Emissionsfrei von Spittal ins Lieser- und Maltatal - Osttirol Online


Emissionsfrei von Spittal ins Lieser- und Maltatal

Zwischen Spittal und Rennweg wird zur Zeit ein elektrisch betriebener Linienbus getestet.

Der öffentliche Verkehr ist ein wesentlicher Teil der Grundversorgung einer Gesellschaft. Dieser bewegt sich aber im Spannungsfeld zwischen einem wachsendem Mobilitätsbedürfnis und dem Klimaschutz. Laufende Verbesserungen seien hier gefordert, ist man sich bei den Klima- und Energiemodellregionen „Lieser-Maltatal“ und „Millstätter See“ und dem Busunternehmen Bacher Reisen einig. Deshalb testet das Busunternehmen gemeinsam mit den beiden KEMs einen zu 100 Prozent batteriebetriebenen Linienbus im Linienbetrieb zwischen Spittal und Rennweg bzw. Pflügelhof im Maltatal. Vorbehaltlich aktueller Bestimmungen bedingt durch die Corona-Krise wird der Bus drei Wochen lang, noch bis zum 23. April hier zu Testzwecken zum Einsatz kommen. Das Fahrzeug mit 70 Sitz- und Stehplätzen wird von der Firma Solaris, einem europäischen Marktführer auf diesem Gebiet, zur Verfügung gestellt. „Das Fahrzeug wird auf seine Alltagstauglichkeit im Regionalverkehr getestet. Dazu gehört das Prozedere des Aufladens, der Umgang mit der Ladeinfrastruktur, die etwas andere Fahrweise für den Lenker, sowie auch das Verhalten auf steileren Straßen inklusive der realistischen Reichweite zwischen den Ladevorgängen“, erklärt Martin Bacher als regionaler Betreiber.

Infrastruktur ist Voraussetzung

Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse sollen darüber Auskunft geben, in welchen Bereichen der Einsatz von batteriebetriebenen Bussen in unserer Region sinnvoll ist und als Entscheidungsgrundlage dienen, ob bei zukünftigen Ausschreibungsverfahren des öffentlichen Verkehrs bereits E-Busse berücksichtigt werden sollen. Das ist ein weiterer Schritt auch zur Erfüllung der EU-Klimavorgaben. „Elektro- sowie Wasserstoffantriebe sind emissionsfrei und können einen Beitrag dazu leisten, Mobilitätsangebote CO2-neutral zu gestalten. Wichtig ist es aber gleichzeitig, den Ausbau der dazu nötigen Infrastruktur auf Basis erneuerbarer Energie zu forcieren. Auch hier haben wir in der Region optimale Voraussetzungen“, sind sich die beiden KEM Manager Hermann Florian und Georg Oberzaucher einig. Franz Aschbacher von der Firma ASTRA-Bioprojekte und Betreiber der Exklusiv-E-Tankstelle in Seeboden wird diese Tests unterstützend begleiten. Er bringt seine Erfahrungen mit der firmeneigenen PKW Flotte ein, die bereits seit einem Jahr elektrisch unterwegs ist.


Weitere Bilder:
KEM Manager Hermann Florian
Mit dem Projekt wird abgeklärt, inwiefern ein E-Bus auch für Oberkärner Täler geeignet ist. Foto: Hermann Florian
Mit dem Projekt wird abgeklärt, inwiefern ein E-Bus auch für Oberkärner Täler geeignet ist. Foto: Hermann Florian
KEM Manager Georg Oberzaucher
Projektleiter Manfred Striedinger
Franz Aschbacher ASTRA Bioprojekte
Martin Bacher setzt in seinem Busunternehmen den Testbetrieb um. Foto: Bacher

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