Gmünd zeigt Quinn-Fotografien - Osttirol Online


Gmünd zeigt Quinn-Fotografien

Wegen Corona musste die für heuer vorgesehene Ausstellung mit Werken von Picasso abgesagt bzw. auf nächstes Jahr verschoben werden. Aber deswegen ist es mit Picasso in diesem Jahr nicht ganz vorbei.

Die Kulturinitiative Gmünd mit Dr. Erika Schuster ist sehr kreativ und erfinderisch. Denn es gelang der Kulturinitiative etwas Neues auf die Beine zu stellen, nämlich die Ausstellung „Von Picasso bis Hockney. Edward Quinn. Künstlerfotograf“. Hier wird eine wunderbare Auswahl an Fotografien des Iren Edward Quinn geboten. Quinn ist ein Grandseigneur der Künstlerfotografie, der heuer seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte. Somit wird es in dieser für alle schwierigen Kultursaison in der Stadtturmgalerie Gmünd doch wieder ein erstklassiges Highlight geben, kuratiert von MMag. Julia Schuster und Dr. Erika Schuster.

Tolle Alternative

Kulturchefin Erika Schuster freut sich über das Entgegenkommen und die große Solidarität, die das Edward Quinn Archive (Schweiz) damit bewiesen hat, mit dem bereits in der Vorbereitung des Picasso-Kataloges eng zusammengearbeitet wurde. Nur so konnte heuer die hochqualitative Alternative - für die auf 2021 verschobene Picasso-Ausstellung - ermöglicht werden. Edward Quinn (1920–1997) ist berühmt für seine einfühlsamen und sensiblen Fotografien prominenter Persönlichkeiten aus Film, Adel und Geldadel – sehr bekannt sind seine berühmten Aufnahmen von Grace Kelly, Brigitte Bardot, Cary Grant oder Romy Schneider - und vor allem als begehrter Künstlerfotograf der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Fotografien, die in renommierten internationalen Ausstellungshäusern zu sehen sind, zeichnen sich durch einprägsame und unaufdringliche Einblicke in die Welt der Künstler und ihre Kunst aus. Quinn verstand es auf seine Art, das künstlerische Werk, die Persönlichkeit und das Leben des jeweiligen Künstlers in seinen Fotografien untrennbar zu einer Einheit zu verschmelzen. Das gilt insbesondere auch für Picasso, dessen Freund und Begleiter er jahrzehntelang war.

Die Ausstellung im Stadtturm Gmünd zeigt mit mehr als 70 Fotografien eine repräsentative Auswahl von einfühlsamen, sehr persönlichen Aufnahmen Quinns von insgesamt 20 Künstlerpersönlichkeiten, darunter Alexander Calder, David Hockney, Francis Bacon, Salvador Dalí, Georg Baselitz, Alberto Giacometti, Max Ernst oder auch Henri Matisse und Joan Miró, die in Gmünd bereits in Einzelausstellungen zu sehen waren. Und die Picasso-Fotografien sind in einem eigenen Raum zu bestaunen. Ein wahres Who is Who der modernen Kunst in Fotografien. Diese Ausstellung, die vom 6. Juni bis 11. Oktober, täglich von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr zu sehen ist, soll auch Lust machen auf die große Picasso-Ausstellung im nächsten Jahr.

Katalog

Der zur Ausstellung erscheinende umfangreiche Katalog bietet neben Abbildungen aller ausgestellten Werke auch einen Einblick in die sehr persönlichen schriftlichen Aufzeichnungen und Erinnerungen Edward Quinns. Sobald dies wieder möglich sein wird, werden für Familien und Kleingruppen Ausstellungsführungen mit Kunstvermittler Johannes Krämmer angeboten. Es gibt auch spannende Quinn-Matineen im Kulturkino Gmünd: Samstag, 25. Juli, um 11 Uhr, MMag. Julia Schuster: Die Riviera als Bühne. Picasso an der Côte d´Azur; Samstag, 15. August, 11 Uhr, Intendantin Angelica Ladurner: Augen-Blicke. Literatur über das Sehen; Samstag, 29. August 2020, 11 Uhr, Univ. Prof. Dr. Edgar Lein: Edward Quinns Fotos von Künstlern im Atelier.

k.brunner

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