Verantwortung gegen Hass im Netz übernehmen - Osttirol Online


Verantwortung gegen Hass im Netz übernehmen

Auftakt der Sensibilisierungsmaßnahme "#Hass im Netz". Experten sowie Betroffene informierten gemeinsam über Gefahren und Folgen. Veranstaltungen in allen Bezirksstädten Kärntens folgen.

Auf Initiative des Referats für Frauen und Gleichbehandlung sensibilisieren und informieren Experten sowie Betroffene zum Thema Cybermobbing und digitale Diskriminierung. "Gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle und dem Jugendreferat sowie in Kooperation mit der Bildungsdirektion, der Initiative ‚Gesunde Gemeinde‘ und der ‚Antenne Kärnten‘ werden bis 2020 in allen Bezirksstädten Kärntens Vorträge und Podiumsdiskussionen rund um das Thema abgehalten", sagt Landesfrauenbeauftragte Martina Gabriel.

Ein Thema das alle betrifft

Der jüngste "Online-Hassreport Österreich" der Antidiskriminierungsstelle Steiermark alarmiert: Antisemitismus, Äußerungen mit NS-Bezug, Extremismus, Hassbotschaften - Hass im Netz nimmt stark zu. "Hass und Hetze, ob on- oder offline, sind nicht zu tolerieren. Besonders Frauen sind häufig von Beleidigungen, Drohungen und Belästigungen im digitalen Raum betroffen. Hier ist rasches Eingreifen gefragt", erklärt Frauen- und Jugendreferentin LR.in Sara Schaar die Intention der neuen Maßnahmenreihe. Ein Thema, das uns alle betrifft. Marika Lagger-Pöllinger spricht bei der Veranstaltungsreihe über ihre persönlichen Erfahrungen. Als Mutter eines Sohnes, der sich im Alter von 16 Jahren aufgrund von Cybermobbing das Leben genommen hat, erzählt sie ihre Geschichte, um andere für die Gefahren und Folgen zu sensibilisieren. "Ich sehe es als meinen Auftrag, einen Beitrag im Kampf gegen Cybermobbing zu leisten".

App gegen Hass im Netz

Mit an Bord bei der Veranstaltungsreihe sind Präventionsexpertinnen und -experten von der Landespolizeidirektion und dem Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch ein wichtiges Tool gegen Hass im Netz vorgestellt - die BanHate App. Seit zwei Jahren leistet die europaweit erste App zur Meldung von Hasspostings gute Dienste in der Bekämpfung digitaler Diskriminierung. Mit der App haben User kostenlos die Möglichkeit, Hasspostings von Sozialen Medien oder anderen Online-Portalen schnell und einfach via Smartphone oder Tablet zu melden.

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