Gemeinden schicken neues Rufbus-System an den Start - Osttirol Online


Rufbus-System wurde auf Schiene gebracht

„Sozalmobil Hermagor-Gitschtal“ heißt ein neues Rufbussystem in den beiden benachbarten Gemeinden, das als LEADER-Projekt vorerst zwei Jahre laufen und älteren Menschen sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen in ihrer Mobilität unterstützen soll. Im letzten Gemeinderat wurde das Projekt zur Umsetzung beschlossen.

Ältere Menschen und jene mit einer Behinderung sind häufig von der Mobilität ausgeschlossen. Besonders im ländlichen Raum mit seinen weiten Anfahrtsstrecken wird der Einkauf oder ein Arztbesuch für diese Gruppen häufig zur logistischen Herausforderung. Um hier Erleichterung zu schaffen, riefen die Gemeinde Gitschtal und die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See ein flächendeckendes Rufbussystem ins Leben. Das „Sozialmobil Hermagor-Gitschtal“ soll älteren Menschen und jene mit besonderen Bedürfnissen mobil machen. „Mit dem ‚Sozialmobil‘ schließen wir in den beiden Gemeinden eine wichtige Lücke, um all jenen, die weder ein eigenes Auto noch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können, Wege des täglichen Lebens zu ermöglichen. Gerade am Land ist es wichtig, unabhängig und barrierefrei unterwegs sein zu können“, erklärte Bgm. Siegfried Ronacher.

Auf Abruf und fixer Fahrplan

Das Fahrzeug wird eigens angeschafft und so ausgerüstet, dass bequem auch zwei Rollstühle darin transportiert werden können. Der Betrieb wird vom Mobilbüro Hermagor übernommen. Es wird ein eigenes Streckennetz ausgearbeitet. Der Bus ist auch gezielt buchbar, wer einen Transport wünscht, kann sich beim Mobilbüro Hermagor melden und wird dann abgeholt. Es werde auch einen fixen Wochenfahrplan geben, wobei die Ortschaften gezielt angesteuert werden. Eine Terminplanung und -koordinierung mit Ärzten und öffentlichen Stellen wird dadurch erleichtert. Für Menschen mit einem Behindertenpass werde die Fahrt kostenlos sein, Menschen über 60 Jahre zahlen einen Fahrtkostenbeitrag von 2,50 Euro.

Zwei Jahre Betrieb

Das „Sozialmobil Hermagor-Gitschtal“ ist ein LEADER-Projekt und soll vorerst bis 2022 laufen. 60 % der Gesamtkosten von 135.740 Euro werden über die LEADER-Förderung lukriert. Der Eigenmittelanteil der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See beträgt 54.296 Euro, durch die gemeinsame Umsetzung mit der Gemeinde Gitschtal konnte der Förderbeitrag wesentlich erhöht werden. „Sobald die Leaderstelle in Klagenfurt die Formalitäten für das Projekt erledigt hat, werden wir damit starten. Ich denke, das wird heuer noch sein. Das ‚Sozialmobil‘ ist ein echtes Bedürfnis der Bevölkerung, es gibt genügen Leute, die es wirklich brauchen“, so Ronacher.  Zu dem Projekt wird es zeitgerecht Info-Veranstaltungen geben.

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