Gemeinden setzen auf Energie aus der Sonne - Osttirol Online


Gemeinden setzen auf Energie aus der Sonne

Die Klima und Energie Modellregion „Millstätter See“ (KEM)  setzt schon seit längerem einen Schwerpunkt im Bereich Sonnenstrom. Die KEM-Gemeinden Lendorf und Seeboden gehen mit gutem Beispiel voran und errichteten Photovoltaikanlagen auf den gemeindeeigenen Gebäuden.

Gemeindeamt, Volksschule, Kindergarten, Bauhof, Feuerwehr und Sportanlage - in der Gemeinde Lendorf haben sechs Gemeindegebäude eines gemeinsam: sie haben ein Kraftwerk am Dach. Genauer gesagt sind dies Eigenverbrauchsanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 60 Kilowatt peak (kWp). Für Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger haben die Gemeinden in dieser Hinsicht eine wichtige Vorbildfunktion. „Als Gemeinde möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Voraussetzungen für die Erzeugung von Sonnenstrom in unserer Region besonders günstig sind.“ Beim Gesamtprojekt konnten auch die verfügbaren Förderungen bestens ausgenutzt werden. So wurde durch die KEM-Investitionsförderung und der kombinierten Landesförderung der Finanzierungsbeitrag der Gemeinde deutlich reduziert, erklärte KEM-Manager Georg Oberzaucher.

Am Kulturhaus in Seeboden

Auch in der Marktgemeinde Seeboden am Millstätter See wurde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kulturhauses errichtet. Die Leistung beträgt 200 kWp, einem Strombedarf von rund 50 Haushalten. Die Marktgemeinde stellt die Dachfläche zur Verfügung, betrieben wird die Anlage vom Projektpartner, der Converso GmbH aus Möllbrücke, welche die Anlagen in Seeboden und Lendorf auch errichtete. „Neben dem ökologischen Beitrag profitiert die Gemeinde auch von einem günstigeren Strombezug“, so Bgm. Wolfgang Klinar. Ein wichtiges Signal ist dieses Projekt vor allem für Umweltreferentin Lorène Stranner: „Als Mitgliedsgemeinde der KEM ist es uns ein Anliegen, den Ausbau von Sonnenstrom zu forcieren. Jetzt wird auf einer sonst brach liegenden Dachfläche der Gemeinde ökologisch Strom produziert“.

„Die Sonne schickt keine Rechnung“

KEM-Manager Georg Oberzaucher sieht den anhaltenden Trend hin zum PV-Strom positiv und verweist auf die derzeit sehr interessante Förderungssituation. „Sowohl für Private als auch für Betriebe und Gemeinden gibt es aktuell umfassende Förderungsprogramme, die eine Umsetzung von Photovoltaikanlagen besonders interessant machen. Investitionsförderungen für Module oder Stromspeicher und geförderte Einspeistarife tragen jetzt dazu bei, dass sich die Anlagen schneller amortisieren. Auch die Photovoltaik-Module würden immer günstiger werden.


Weitere Bilder:
Feuerwehr - Lendorf
Gemeindeamt - Lendorf

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