Hospizbewegung steht Trauernden zur Seite - Osttirol Online


Hospizbewegung steht Trauernden zur Seite

Im Tageszentrum Möllbrücke fand der nunmehr dritte Regionentag der Hospizbewegung der Diakonie de la Tour statt.

Hospizbegleitung ist eine ehrenamtliche, kostenlose Tätigkeit, bei der professionell ausgebildete Mitarbeiterinnen Menschen in der letzten Lebensphase zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim begleiten. Speziell geschulte Mitarbeiterinnen sind auch für kranke und sterbende Kinder und Jugendliche, sowie deren Familien da und stehen ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite. Im Bezirk Spittal engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in vier Teams (Spittal, Mölltal, Oberes Drautal, Lieser- Maltatal), im Bezirk Hermagor sind es zwei (Hohenthurn und Hermagor), sodass Hospizbegleitung flächendeckend angeboten werden kann. Das Motto der Hospizbewegung der Diakonie de la Tour lautet „Den Tagen Leben geben“. Ihre Mission besteht darin, die Themen Tod und Trauer in die Gesellschaft zurückzubringen und sie aus ihrem Tabu-Status herauszuholen, da jeder Mensch, egal welchen Alters, damit konfrontiert ist. Die Hospizbewegung bietet diesen kostenlosen Dient auf Anfrage an. Ansprechpartner ist MMag. Alice Ebenberger, Tel. 0664 /88 654 853 und lädt auch jeden ersten Dienstag des Monats Betroffene zum Austausch ins „Otelo“ in Spittal.

Hospiz 4V. l.: Regionsleiterin (Bezirk Spittal) Alice Ebenberger, Pädagogische Leitung Doris Scheiring, Teamleitung Spittal Ursula Weiß-Wichert.

Ein Thema bei Kindern

Mit dem Programm „Hospiz macht Schule“ gehen Moderatorinnen in Schulen und behandeln im Klassenverband Themen wie Abschied, Trennung und Trauer. „Auf Anforderung in ganz Kärnten wird in sechsstündigen Workshops von jeweils zwei Hospiz-Mitarbeiterinnen das Thema ‚Abschied‘ altersgerecht aufbereitet“, so Regionsleiterin MMag. Alice Ebenberger. Abschied beschränkt sich nicht auf das Ableben eines Menschen, auch Scheidungen oder der Tod eines Haustiers hinterlassen bei Kindern Eindrücke, die Aufarbeitung benötigen. „Die Reaktionen auf diese Workshops sind durchwegs positiv, gibt es zuerst einen Vorbehalt von den Schulen selbst, werden wir nach den Workshops immer wieder angefragt“, meint Ebenberger. „Das Thema ‚Tod‘ kommt auch durch die Medien seht stark an die Kinder, sei es durch reale Berichte oder Unterhaltungsprogramm. Von den Erwachsenen wird es kaum den Kindern beigebracht und besprochen“. Das neueste Themenfeld der Hospizbewegung ist die Begleitung von Menschen mit Behinderungen, die von speziell geschulten Ehrenamtlichen geleistet wird. Die Arbeit der Hospizbewegung ist dabei an keine Konfession gebunden. „Wir sind keine Seelsorger, Sterben betrifft uns alle, die Religion ist dabei nicht wichtig“.

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