Hier wächst der „Hupfa-Wein“ - Osttirol Online


Hier wächst der „Hupfa-Wein“

Weinbau gibt es auch in Oberkärnten, im Gailtal ebenso wie im Liesertal oder im Drautal, jedoch nur vereinzelt und auch flächenmäßig eher bescheiden.

Im Drautal, genauer gesagt, in Schlussnig oberhalb von Berg im Drautal, auf 800 m Seehöhe, kann man gleich neben dem Weingarten der Familie Niedermüller vulgo Hupfa auch noch in eine sehr einladend gestaltete Weinbuschenschenke einkehren. Es dürfte die einzige – vor drei Jahren eröffnete -  neu gebaute Weinbuschenschenke in Oberkärnten sein. Der Familienbetrieb bietet neben den eigenen Weinen auch Jausen mit Produkten aus der eigenen Landwirtschaft sowie Säfte, selbstgebackenes Brot, Freilandeier, usw. an. Begonnen mit dem Weinbau vor zehn Jahren hat der nunmehrige Altbauer und gebürtige Steirer Jakob Grasser, der nach wie vor fleißig im Weingarten arbeitet.

Herausforderung

Die Rebfläche umfasst inzwischen einen Hektar mit 3.500 Weinstöcken. Insbesondere die Rebsorten Roesler und Regent (Rotweine) sowie Muscaris und Solaris (Weißweine)  werden angebaut. „Wein hat mich schon immer interessiert, ist eine Herausforderung“, sagt Grasser, der sich nach und nach das nötige Know-how erarbeitet hat. Er weiß, dass die Bedingungen für den Wein jedes Jahr anders  sind, kein Jahr gleicht hier dem vorigen. Heuer dürfte die Ernte nicht so ausfallen wie man es sich wünschen würde. Florian Niedermüller und seine Gattin Nadja - sie ist auch Gastronomin -  führen den Betrieb und kümmern sich um die Produkte, den Wein und um die Gäste. Sie betont das Anliegen, auf Regionalität, regionale Produkte und die Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben zu setzen und so weit als nur möglich auf den Einklang mit der Natur zu achten.

Bauernhof-Tradition

Während Florian auch noch tageweise als Mechaniker beschäftigt ist, macht Nadja unter anderem auch Weinführungen für Gäste oder Schüler und macht die notwendigen Vorbereitungen für Bewirtung sowie Gassenverkauf der kulinarischen Spezialitäten. Auch private Feiern und Hochzeiten werden organisiert und erfreuen sich hier großer Beliebtheit. Im Herbst wird auch zum traditionellen Törggelen geladen, und wie versichert wird, gibt es da auch eigene Kastanien aus der Gegend. Der Bauernhof der Familie weist eine dreihundertjährige Geschichte auf, die Weinbuschenschank bedeutet eine große Aufwertung der relativ kleinen Landwirtschaft. Im gemütlichen Ambiente der Buschenschenke Hupfa ist man gerne willkommen und erfährt nach Wunsch alles über die Hofbewirtschaftung wie auch über die Herstellung der „Hupfa-Weine“.

Karl Brunner

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