Natur und Kultur im Blick - Osttirol Online


Natur und Kultur im Blick

Zwischen Kötschach und Mauthen tut sich was. Jetzt gibt es einen „geokulturellen Spazierweg“, der vom Gailtaler Dom in Kötschach ins Hammerle nach Mauthen führt. Am 24. August wurde er offiziell eröffnet.

Natur und Kultur sind hier verbunden, Kulturdenkmäler und steinerne Natur, Fossilien und Gesteine des Erdaltertums, wollen vermehrt auf den GeoPark Karnische Alpen aufmerksam machen, denn Kötschach-Mauthen ist ein geologischer Hotspot. So findet man schon rund um den Gailtaler Dom Ammoniten als Zeugnisse der Eiszeit, einen versteinerten Baum sowie einen römischen Meilenstein (Tuffgestein) und den Marktstein von Kötschach (für Jahrmärkte anno 1793). Beim Rathaus findet man einen Stein mit einem 65 cm langen Geradhorn, die einst Meeresbewohner waren, sowie im Rathaus ein Modell eines krokodilähnlichen Ursauriers, dessen Fährten am Kötschacher Berg gefunden wurden. Netzkalke und Staurolith-Gneis findet sich bei der Gailbrücke. In Mauthen gibt es ebenfalls einen Marktstein bzw. Pranger zu sehen. Ein einst tropisches Korallenriff sowie Geradhörner können im Waldbad Mauthen besichtigt werden. Im Hammerle befindet sich ein großer Pochstein, der einst zum Schmieden von Eisen diente. Einen bizarren fossilreichen Kalkstein (Tabaluga) gibt es in Wetzmann beim Alpencamp.

Natur und Kultur im BlickDer 200 kg schwere Kalkblock wurde aus rund 2.100 m Seehöhe (nahe Rauchkofel) ins Tal geflogen. Im Stein sind längst ausgestorbene Geradhörner zu sehen, einstige gigantische Meeresbewohner und gewissermaßen Vorfahren der Tintenfische. Foto: k.brunner

 Interreg-Projekt

Dieser besondere 2,5 km lange Spazierweg ist im Rahmen eines Interreg-Projektes (Italien-Österreich)  seitens der EU kofinanziert, in Kooperation mit dem Via-Julia-Augusta-Konzertsommer 2019 ausgeführt, und bietet im Umfeld noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, vom Gailtaler Dom über die Hochwasserschutzmaßnahmen bis zu den kulturhistorisch interessanten kurz beschriebenen Häusern in Mauthen. Näheres ist auch im Besucherzentrum Geopark Karnische Alpen in Dellach/Gail 65. Das  Geoparkbüro UTI Karnien befindet sich in Tolmezzo.

Karl Brunner

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