Gelebtes Kulturerbe: Die Internationalen Oberdrautaler Flößertage. - Osttirol Online


Gelebtes Kulturerbe: Die Internationalen Oberdrautaler Flößertage.

Rund 200 Teilnehmer aus acht Nationen waren dabei. Die sechs Flöße wurden in Oberdrauburg eingebunden, in drei Tagen ging es in drei Etappen nach Spittal, wo die Flöße an der Draulände nahe der Brücke zu Baldramsdorf dann anlegten. Station gemacht wurde in Berg, Radlach, Sachsenburg, wo am Sonntagmorgen eine Flößermesse gehalten wurde, und Spittal. In Tennishalle feierte man das Finale mit einem Abschlussfest. Fünf Flöße erreichten unbeschadet das Ziel in Spittal eines wurde beim Anlegen in Sachsenburg beschädigt, musste aufgeben.

1V. l.: Bürgermeister Heinz Gerber aus Baldramsdorf, Marianne Pichler, Stadtrat Franz Eder und Wilfried Pichler, Obmann des Flößervereines Oberes Drautal. Foto: riepress

Lange Tradition

„Kärntner Holzstraße“, so wurde die Drau im 17. Jahrhundert bezeichnet. Früheste Hinweise auf den Güterverkehr auf der Drau finden sich bereits im 13. Jahrhundert. Spittal steht das Privileg des Flößens bereits seit dem Jahr 1400 zu. Die Drau ist ab Oberdrauburg mit Flößen befahrbar. Das Flößerjahr dauerte in der Regel von Georgi (16. März) bis Martini (11. November).

5Die Flößergruppe aus Sachsenburg.

Oberdrautaler Flößer

1990 wurde der Verein der Oberdrautaler Flößer gegründet, mit dem Ziel die Tradition nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sechs Ortsgruppen fanden sich zusammen: Oberdrauburg, Dellach, Berg, Greifenburg, Sachsenburg und Spittal-Baldramsdorf. Der Verein ist auch Mitglied beim internationalen Flößerverband. Seit der Gründung organisieren die Oberdrautaler Flößer jedes Jahr im August die „Oberdrautaler Flößertage“, jede der sechs Gruppen steuert ihr Floß in den drei Tagen auf der 55 km langen Strecke von Oberdrauburg nach Spittal. Heuer fand nach 1991 und 2000 ein internationales Flößertreffen statt. Das Wissen um die Flößerei auf der oberen Drau wurde 2014 auch als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Floß ZiacherDas Anlanden der Flöße brauchte die vereinten Kräfte der „Floßziacher“.

Floß ActionÄußerste Konzentration beim Anlanden, die Flößergruppe Greifenburg.

6Für eine sichere Landung in Spittal sorgte die FF Baldramsdorf, im Bild mit LA Ferdinand Hueter, der den Florianis eine Stärkung brachte. Foto: riepress

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