Zwickenberg Alpakas sind preisgekrönt - Osttirol Online


Zwickenberg Alpakas sind preisgekrönt

Alpakas liegen derzeit im Trend. Das herzige Aussehen, ihr neugieriger Charakter, die beruhigende Ausstrahlung und die feine Wolle machen sie zu einer begehrten Tierart. Im Zuchtbetrieb „Zwickenberg Alpaka“ der Familie Freiberger leben 22 dieser prächtigen Tiere, einige davon wurden nun bei einer Alpakaschau in Graz erfolgreich prämiert.

Am Zwickenberg (Gemeinde Oberdrauburg) auf 850 Meter Seehöhe lebt die Familie Freiberger und sie fand mit ihrem Nebenerwerbsbetrieb eine besondere Leidenschaft: Alpakas. Claudia und Leopold Freiberger, beide sind Volksschullehrer, begannen mit den Alpakas vor acht Jahren. Damals wurden drei tragende Stuten angeschafft, eine kostete gut 5.000 Euro, erzählt Leopold Freiberger. Mittlerweile besitzen sie eine stattliche Herde mit guter Genetik. Für diese fährt Freiberger schon einmal nach Deutschland, um seine Stuten von einem guten Hengst decken zu lassen. Dieser Aufwand wurde nun belohnt. In Österreich gibt es zwei große Alpaka-Verbände, einer davon veranstaltete von 7. bis 9. Feber die „4. Alpaka-Expo“ in Graz. Dabei handelt es sich um eine der größten Alpakamessen im mitteleuropäischen Raum. Bei dieser Ausstellung wurden mehr als 270 Tiere aus Deutschland, Italien und Österreich präsentiert. „Wir haben heuer das erste Mal mit fünf Tieren teilgenommen und haben gleich drei zweite Plätze und einen dritten Platz erreicht. Das macht uns sehr stolz und zeigt die herausragende Qualität unserer Herde und deren Deckhengste.“, freut sich der Züchter. Bewertet wurden die Qualität des Vlieses und der Körperbau der Neuweltkameliden.

Produkte ausprobieren

Die Tiere der Familie Freiberger leben im Winter rund um den Hof, den Sommer verbringt ein Teil auf der Höferalm oberhalb von Zwickenberg. Vor allem während der Ferien betreibt die Familie mit den Tieren Alpakawanderungen am Zwickenberg und auf den umliegenden Almen. „Die Gäste kommen von selbst, sie finden uns über das Internet“, meint Freiberger. Wie er auf das Alpaka gekommen ist? „Ich habe einen Cousin im Lesachtal in Maria Luggau, Mario Lugger, er macht mit Gästen und Schülern Lama-Trekking. Die Wirkung dieser Tiere auf Kinder war für mich ein Schlüsselerlebnis“. Zuerst wollte sich Freiberger Lamas anschaffen, doch als seine Kinder die Alpakas gesehen haben, wollten sie nichts anderes mehr. Der Pädagoge weiß um die Wirkung der Tiere auf Kinder, „die größten Rowdys wollen nicht mehr von den Alpakas weg. Kinder und Alpakas mit ähnlichen Charakteren finden auch gleich zueinander“. Vermarktet wird vor allem die Wolle der Tiere, die einmal im Jahr geschoren werden. Aus der Alpakawolle will der Züchter Produkte wie Bettdecken, Strickwolle, Schuheinlagen und Seifen herstellen und ist derzeit am Ausprobieren. Er sieht die Alpakawolle im Kommen, „Vlies der Götter“ werde es genannt, es ist eine leichte, warme Wolle, die auch für Allergiker geeignet sei, da die Hohlfaser kein Lanolin enthält. Die Verarbeitung der Produkte erfolgt derzeit über Partner in Deutschland, in Österreich gäbe es bis jetzt erst einen Betrieb, der die Wolle verarbeiten kann und die Wartezeiten seien dabei sehr lang, meint Freiberger, der aber nach einer Möglichkeit sucht, die Wolle regional zu verarbeiten und zu vermarkten.


Weitere Bilder:
Mit den Tieren sind auch Wanderungen möglich, wie hier auf der Höferalm oberhalb von Zwickenberg.
Mit den Tieren sind auch Wanderungen möglich, wie hier auf der Höferalm oberhalb von Zwickenberg.
Erzielte auch den ersten Platz für seine Wolle.
Leopold Freiberger (Mitte) nahm mit vier Hengsten und Stuten an der Alpakaexpo in Graz teil und war prompt in der Wertung ganz vorne dabei. Am Bild: Die Töchter Katharina und Annalena helfen gerne mit, die Tiere zu versorgen. Fotos: Leopold Freiberger

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