Wirtschaft trifft Schule - Osttirol Online


Wirtschaft trifft Schule

Auf Einladung des „Regionalforum Oberkärnten“ trafen sich am Ende Mai Führungskräfte aus der Region in Greifenburg. Auf der Agenda ganz oben stand das Projekt „Wirtschaft trifft Schule“. Das Ziel: Wirtschaft zum Angreifen und Mitmachen, um Schülern so auf interessante Zukunftsberufe hin zu weisen.

Seit sechs Jahren zeigen Leitbetriebe in Oberkärnten auf, wie man Standortentwicklung strategisch angeht. Das „Regionalforum Oberkärnten“, ein Diskussionsforum aus rund 20 Unternehmen und berufsbildenden höheren Schulen, will den Wirtschafts- und Lebensraum der Region mit zahlreichen Initiativen stärken. Entscheidend dabei ist die Kooperation mit Schulen, um dem Fachkräftemangel bestmöglich vorzubeugen. Mehrere Projekte fanden bereits erfolgreich im Rahmen von „Wirtschaft trifft Schule“ ihre Umsetzung. So wurde etwa in einer Kooperation zwischen der NMS Dellach und dem Unternehmen Europlast eine Produktidee der Schüler realisiert: ein Insekten-Verschluss für Dosen aus Kunststoff. Ein weiteres Beispiel sind die „Millstätter Wirtschaftsgespräche“, die von der HLW Spittal abgewickelt werden und sich als hochkarätige Diskussionsveranstaltung etabliert haben. „Durch solche Initiativen wollen wir Wirtschaft erlebbar machen“, erklärt Arthur Primus, GF der Firma Europlast und Sprecher des Forums. „Schüler kann man nicht bei Exkursionen begeistern, sondern beim Mitmachen, Mitdenken und Mitentwickeln“.

Wirtschaft sichtbar machen

Eng zusammengearbeitet wird bei allen Projekten mit dem „Vereins Industrie-Gewerbe Oberkärnten“ (IGO) unter Obmann Oswald Marolt, Geschäftsführer der OSMA Trocknersysteme GmbH. In einem innovativen Gemeinschaftsprojekt werden Schulen im Bezirk Spittal mit rund 20 Info-Bildschirmen ausgestattet. Im Rahmen dieses Projektes können sich regionale Unternehmen mit Werbespots den Schülern als Arbeitgeber präsentieren. In der NMS Lurnfeld und der NMS Dellach wurden bereits Monitore in Betrieb genommen, diese können auch direkt von der Schulleitung mit Informationen über Veranstaltungen, Bus- und Bahnabfahrzeiten und dergleichen bespielt werden. Das Regionalforum Oberkärnten will zahlreiche zukunftsträchtige Initiativen vorantreiben, insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit zur Förderung des Wirtschaftsstandortes. Nach Vorbild des Projektes „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ sollen Impulszentren entstehen, in denen Gemeinden gemeinsam ausreichend große Gewerbeflächen zur Verfügung stellen. Aufhorchen ließ das Regionalforum unlängst mit der Forderung nach einer regionalen Standortagentur, um den wirtschaftlichen Aufschwung als „One Stop Shop“ fördern zu können.

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