Zukunftsbild für die Landwirtschaft soll entstehen - Osttirol Online


Zukunftsbild für die Landwirtschaft soll entstehen

Ein Zukunftsprozess unter Einbindung aller Bäuerinnen und Bauern soll Perspektiven aufzeigen und dazu beitragen, die bäuerliche Land- und Forstwirtschaft zu stärken.

Steigender Wettbewerbsdruck oder die Erwartungen der Gesellschaft an die Bäuerinnen und Bauern sind groß. Die Landwirtschaftskammer Kärnten hat daher den umfassendsten Zukunftsprozess ihrer Geschichte ins Leben gerufen, um die bäuerlichen Betriebe für die zukünftigen Herausforderungen zu wappnen. Ziele sind die Erarbeitung eines gemeinsam getragenen Zukunftsbildes und Perspektiven für die zukünftige Ausrichtung der Land- und Forstwirtschaft in Kärnten. Und das unter Einbindung aller Bäuerinnen und Bauern, zukünftigen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmern, den Verbänden sowie Expertinnen und Experten des Agrar- und Forstsektors.

Vielfalt der Betriebe und Hofnachfolge

Der Startschuss zum Zukunftsprozess fiel am 19. Jänner in einer digitalen Veranstaltung, an der laut LK mehr als 500 Bäuerinnen und Bauern via ZOOM oder Facebook teilgenommen haben. „Unser Ziel ist mehr Wertschöpfung für die Betriebe. Der Weg dorthin muss ein nachhaltig-bäuerlicher sein, eine agrarindustrielle Struktur hat in Kärnten keinen Platz“, so LK-Präsident Johann Mößler, der die Vielfalt der Kärntner Betriebe als ihre Stärke bezeichnete. Für Landesbäuerin Astrid Brunner ist die Sicherstellung der Hofübernahmen ein zentrales Ziel im Zukunftsprozess: „Unsere Kinder müssen auch morgen noch mit Freude Bäuerin und Bauer sein können!“ Ein weiterer Schwerpunkt stellt für sie der Dialog mit der Gesellschaft dar. „Wir müssen der Gesellschaft noch klarer die Vorteile unserer heimischen Landwirtschaft kommunizieren, die krisensicher und klimafreundlich produziert! Diese Wertschätzung ist die Grundlage für mehr Wertschöpfung!“, so Brunner.

Zukunftsumfrage gestartet

Herzstück im Zukunftsprozess ist eine im Rahmen der Auftaktveranstaltung präsentierte kärntenweite Umfrage unter allen Bäuerinnen und Bauern, in der sie ihre Meinung zur zukünftigen Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft einbringen können. Die in dieser Umfrage enthaltenen Kernthemen für die Zukunft wurden in Workshops von Expertinnen und Experten sowie Kammerrätinnen und Kammerräten aller in der LK-Vollversammlung vertretenen Fraktionen erarbeitet. Im Anschluss an die Befragung startet die LK themenspezifische Workshops, in denen gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern gemäß dem Umfrageergebnis intensiv an Zukunftsperspektiven für 2030 gearbeitet werden wird. „

Die Teilnahme an der Umfrage ist ab sofort auf www.ktn.lko.at bis Montag, 8. Februar möglich. Der Zukunftsprozess soll bis vor dem Sommer 2021 abgeschlossen werden und strategische Leitlinien für die zukünftige Positionierung der heimischen Land- und Forstwirtschaft in Kärnten beinhalten.


Weitere Bilder:
Wir müssen der Gesellschaft noch klarer die Vorteile unserer heimischen Landwirtschaft kommunizieren, so Landesbäuerin Astrid Brunner. Foto: LK Kärnten

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