die Konzerte für mich zu kurz und so entstand im Laufe der Zeit diese Idee, zwölf Stunden mit der Bassgitarre meine „alten“ Austropop-Lieder zu spielen.

 

Aber auch noch etwas anderes hatte Einfluss.

Ich habe als Hobby-DJ einmal vor Jahren bei einer 50er-Party bei der Eröffnung von „Austropopvideos live“ mit der Bassgitarre mitgespielt. Die Kombination von Musikvideos und „Live-Bass“ hat den Anwesenden sehr gut gefallen, und ich behielt diese Eindrücke bis heute in Erinnerung.

 

Wollen Sie mit dem „12 Stunden Austro-Bass“ einen Rekord aufstellen?

Ich weiß es nicht, ob vor mir schon jemand so etwas versucht hat.

               

Was erwartet die Zuhörer im „Zuckereck“?

Ich möchte mein geplantes „12 Stunden-Austro-Bass“-Projekt so gestalten, dass ich ein Musikvideo oder ein Standbild zum jeweiligen Lied zeige und live mit der Bassgitarre dazuspiele. Da ich ein höflicher Mensch bin, beginnt das Programm um 14 Uhr mit den Damen. Stefanie Werger, Jazz Gitti, Christina Stürmer, und ein Lied von Luttenberger Klug beendet die erste Stunde. Danach folgen im Stundentakt Udo Jürgens, Rainhard Fendrich, „Leben und Tod“, Peter Cornelius, STS, Georg Danzer, Wolfgang Ambros, Ostbahn Kurti, „geOHRgs Mix“, die Teile eins, zwei und drei aus dem Programm von „Austria 4“.

 

Was bedeutet eigentlich der Programmteil „Leben und Tod“?

Ich wollte einmal eine Liederfolge wie z.B. „Der Berg“ – „Heit drah i mi ham“ –„ Es lebe der Zentralfriedhof“ –„ I lieg am Ruckn“ – „Komm großer schwarzer Vogel“ – „Irgendwann im nächsten Leben“ bei einem Livekonzert mit „Austria 4“ spielen. Leider ergab sich nie die Möglichkeit, alle dieser Lieder zusammenhängend zu spielen und das wollte ich einmal machen.  Das war auch ein Teil der „12 Stunden-Austro-Bass“ Idee.

 

Was hört man bei „geOHRgs Mix“?

Bei „geOHRgs Mix“ sind meine Top-Austropop-Lieder zu hören, die mich durch mein Leben und auch Musikleben begleitet haben. Vor „Austria 4“ war ich bei der Blues- und Rockband „The Rockin‘ Farmers“ einige Jahre am Bass. Das Repertoire war international und beinhaltete auch deutschsprachige Eigenkompositionen. Der Wunsch, Austropop-Lieder live zu spielen wurde dann mit der Gründung von „Austria 4“ Wirklichkeit.

 

Was macht „geOHRg“ an den Kärntner Schulen?

Ich nehme jede Gelegenheit wahr, um die jungen Mitmenschen auf die Wichtigkeit des guten Hörens aufmerksam zu machen. Dabei nütze ich die Besuche in Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Gymnasien, Berufsschulen oder landwirtschaftlichen Fachschulen in Kärnten und auf Einladung auch österreichweit. Bei meinen Workshops erfahren die Schüler mittels audiovisuellem Vortrag und durch Selbsterfahrungsübungen vieles rund um das Ohr.

 

Man kennt Sie auch als Zeichentrickfilm-Regisseur.

Bereits über 3.000 Schüler haben mit meinen Trickfilmprojekten in Kärntens Schulen Einblick in die Filmwelt bekommen - vom Drehbuch zu bewegten Bildern und alles in Handarbeit. Mich faszinieren immer noch die vielen Schritte vom weißen Blatt bis zum fertigen Film. Dabei erfahren die Schüler etwas über kreative Berufe, wie z. B. Drehbuchautor, Sprecher, Zeichner, Fotograf, Kameramann oder -frau, Grafiker, Tonschnitt, etc. Manchen könnten diese Erfahrungen bei der Berufswahl helfen, oder sie sagen: „Nein, das ist nichts für mich!“. Auf unserer Homepage: www.hoeren.ksn.at habe ich ein Verzeichnis der Trickfilme. Einfach draufklicken und schon geht’s los. Geplant ist auch Ende Juni/Anfang Juli ein Trickfilmfestival im Millino – Kino in Millstatt, wo einige meiner Trickfilme an zwei Tagen auf der großen Kinoleinwand zu sehen sein werden. Nähere Informationen zu diesem Trickfilmfestival werden noch detailliert folgen.

 

In einem früheren OVT-Interview sprachen Sie von Wellnesstagen im Tuffbad. Konnten Sie sich diesen Wunsch mit ihrer Gattin erfüllen, oder gibt es schon neue Wünsche?

Ja, wir konnten die Tage im Tuffbad voll genießen und freuen uns schon jetzt auf ein paar Wellnesstage heuer im Biohotel „Daberer“.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ noch abschließend gefragt? Welche Anregungen hätten Sie eventuell für ihn?

Mir gefällt der „Oberkärntner Volltreffer“ nach wir vor sehr gut, und ich freue mich immer wieder, wenn er im Briefkasten liegt und ich bekannte Gesichter aus dem Gailtal, aber auch über die Täler hinaus, darin finde. Eine Anregung von mir wäre, vielleicht ein paar Witze oder lustige Episoden zur Aufheiterung des „grauen Alltags“ in den Volltreffer aufzunehmen.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Musiker, Zeichentrickfilm-Regisseur und Pädagoge

Sternzeichen: Waage

Ich schaue gerne (TV, Film): Dokumentarfilme

Ich trinke gerne: Apfelsaft mit Leitungswasser auf den halben Liter

Lieblingsfarbe: gelb

Glückbringer: wechselt – heuer bekam ich bei einem Hausbesuch mit den Sternsingern ein kleines Glücksschweinchen geschenkt, das mir hoffentlich auch wirklich Glück bringt.


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