Ein Bio-Bauer mit Ideen - Osttirol Online


Florian Lugger, Maria Luggau: Ein Bio-Bauer mit Ideen

Köstlich cremige Joghurts mit natürlichem Fruchtgeschmack aus bester Heumilch im Glas gibt es beim innovativen Jungbauer Florian Lugger in Maria Luggau/Moos. „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ sind für ihn keine Schlagworte.

Florian Lugger, Jg. 1993, vom „Lechnerhof“ in Moos bei Maria Luggau hat sich schon während seiner Ausbildung im Agrarmanagement auf der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein in der Steiermark Gedanken über die Zukunft als Landwirt bzw. über den elterlichen bäuerlichen Betrieb gemacht, den er nach Bundesheerdienst und einigen Jobs auswärts vor zwei Jahren übernommen hat. Als er mit der Milchverarbeitung eine Nische gesucht und gefunden hatte, wurde in eine kleine Hofmolkerei investiert. Täglich wird nun seit gut einem Jahr die frisch gemolkene Bio-Heumilch zu verschiedenen Milchprodukten verarbeitet. Lugger setzt insbesondere auf die Produktion von Fruchtjoghurts, die er selbst vermarktet. Der „Lechnerhof“ auf 1.145 m Seehöhe ist ein Bio-Bauernhof, dementsprechend werden hier Bio-Fruchtjoghurts mit verschiedenen natürlichen Geschmacksrichtungen – von Waldfrüchten über Himbeere, Erdbeere, Pfirsich-Marille bis zu Vanille – hergestellt. Weitere hochwertige Produkte aus eigener Hand sind Frischmilch, Butter, Mozzarella und der sehr fettarme Bio-Hüttenkäse, der ebenfalls im schön geformten und etikettierten kleinen Mehrweg-Glas (180 g) angeboten wird. Unterstützt wird Florian bei seiner Arbeit in der Hofmolkerei von seiner Mutter Theresia.

Arbeiten mit der Natur

Er wollte was „Eigenes, Selbstgemachtes, Unseres“ schaffen  - auf lesachtalerisch heißt dies „Insrigis“: genau das ist sein Markenname und auf dem Logo auf den Produkten zu lesen. Die Produkte sind im Ab-Hof-Verkauf abzuholen und sie werden – nach Rücksprache – auch zugestellt. Das Leben und Arbeiten mit der Natur wird am Lechnerhof großgeschrieben. So wird großer Wert auf die schonende und naturbelassene Bewirtschaftung der Felder gelegt. Bei der Fütterung gibt es für die Kühe nur Heu und frisches Gras, auf den Einsatz von Gärfutter und Kraftfutter wird verzichtet. „Für die Verpackung unserer Produkte verwenden wir Mehrweggebinde. Bei dieser Art der Verpackungswirtschaft fallen keine umweltbelastenden Stoffe wie z.B. Plastik an“, weist Florian auf die Mehrweggläser der Fruchtjoghurts und der übrigen Milchprodukte hin. Nachhaltigkeit müsse überall wichtiger genommen werden.

Immer weiterbilden

Der „Lechnerhof“, ein Erbhof, ist seit 1661 in Besitz der Familie Lugger, er umfasst 25,6 ha Fläche. Davon 17,3 ha Wald und 8,4 ha Grünland/Ackerflächen. Die Selbstversorgung umfasst auch eigenes Brot, Eier, eigene Kartoffeln, Gemüse und Honig. Durch ein eigenes modernes Kleinwasserkraftwerk sowie eine Biomasseheizung mit Solarunterstützung ist der Betrieb energieautark und liefert ausschließlich erneuerbare Energie. Florian bildet sich durch verschiedenste Fachkurse (u.a. im Bereich Milchwirtschaft, Fleischverarbeitung) weiter, er ist auch ehrenamtlich sehr aktiv tätig, bei der Musikkapelle, der Feuerwehr, der Katholischen Jugend sowie bei Agrar- bzw. Weggemeinschaften. „Ich bin gerne Bauer“, sagt Florian und freut sich über viele Stammkunden. Den Kundenkreis möchte der junge Bio-Bauer noch erweitern.

Karl Brunner

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