Von der Farbe der Corona-Ampel hängt alles ab - Osttirol Online


Von der Farbe der Corona-Ampel hängt alles ab

Noch knappe drei Wochen, am 14. September starten die Kärntner Schüler in das neue Schuljahr. Heuer gilt es Corona-bedingt einiges zu beachten. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veröffentlichte vergangene Woche ein Konzept für den Start von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Das wichtigste kurz zusammengefasst.

In den Sommerferien hatten die Schüler etwas Pause von den ungewöhnlichen Bedingungen, die seit dem Lockdown in den Klassenzimmern herrschten. Der Start ins neue Schuljahr soll laut Bildungsministerium anders aussehen, als das alte geendet hat. Schichtbetrieb und halbe Klassen werde es in den Schulen zu Beginn des Schuljahrs 2020/21 nicht geben. Ein Unterricht in regulären Klassen und Lerngruppen ist geplant. Was bleibt ist aber der Respekt vor der Dynamik der ansteckenden Covid-19 Infektionskrankheit, heißt es im Vorwort des am 17. August erschienenen Konzeptes. Von zentraler Bedeutung, wie der Unterricht abgehalten werden soll, ist die regionale vierfärbige Corona-Ampel in den Farben (Grün, Gelb, Orange und Rot) auf die die Schulen „synchron reagieren werden“. Ziel dieses Systems ist es, einen erneuten generellen Lockdown im Bildungssystem zu vermeiden, vereinzelte Schulschließungen und Distance-Learning sind laut Konzept aber nicht ausgeschlossen. Darüber haben die regionalen Gesundheitsbehörden der Bezirksverwaltungsbehörden zu entscheiden.

Händewaschen bleibt

Was auch im neuen Schuljahr gleichbleibt, sind die allgemeinen Hygieneregeln: Hände waschen, Lüften der Klassenräume, Abstand halten und Hustenhygiene. Die Klasse als wird hier als „Haushaltsgemeinschaft“ gedacht und Außenkontakte minimiert. Pausenkonzepte sind von den Schulen ausarbeiten, empfohlen werden Markierungen oder die Verlagerung der Pausen in den Außenbereich, auch gestaffelte Pausen sind möglich. Die Klassenräume sollen alle 20 Minuten gelüftet werden. Einen Mund-Nasen-Schutz sollen die Schüler vorerst nicht brauchen. Dies sei nicht konsequent umsetzbar und stellt eine Erschwernis im Unterricht dar. Steht die Ampel auf „Gelb“ soll außerhalb der Klasse ein MNS getragen werden, im Klassenzimmer jedoch nicht. Generell gilt, wenn man eine Krankheit ausbrütet, soll man zuhause zu bleiben. Einen Überblick über die Infektionslage werde es ein umfangreiches Testprogramm geben. Zur Anwendung kommen die sogenannten Gurgeltests.

Was sagen die Ampelfarben?

Die Ampelfarbe wird entsprechend der Situation im Bezirk von den von der BH festgelegt. Dies soll einen nochmaligen Lockdown des Bildungssystems verhindern. Man sieht so einen Blick welche Vorkehrungen getroffen und welche Regeln beachtet werden sollen. Elementarpädagogische Einrichtungen sind zwar Landessache, sie wurden aber auch in das Konzept aufgenommen. Bei „Grün“ gilt demnach für alle Schulen der „Normalbetrieb mit einem Hygienekonzept, einem Krisenteam in der Schule und einem Verantwortlichen für die Kommunikation mit den Eltern. Aktivitäten sollen möglichst im Freien stattfinden. Wenn die Corona-Ampel auf „Gelb“ gesetzt wird, müssen MNS außerhalb der Klassen und von schulfremden Personen getragen werden. Sport vorwiegend im Freien oder in kleinen Gruppen ausgeübt werden, auch das Singen nur im Freien oder mit Mundschutz stattfinden. Bei „Orange“ sollen die Pausen versetzt gehalten werden, es gibt auch keine Schulveranstaltungen mehr, kein Singen in geschlossenen Räumen und gemeinsame Mittagspausen sind zu vermeiden. Die Oberstufe würde bereits bei „Orange“ auf Distance-Learning umstellen, kleine Gruppen im Präsenzunterricht sind möglich. Ältere Schüler würden leichter selbstständig lernen. Erst bei „Rot“ findet der Unterricht der Schüler wieder zuhause statt. Die Empfehlungen sind auf der Internetseite des Bildungsministeriums (www.bmbwf.gv.at) zugänglich.

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