Neuer Ausbildungsschwerpunkt an Landwirtschaftlichen Fachschulen - Osttirol Online


Neuer Ausbildungsschwerpunkt an Landwirtschaftlichen Fachschulen

Ab dem Schuljahr 2020/21 wird an drei LFS-Standorten die Ausbildung zur Heimhilfe angeboten

Die Schnittmenge von Sozialreferat und Agrarreferat werden ab dem Schuljahr 2020/21 die Landwirtschaftlichen Fachschulen sein - "dann nämlich starten wir an drei Standorten - der LFS Litzlhof, der LFS Althofen und der LFS Ehrental - eine neue, dreijährige Ausbildungsschiene zum Heimhelfer", informierten Gesundheitsreferentin Beate Prettner und Agrarreferent LR Martin Gruber im Rahmen einer Pressekonferenz. "Die Herausforderungen im Pflegebereich nehmen mit der älter werdenden Bevölkerung stetig zu: Experten sehen Gesundheit und Pflege als die am schnellsten wachsenden Zukunftsbereiche. Bis 2030 wird der Anteil der über 75-jährigen Menschen in Kärnten um 35 Prozent auf 13 Prozent steigen! Die Zahl der Pflegegeldbezieher wird sich laut Prognosen um 22 Prozent erhöhen", erklärte Prettner.

Ausbildungsoffensive gestartet

Abgesehen von neuen Formen der Betreuung und Pflege müsse die Politik eine entsprechend ausreichende Zahl an Pflegemitarbeitern sichern. "Daher habe ich bereits entsprechende Weichen gestellt und eine Ausbildungsoffensive mit einem umfassenden Maßnahmenbündel gestartet - mit dem Ziel, binnen drei Jahren die Zahl der Absolventen de facto zu verdoppeln", so Prettner. Aktuell kann man sich in einer einjährigen Ausbildung zum Pflegeassistenten, in einer zweijährigen Ausbildung zum Pflegefachassistenten und in einem dreijährigen FH-Studium zum Bachelor schulen lassen. "Mit der neuen Ausbildungsschiene an den LFS starten wir nun mit einer vorgelagerten Ausbildung zur Heimhilfe - eine Ausbildung, die wesentlich ist, um ältere Menschen im Haushalt zu entlasten und dazu beizutragen, dass sie länger in ihrem gewohnten Umfeld leben", betonte Prettner.

Neue Berufsfelder

Die ländlichen Regionen Kärntens werden vom demografischen Wandel besonders betroffen sein. "Genau dort befinden sich auch die landwirtschaftlichen Fachschulen, deren Absolventen einen besonderen Zugang zum Mehr-Generationen-Haushalt haben", so Gruber. Sie sind es auch, die nach der Schulausbildung vor Ort bleiben, weil sie die bäuerlichen Betriebe übernehmen. "Das heißt, mit dieser Ausbildung schaffen wir regional und im ländlichen Raum eine Basisversorgung mit sozialen Betreuungsdiensten. Für die Absolventen tut sich damit ein neues Berufsfeld auf, das auch die Möglichkeit für ein Zusatzeinkommen am landwirtschaftlichen Betrieb bietet", erklärte Gruber die Vorteile des neuen Schwerpunkts. Möglich wird diese Ausbildung durch eine Kooperation mit dem Hilfswerk Kärnten. Wie Gruber informierte, werden Lehrkräfte des Hilfswerks gemeinsam mit Lehrkräften der landwirtschaftlichen Fachschulen den Unterricht übernehmen. Dadurch entstehen keine Zusatzkosten für das landwirtschaftliche Fachschulwesen. Die Ausbildung wird sowohl einen Theorieblock als auch 200 Unterrichtseinheiten Praxis im ambulanten wie stationären Bereich umfassen.

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