Pflege-Nahversorgung verbessern - Osttirol Online


Pflege-Nahversorgung verbessern

Markus Pernull ist der erste Pflegekoordinator, der im Bezirk Hermagor seit 1. Oktober d. J. im Dienst ist. Er arbeitet im Dienst des Sozialhilfeverbandes und ist Ansprechperson in den Bereichen Pflege und Gesundheit in den sieben Gemeinden des Bezirkes.

Pflegekoordination ist ein kostenfreies Serviceangebot in der Region und richtet sich an ältere Menschen (über 75 Jahre) und pflegende Angehörige. Der Pflegekoordinator hat sein Büro in der Bezirkshauptmannschaft Hermagor. Der Pflegekoordinator hat die Aufgabe, Versorgungslücken in der Pflege zu erheben und organisatorisch-administrativ Hilfestellung zu geben, um für betroffene Bürgerinnen und Bürger in ihrem privaten Wohnbereich die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Selbständiges Wohnen soll trotz Hilfe- und Pflegebedürftigkeit so lange wie nur möglich erfolgen können. Pernull ist diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Sein Tätigkeitsfeld ist sehr breit: Es reicht von Information über Angebote (Gesundheitsförderung sowie Versorgungs- und Entlastungsangebote bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit) über Hilfestellungen, etwa bei Antragstellungen oder der Organisation von mobilen Diensten, bis hin zur Organisation von Besuchs-, Hol- und Bringdiensten, der Koordination nach Krankenhaus-Aufenthalten, sowie detaillierten Erhebung für weitere Planungen, wie beispielsweise dem Aufbau von Tagesstätten oder Pflegestammtischen.

 Frühzeitig helfen

Der Pflegekoordinator, ist ihm Rahmen bestehender Versorgungsstrukturen, insbesondere Berater und Netzwerker, um mit Gemeinden, dem Sozialhilfeverband, der Bezirkshauptmannschaft, der Gesundheits- und Pflegeabteilung des Landes, ebenso mit den Sozial- und Gesundheitsanbietern zusammenzuarbeiten.  Es gehe um niederschwellige Versorgungsangebote, um Pflegenahversorgung in den Gemeinden, die nach Bedarf auf- bzw. auszubauen sei, erklärt Pernull. Die frühzeitige Unterstützung älterer Menschen sei wichtig, dazu ist eine entsprechende Bedarfserhebung erforderlich. In Kooperation mit allen Beteiligten auf der Ebene der Gemeinden, des  Bezirkes und des Landes sollte es gelingen, die persönliche Selbständigkeit älterer Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Wohnumgebung zu erhalten um stationäre Pflege in Pflegeheimen hintanzuhalten sowie Synergien zu nutzen. Ein wichtiger Punkt ist für Pernull auch die Unterstützung der pflegenden Angehörigen bei ihrer oft sehr fordernden Aufgabe. Als Pflegenahversorger“ ist es das Ziel auch so viel wie möglich vor Ort und bei den Betroffenen zu sein. Der erste Pflegekoordinator, ein gebürtiger Hermagorer, ist 31 Jahre alt und voller Elan.

Karl Brunner

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Bitte geben Sie in das Textfeld den gewünschten Suchbegriff ein!