Spittal positioniert sich neu - Osttirol Online


Spittal positioniert sich neu

Welchen Kurs die Stadtgemeinde Spittal in Zukunft einschlagen könne, damit beschäftigt sich seit zwei Jahren eine ehrenamtlich arbeitende Steuerungsgruppe aus verschiedenen Spittaler Persönlichkeiten. Im Schloss Porcia wurden die Ergebnisse und Ansätze der Neupositionierung in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein starkes Zukunftsthema dabei ist die Belebung und Stärkung der Innenstadt, einige der Maßnahmen befinden sich bereits in Umsetzung.

Eine „Herzensangelegenheit“ ist die Stadtentwicklung für die 30-köpfige Steuerungsgruppe, die seit 2017 in mehr als zehn Treffen richtungsgebende Ideen für den Positionierungsprozess einbrachte. Begleitet wurde sie dabei von der „Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Regionalentwicklung“ (ÖAR). Die ehemalige Spittalerin Barbara Pia Hartl arbeitete über ein Jahr mit der LAG Nockregion in Workshops und Projektgruppen zusammen, um Kernthemen der Neupositionierung herauszuarbeiten. Durch eine Online-Befragung flossen auch die Meinungen der Spittaler Bürger in den Prozess ein. Weitere Anstöße holte man sich bei einer Exkursion nach Waidhofen an der Ybbs, wo bereits ein funktionierendes Innenstadtbelebungskonzept umgesetzt wurde.

 „Es ist dabei für alle was drin“,

freute sich Bgm. Gerhard  Pirih über das vorläufige Ergebnis des Positionierungsprozesses, das als Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt zu verstehen sei. Diese werde aufgebaut auf fünf Säulen: dem kulturellen Bereich – hier baue Spittal auf einen soliden Bestand auf. Im Kultur-Dreieck Spittal-Gmünd-Millstatt solle Spittal die Position einer „Stimm-starken Stadt“ einnehmen. Zugpferde wir das Schloss Porcia und die Komödienspiele sollen stärker nach außen kommuniziert werden. Besonders will man sich auf die wirtschaftliche Belebung der Innenstadt konzentrieren. Die Kundenfrequenz soll durch einen stimmigen Branchenmix erhöht werden. Aktive Straßenvereine, die sich um die Gestaltung „ihrer“ Straße kümmern, setzen hier Impulse. Das Stadtleben wird attraktiver gestaltet, innerstädtisches Wohnen gefördert, besonders Naturräume in Spittal und Umgebung erlebbar gemacht. Barrierefreiheit soll auch als Planungsprinzip die weitere bauliche Entwicklung anleiten. Mit einer verstärkten Kommunikation wird versucht unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen und so das Image der Stadt zu verbessern. Mit verschiedenen Initiativen wird weiters versucht, junge Menschen einzubinden. Dabei soll es neue Kulturangebote für junge Leute geben. Auch das Bildungsangebot soll aufgewertet und die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen mit der Wirtschaft verstärkt werden. Mit der Zertifizierung zur familienfreundlichen Stadt wurden bereits erste Akzente der „Zukunftsspuren“ gesetzt.

Einzelprojekte in Angriff genommen

Der „Schowroom Innenstadt“, eine Idee von „Draupalperle“-Geschäftsführerin Susanne Duschek-Fercher, bietet im Foyer des Badebetriebes kostenlose Präsentationsflächen für Spittaler Betriebe. Badegäste werden so auf Geschäfte in der Innenstadt aufmerksam. „Points of Interest“ (POI) ist eine Maßnahme, die bestehende Baukultur der Stadt durch über das Smartphone abrufbare Informationen sichtbar machen soll. Eine weitere wichtige Maßnahme für die Umsetzung des neuen Leitbilds ist die Installation eines Stadtkoordinators. „Zu dessen Aufgaben zählt das Bestandsmanagement, besonders der Leerstände, Förderungen und Koordination der Mieter und Vermieter von Geschäftsflächen.  Weiters soll er ein Netzwerk für Betriebe herstellen, auch die Kommunikation mit anderen Städten fällt in diesen Aufgabenbereich“, so Gerhard Briggl vom Stadtmarketing. „Die Aufgabenbereiche wurden festgelegt, eine Ausschreibung wird in Kürze hinausgehen“.

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