Erstes Quartal war sehr trocken - Osttirol Online


Erstes Quartal war sehr trocken

Im Süden und Osten Österreichs fiel im ersten Quartal dieses Jahres nur rund die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge. Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr wurde das Feuermachen und Rauchen im Wald und waldnahen Flächen behördlich verboten.

Das Frühjahr zeigt sich heuer bisher sehr trocken. In der Österreichweiten Auswertung fiel seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent weniger Niederschlag als im Vergleich zum Mittelwert vergangener Jahre. Von Osttirol über Kärnten und die Oststeiermark bis in das Südburgenland fehlen rund 50 bis 80 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geophysik (ZAMG). An der Messstelle in Lienz wurde neben Wien einer der trockensten Jahresanfänge der letzten 120 Jahre verzeichnet. Vom 1. Jänner bis 8. April fielen nur 57 Millimeter Niederschlag, das Mittel für diesen Zeitraum beträgt 127 Millimeter. Einen Trend bedeute dies aber nicht. Laut ZAMG gab es 2014, 2016 und 2018 in Osttirol und Oberkärnten auch sehr nasse Starts ins Jahr.

Gefahr von Waldbränden

Aufgrund der fehlenden Niederschläge in den letzten Wochen ist der Waldboden sehr trocken und es besteht bereits akute Waldbrandgefahr. Die Waldbrand-Datenbank der Universität für Bodenkultur (https://fire.boku.ac.at) verzeichnete in gesamt Österreich heuer bereits 71 Waldbrände, über die Hälfte mehr, als im Vorjahr. In den beiden Oberkärntner Bezirken Spittal und Hermagor wurde aus diesem Grund das Feueranzünden und das Rauchen im Wald und in waldnahen Flächen per Verordnung durch die Bezirkshauptmannschaften verboten. Waldbesucher sollten neben den geltenden Verboten auch Vorsichtsmaßnahmen beachten, wie keine Glasflaschen oder Dosen im Wald zurücklassen. Auch Autos sollen nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, denn schon ein heißer Auspuff könne Auslöser eines Waldbrandes werden, warnten die „Land und Forstbetriebe Österreich“. Laut einer Presseaussendung der Polizei gab es bei Berg im Drautal und Kleblach-Lind kleinere Böschungsbrände, die von den örtlichen Feuerwehren rasch gelöscht werden konnten. Laut Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober kam es aber bisher zu keinen größeren Trockenheits-Einsätzen, dasselbe gilt auch für den Bezirk Hermagor. Die Feuerwehr sei aber gut vorbereitet, versicherten die Bezirkskommandos.

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