Gitschtal Forum 2019: Für mehr kreatives Denken - Osttirol Online


Gitschtal Forum 2019: Für mehr kreatives Denken

In Weißbriach ging das mittlerweile vierte „Gitschtal Forum“ über die Bühne.  Rund 120 Zuhörer verfolgten gespannt den Vortrag vom Star-Pianisten Ingolf Wunder, der erklärte, warum Kreativität so entscheidend für die Zukunft sein wird. Auch über das wirtschaftliche Potential von Holz im Gitschtal wurde gesprochen. 

Seit mittlerweile vier Jahren findet im Oktober das „Gitschtal Forum“ im Kultursaal in Weißbriach statt. Das „Gitschtal Forum“ ist eine Initiative der Gruppe „e5 – Zukunft Gitschtal“. In den letzten vier Jahren konnten bereits 20 größere und kleiner Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Energie und Kommunikation entwickelt und umgesetzt werden. Dieses Jahr stand diese Initiative ganz im Zeichen von „Holz trifft Ton“.  Kreativität und Leidenschaft für Kunst, Wirtschaft und die Zukunft wurden gefordert.

Kreatives Denken fördern

Herausragender Referent des Abends war der Kärntner Starpianist Ingolf Wunder. Er plädierte in seinem Vortrag dafür, kreatives Denken zu fördern und der Kunst mehr Wertigkeit im Alltag und der Bildung zukommen zu lassen. „Wir müssen den Menschen wieder auf eine höhere Ebene stellen als die Technik“, zeigte sich der Pianist überzeugt. „Dafür muss das Schulsystem von Grund auf revolutioniert werden, denn Kreativität und Leidenschaft bleiben im aktuellen System auf der Strecke.“ Gemeinsam mit seiner Frau startete Wunder daher das Startup „Appassio“, die erste Echtzeit-Online-Lern- und Lehrplattform exklusiv für alle Bereiche der Kunst.

Gitschtalforum 2Star-Pianist Ingolf Wunder hielt einen Workshop mit rund 200 Schülern des BORG und der HLW Hermagor. Fotos: e5 – Zukunft Gitschtal / Hans Jost

Ein „genialer“ Rohstoff

Stefan Leitner vom Verband „Holzbau Austria“ und gleichzeitig Vertreter von „proHolz Oberösterreich“ demonstrierte, wie die Holzwirtschaft mit neuen Wegen zum Erfolg gelangen will. Für ihn liegen die Fakten klar auf der Hand. „Alle 40 Sekunden wächst in den österreichischen Wäldern genug Holz für den Bau eines Holzhauses nach“, erklärte der Holzexperte. Insbesondere für das Gitschtal ortete der Oberösterreicher großes Potenzial. „Das Gitschtal verfügt als waldreiche Region über besonders viel von der wertvollen Ressource Holz. Noch viel wichtiger ist allerdings, dass es hier auch das Know-how und die Menschen gibt, die etwas daraus machen. So wird Holz zu einem echten regionalen Wirtschaftsfaktor“, zeigte sich Leitner überzeugt. Der Gailtaler Architekt Herwig Ronacher verdeutlichte anhand seiner zahlreichen Projekte, wie vielfältig Holz bei diversen Bauprojekten eingesetzt werden kann: „Ökologisches Bauen, besonders mit dem Werkstoff Holz, Baubiologie und energiebewusstes Bauen sind zentrale Elemente in unserer Arbeit“. Die Holzexperten Leitner und Ronacher diskutierten darüber hinaus mit Vertretern aus Industrie, Holz- und Forstwirtschaft im Rahmen eines Arbeitskreises über mögliche Themen der Zusammenarbeit.

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