Elias Feichter (Sachsenburg) - Osttirol Online


Elias Feichter (Sachsenburg)

Eingestellt am 22.01.2021

Auf dem Eis fühlt er sich wohl

Elias Feichter (18) begann 2017 mit dem Eisschnelllauf. Ein Jahr später holte er sich bereits den Österreichischen Staatsmeistertitel im Mehrkampf in der Gruppe Junioren C2. Über die Weihnachtsfeiertage war der Lurnfelder zum Training in Innsbruck und lief einen Wettkampf. Elias Feichter lebt bei seinen Eltern Reinhard und Heidi in Sachsenburg und hat eine Schwester namens Lara.

OVT: Herr Feichter, wie kamen Sie zum Eisschnelllauf?

Elias Feichter: Mein Papa nahm mich öfter mit auf den Weißensee. Ich wollte diese Sportart schon immer einmal ausprobieren und so kam das eine zum anderen. Unser Vereinsobmann Stephan Lilg lud mich zum ersten Eistraining auf den Weißensee ein. Es gefiel mir sehr gut und danach konnte ich das erste Mal mit unserem Landestrainer Wilfried Steinbrucker nach Inzell (Bayern) zum Training fahren. Seitdem stehe ich im Winter fast jedes Wochenende auf der Eisbahn in Inzell. Ohne meinen Trainer Willi wäre ich nie so weit gekommen.

 

Was sollte man bei Ihrem Sport generell an Voraussetzungen mitbringen?

In diesem Sport ist es sehr wichtig, dass man viel Ausdauer, Kraft sowie auch Schnellkraft mitbringt. Bei den kürzeren Distanzen ist die Position des Eisschnellläufers sehr ausschlaggebend. Je tiefer man sitzen kann, desto weniger Luftwiderstand hat man und desto schnellere Zeiten werden gelaufen. Falls irgendwer Interesse hätte und mit dem Eisschnelllauf anfangen möchte, bitte gerne bei mir melden (E-Mail: feichter.eli@gmail.com oder leon.stadlhofer@gmail.com).

 

Beim Eisschnelllauf gehts ja letztlich Mann gegen Mann. Wie wichtig ist da beispielsweise auch Nervenstärke? Redet man eigentlich auch vorm Start mit seinem Wettkampf-Gegner?

Es kommt immer ganz auf den Gegner an. Ich wünsche meinen Gegnern immer vor dem Start viel Glück für das anstehende Rennen. Wenn der Starter einmal gepfiffen hat, bin ich auch immer voll im Fokus und warte nur noch auf den Startschuss.

 

Was waren Ihre Highlights, was sind Ihre künftigen Ziele?

Mein größtes Highlight war in der letzten Saison das Viking-Race in Heerenveen, Holland. Hier kommen jedes Jahr die besten Junioren aus jeder Altersklasse zusammen, um sich aneinander zu messen. Ich konnte leider nicht vorne mitfahren, aber es war eine großartige Erfahrung. Mein nächstes Ziel ist es kommendes Jahr bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Innsbruck am Start zu stehen.

 

Inwieweit beeinträchtigt Corona den Eisschnelllauf-Sport?

Corona betrifft uns auch sehr, ob es jetzt die leeren Zuschauerränge beim Rennen sind oder die Abstandsregeln auf der Eisbahn oder die ständigen Corona-Tests. Aber das Schlimmste ist, dass uns durch die Corona-Maßnahmen sehr viele Eiszeiten gestrichen wurden und darunter leiden wir sehr.

 

Wie schauts mit dem Training aus? Im Winter, im Sommer?

Ich trainiere zurzeit sieben bis neun Mal in der Woche. Unter der Woche - sprich von Montag bis Donnerstag - trainiere ich meist zu Hause. Dieses Training enthält Ausdauer und Intervalltrainings, die ich gerne auf meinem Ergometer absolviere. Zusätzlich mache ich auch noch Krafttraining und sogenannte Imitationen, das sind Eisschnelllaufübungen. Am Wochenende stehen wir auf dem Eis und trainieren oder nehmen an Wettkämpfen teil. Im Sommer hingegen sieht das Training ein bisschen anders aus: Rennradfahren, Mountainbiken, Laufen, Krafttraining, Imitationen und Inlineskaten. Der Trainingsaufwand ist ein bisschen größer als im Winter. Da sind schon mal vierstündige Rennradtouren dabei.

 

Wettkämpfe im Ausland, intensivere Vorbereitungen etc. wie können Sie das alles mit der Schule verbinden?

Schule und Sport braucht einen genauen Zeitplan, weil auch ein normaler Schultag oft erst sehr spät endet. Für wichtige Prüfungen wird auch mal der Schulsack mit nach
Inzell genommen. Bei Wettkämpfen und zusätzlichen Befreiungen ist mein Direktor in Lienz immer sehr einsichtig.

 

Welchen Wunschtraum hätte Elias Feichter privat noch? Würde es Sie vielleicht mal reizen gegen Vanessa Herzog (Welt- und Europameisterin, mehrfache Österreichische Staatsmeisterin) zu laufen?

Wenn Sie mich so fragen, wäre es schon mal interessant gegen Vanessa Herzog zu laufen und sich an ihr zu messen. Unser Team ist mit Vanessa schon lange befreundet, aber ein viel größerer Wunsch wäre es für mich auch an Großveranstaltungen, wie Weltcuprennen oder Olympia teilzunehmen.

 

Und wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer gern noch gefragt?

Der „Oberkärntner Volltreffer“ gefällt mir sehr gut. Normalerweise bin ich nicht so eine Leseratte, aber den „Volltreffer“ lese ich immer
gerne.

 

Kurz gefragt:

Beruf: HTL-Schüler und Eisschnellläufer

Sternzeichen: Wassermann

Ich schaue gerne (TV, Film): auf Netflix

Leibgericht: Käsespätzle

Lieblingstier: Adler

Lebensmotto: Lauf bis du nicht mehr laufen kannst – und dann lauf weiter.


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