Seit 25 Jahren Stadtgemeinde - Osttirol Online


Seit 25 Jahren Stadtgemeinde

Radenthein ist heuer seit 25 Jahren Stadtgemeinde. Die Vorbereitungen für das 25-jährige Stadterhebungsjubiläum mit dem großen Gegendtaler Erntedankfest sind bereits angelaufen.

 Am 1. Dezember 1930 wurde Radenthein zur Marktgemeinde erhoben, 1951 erhielt sie das Radentheiner Wappen (das erste Kärntner Gemeindewappen in der Zweiten Republik, es symbolisiert landesbewusst einen schwarzen Löwen und weist mit einem Edelstein auf die Bergbautradition hin) verliehen. Aufgrund der überregionalen Bedeutung von Radenthein erfolgte 1995 die viel gefeierte Stadterhebung. Gefeiert wird das 25jährige Stadterhebungsjubiläum mit dem 9. Gegendtaler Erntedankfest am Sonntag, 20. September mit Gottesdienst, Segnung der Erntekrone, Festakt vor dem Rathaus und mit einem Festumzug.

Bergbaustadt

Als 1908 auf der Millstätter Alpe Magnesit entdeckt wurde und die Austro American Magnesit Company (ÖAMAG) gegründet wurde, gab es eine enorme Bevölkerungsentwicklung durch Zuzug und Ansiedlung von vielen Arbeitern. Radenthein ist Bergbaustadt, hier wird nach wie vor Magnesit (Untertagebergbau) abgebaut, das Werk ist jetzt einer der Standorte und ein Vorzeigebetrieb des Weltkonzerns RHI Magnesita (hochwertige Feuerfestprodukte- und lösungen), der jetzt hier seine Lehrwerkstätte zum zentralen Ausbildungs-Hub im deutschsprachigen Raum, insbesondere in Richtung Prozesstechnik und Digitalisierung, erweitert und internationalisiert. Um die zusätzlichen neuen Lehrlinge vor Ort gut versorgen zu können, kooperiert RHI Magnesita mit der Stadtgemeinde. Bürgermeister Michael Maier freut sich über diese Investition in die Zukunft kommender Generationen. Die Stadtgemeinde Radenthein ist nicht nur Industrieort, sondern auch eine sehr bedeutende Tourismusgemeinde, insbesondere durch Döbriach am Millstättersee.

Nockregion-Zentrum

Die Stadt nennt sich auch stolz „Granatstadt“. Ein besonderes Highlight (seit 2008) ist die Granatedelstein-Erlebniswelt, das sogenannte „Granatium“. Es bietet eine großartige Ausstellung, einen Stollen, ein Schürfgelände, wo man selbst aktiv sein kann, und eine Schlucht (Freigelände, mit Rastplatz). Granate werden seit der Bronzezeit als Schmucksteine verwendet. Als „Karfunkelstein“ war er in der Sagen- und Märchenwelt bekannt und wurde wohl wegen seiner blutroten Farbe auch als „Blutstropfen Christi“ und als „Stein der Liebe und Leidenschaft“ genannt. Doch Granate gibt es in vielen Farben. Das „Granatium“  hat einen historischen Hintergrund, wurde hier doch Granat abgebaut und zur Bearbeitung in böhmische Schleifereien gebracht, die er dann funkelnd und berühmt als Böhmischer Granat verließ. Im "Granatium" finden auch verschiedenste Kulturveranstaltungen statt, es bietet auch den einmaligen Rahmen für Hochzeiten (wohl mit Granatschmuck für die Braut), erzählt die Geschäftsführerin und Regionalmanagerin Mag. Bettina Golob. Radenthein zählt heute an die 5.780 Einwohner. Die Stadt ist durch das positive Zusammenspiel von Industrie, Landwirtschaft und Tourismus ein Zentrum und Impulsgeber in der Nockregion. Auch gibt es hier ein starkes Gemeinschaftsleben durch eine Vielzahl sehr aktiver Vereine. Besondere Ausflugsziele in der Stadtgemeinde sind das Sagamundo (Haus des Erzählens), der Kaninger Mühlen-Wanderweg, das Landalmtal, die Schau-Käserei Kaslab´n oder die Privatbrauerei Shilling.

Karl Brunner

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