Ernest Turnschek (Techendorf) - Osttirol Online


Ernest Turnschek (Techendorf)

Eingestellt am 10.07.2020

30 Jahre Tauchschule „Yachtdiver“

Ernest Turnschek (51) betreibt seit 1990 seine Tauchschule „Yachtdiver“ – und seit 2006 ist er damit am Weißensee zuhause, den er gern auch die „Karibik der Alpen“ nennt. Der gebürtige Steirer, den die Liebe nach Oberkärnten verschlug, ist auch Teilinhaber und CEO von „DIWA Austria“ – dem weltweit ältesten international agierenden und gewerblich anerkannten Tauchsportverband (seit 1972). Ernest Turnschek lebt mit Ehefrau Karoline in Techendorf.

OVT: Herr Turnschek, was sind für Sie die Highlights der letzten 30 Jahre?

Ernest Turnschek: Da gab es einige! Das Wichtigste davon war unbestritten die Unterwasserverlobung mit meiner Frau Karoline. Ich durfte durch meine Bemühungen rund um den Tauchsport am Weißensee viele namhafte Produzenten, Fernsehteams, Kameraleute und Journalisten kennen lernen und mit ihnen zusammenarbeiten. Das Interesse am Weißensee ist sehr groß, aber das ist kein Wunder, zumal wir an einem der schönsten Plätze leben und arbeiten dürfen. Ein unglaubliches Erlebnis war es natürlich, den Weißensee auf der Bühne der DRT-Show (Diving Resort Travel, Anm. d. Red) in Shanghai präsentieren zu dürfen.

 

Im Vorjahr interessierte sich ein BBC-Team („Der blaue Planet“) für das Eistauchen am Weißensee und eine Doku darüber lief auf ORF III. Was macht gerade das Eistauchen so besonders?

Das Eistauchen ist die „Königin“ des Tauchsports. Unter der geschlossenen Eisdecke zu tauchen und zu beobachten, wie sich die Sonnenstrahlen brechen und am Grund tanzen, mit den eigenen Luftblasen zu kokettieren oder die Eisläufer von unten zu beobachten – das ist wirklich ein tolles Erlebnis. Der Weißensee ist ohne Übertreibung mittlerweile eine der Top-Destinationen Europas und auch unsere Gäste werden immer internationaler. Dies liegt nicht nur an der Eistauchgarantie, den vielen Tauchplätzen, die wir anbieten können, sondern auch an der tollen Infrastruktur rund um den See.

 

Wie würden Sie unseren Lesern Ihre Tauchschule beschreiben?

Bei uns kann man täglich Schnuppertauchen. Wir machen Tauchausfahrten in den Naturpark zu Land und zu Wasser, geben Tauchkurse nach den Standards von PADI und DIWA. Tauchanfänger und Fortgeschrittene werden bei uns immer fündig. Auf unserer Basis haben wir auch Leihausrüstung. Von Ende Dezember bis Ende Feber sind Eistauchen, die Ausbildung zum Eistauchlehrer und Eistauchkurse sehr beliebt.

 

Was ist Ihr Arbeitsgebiet bei DIWA Austria?

Ich bin als CEO von DIWA Österreich für die Betreuung der Tauchlehrer und Tauchbasen verantwortlich. Weiters entwickeln wir eigene Tauchkurse und zertifizieren diese auf internationaler Basis. 2019 wurden wir vom Veranstalter der größten Wassersportmesse im asiatischen Raum (DRT-Show) eingeladen, um in Shanghai das Eistauchen am Weißensee auf der Hauptbühne zu präsentieren. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt. Es war eine unglaubliche Ehre, vor so einem großen internationalen Publikum über unsere Heimat sprechen zu dürfen.

 

Im OVT-Interview von 2009 sprachen Sie ja auch vom Plan einer Unterwasserhochzeit – bei Ihnen persönlich kam es aber ein bisschen anders.

Ja, in der Tat! Meine Unterwasserverlobung war ja ein tolles und außergewöhnliches Ereignis und wurde auch von einem Freund mitgefilmt. Dieser stellte den Film ins Internet und hat damit medial großes Interesse geweckt. Dies brachte nämlich andere Brautpaare auf den Geschmack. So wurden es dann letztlich einige Hochzeiten. Nach der Vermählung unter Wasser schritten die Brautleute durch ein „Flossenspalier“ an den Strand, wo eine kleine Aufmerksamkeit auf sie wartete. Im Anschluss wurden sie mit den Trauzeugen in der Pferdekutsche ins Standesamt kutschiert, wo noch die offiziellen Unterschriften folgten. Unsere Hochzeit hielten wir aber ganz traditionell mit Kirche und eben einer Kutschenfahrt. Und vielen Hochzeitsgästen.

 

Während Ihres UN-Einsatzes am Golan kamen Sie zum Tauchen, waren später Tauchlehrer an tollen Plätzen. Gäb‘s noch ein interessantes Tauchgebiet für Sie?

Ich war als Tauchlehrer und Tauchbasisleiter bereits überall auf der Welt unterwegs und habe fast alles gesehen und betaucht. Dass ich am Weißensee meine Heimat gefunden habe, ist kein Zufall. Hier ist es einfach am schönsten – nicht nur unter Wasser. 2021 werde ich als Experte und Reiseleiter eine Expedition nach Norwegen zu den Orkas betreuen – auf dieses Abenteuer freue ich mich schon besonders. Wer einmal Walgesänge unter Wasser gehört hat, der wird süchtig danach.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ über all die Jahre?

Ich lese und schätze den Oberkärntner Volltreffer sehr. Regionale Infos, regionale Berichterstattung – das ist großartig.

 

Kurz gefragt:

Beruf: Einzelunternehmer und Tauchlehrer

Sternzeichen: Löwe

Ich höre gern (Musik): AC/DC, CCR, die „alten Hodan holt“

Ich esse gern: Kärntner Kasnudl, Frigga

Lieblingstier: Katzen

Erlernter Beruf: Einzelhandelskaufmann


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