Rohstoffe in der Region verarbeiten - Osttirol Online


Rohstoffe in der Region verarbeiten

 

Das Gewerbe zu stärken und neue Arbeitsplätze im Bezirk Hermagor zu schaffen ist das Ziel des Interkommunalen Gewerbeparks „Karnische Region“. Bgm. Leopold Astner als neuer Geschäftsführer setzt dabei auf die Weiterentwicklung neuer Produkte durch regionale und österreichweite Kooperationen. Den Schwerpunkt werde man vorerst auf die holzverarbeitende Branche legen.

 

Die sieben Gemeinden des Bezirks Hermagor ziehen seit eineinhalb Jahren wirtschaftlich an einem Strang. Als gemeinsames Dach für diese Gemeinden-übergreifende Zusammenarbeit wurde im Herbst 2019 der interkommunale Gewerbepark „Karnische Region“ gegründet und um die Zusammenarbeit auf rechtliche Beine zu stellen, die IKZ GmbH, in der alle sieben Gemeinde vertreten sind. Hermagors Bgm. Leopold Astner ist seit der konstituierenden Sitzung des Gemeindeverbandes „Karnische Region“ Ende April neuer Geschäftsführer der IKZ GmbH. Bisher lagen die Führung von Gemeindeverband und IKZ mit Bgm. a. D Siegfried Ronacher bei einer Person. Diese zwei Funktionen wurden nun aufgeteilt. Neuer Vorsitzender des Gemeindeverbandes ist Bgm. Ronny Rull (St. Stefan), sein Stellvertreter Bgm. Josef Zoppoth (Kötschach-Mauthen), der dieses Amt bereits in der letzten Periode ausübte. „In der GmbH können natürlich die Aktivitäten und Entscheidungsfindungen anders getroffen werden als in einem durch die Gemeindeordnung geregelten Gemeindeverband“, so GF Leopold Astner. Die Aufteilung der Funktionen erlaube es nun die Arbeit zu intensivieren und mehr Effizienz zu erreichen. Als Vorsitzender des IKZ-Beirates wurde auch Bgm. Josef Zoppoth wiederbestätigt. „Wir werden konsequent daran arbeiten, zum erfolgreichen Standort für bedeutende unternehmerische Vorhaben zu werden“, so Astner. Er setzt dabei auf Kontinuität und Kooperationen, um den Gewerbepark zum Impulsgeber für den Wirtschaftsraum Gailtal zu machen. „Nicht gegenseitiges Konkurrieren von Gemeinden bei der Ansiedlung neuer Betriebe, sondern eine gemeinsame Ansiedlungspolitik ist das Ziel“. Konkret investieren alle sieben Gemeinden gemeinsam in die Ansiedelung neuer Betriebe, die Erträge – die Kommunalsteuer – wird im Gegenzug auch wieder auf alle Gemeinden aufgeteilt.

Auf Holz und Energie konzentrieren

Besonders konzentrieren will sich Astner vorerst auf Betriebsansiedelungen in den zwei größten Gewerbeparks in Kötschach und in Hermagor, „wobei natürlich auch Betriebsansiedelungen an anderen Standorten willkommen sind“. „In Kötschach hat die IKZ 3.000m² in der Modine-Halle angemietet und kann diese Fläche interessierten Betrieben rasch zur Verfügung stellen. In Hermagor steht im Osten des Burgermoos eine Fläche von etwa vier Hektar zur Verfügung. Dort ist die Ansiedlung der Firma bestwood Schneider geplant“, erklärt Astner. Die Firma bestwood Schneider plant dort die Errichtung eines Dämplatten-Werkes, das die Rohstoffe von benachbarten Firmen vor Ort, regional verarbeiten wird. Rund 50 Arbeitsplätze sollen dabei entstehen. Das Widmungsverfahren dieser Betriebsansiedelung sei bereits abgeschlossen. Derzeit werden die Fachgutachten für die gewerbebehördliche Genehmigung erstellt. Ein weiteres Ziel der IKZ, so Astner, sei die Weiterentwicklung neuer Produkte durch Zusammenarbeit verschiedener Firmen der gleichen Branche. „Dazu sollen Innovationswerkstätten gebildet werden, auch über die Grenzen hinweg. Vorläufig werde man sich in der IKZ GmbH auf die im Gailtal besonders starken Branchen Holz und Holzverarbeitung bzw. Energie konzentrieren. Besonders wichtig für die Zukunft der Gailtaler Betriebe befindet Astner auch die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der Region. Hierbei erwähnt sei die kürzlich von Verein „Zukunft Handwerk Industrie Gewerbe“ (ZHIG) gestartete Lehrlingsakademie, die auch von der IKZ GmbH unterstützt wird.   


Weitere Bilder:
Bgm. Ronny Rull ist neuer Vorsitzender des Gemeindeverbandes „Karnische Region“. Foto: VP Kärnten

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