Das Tal zieht an einem Strang - Osttirol Online


Das Tal zieht an einem Strang

Die vier Gemeinden des Oberen Gailtals sehen sich aufgrund ihrer geografischen Randlage mit den gleichen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Im „Talschaftsparlament“ wird darüber diskutiert und nach Lösungen gesucht. Nach einem halben Jahr gibt es nun einen gemeinsamen Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit.

Die Gemeinden Lesachtal, Unter- und Obertilliach sowie Kartitsch bilden einen gemeinsamen Lebensraum. Bgm. Ing. Matthias Scherer (Obertilliach): „Von Tassenbach bis Kötschach haben wir die gleichen Probleme aber auch die gleichen Chancen.“ Während des Sommers trafen sich Vertreter der Gemeinden, um über die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft und soziale Angelegenheiten zu sprechen. „Im ´Talschaftsparlament‘ will man einen Aufschwung und eine positive Stimmung in das von Abwanderung betroffene Tal bringen“, so der Sprecher der Gruppe, Bgm. Johann Windbichler (Lesachtal).

Gemeinsame Ziele

Der Fahrplan sieht mehrere gemeinsame Ziele vor. Mit einer Talschaftszeitung, die vorerst zwei Mal im Jahr erscheint und sozialen Medien fördert man die Kommunikation. Um die regionale Wertschöpfung zu steigern, wird an eine gemeinsame Werbeplattform der Firmen gedacht. Weiters sollen mehr Busse verkehren. Und man möchte als Tourismusregion auftreten und Kooperationen bei Marketing und Budgetierung eingehen. Ein Problem ist für die Gemeinden allerdings die Landesgrenze. Es gibt unterschiedliche Bestimmungen und Förderungen, Bauvorschriften und Tourismusabgaben.

Leitar Talschaft 1Die Arbeit des Talschaftsparlaments wurde in Obertilliach präsentiert. Am 9. November wird der Maßnahmenkatalog in Liesing vorgestellt.

Namensgebung schwierig

Mit der Detailplanung beschäftigten sich Raumplaner Dr. Thomas Kranebitter, Landschaftsplaner DI Gerald Altenweisl sowie die Marken- und Produktentwicklerin Petra Wolffhardt. Erste Ergebnisse befinden sich in einem Maßnahmenkatalog, der beim „Talschaftsfest“ am 9. November in Liesing präsentiert wird. Raumplaner Dr. Thomas Kranebitter erklärt: „Die Projektierung soll noch heuer abgeschlossen werden, um im nächsten Jahr gleich mit der Umsetzung einzelner Vorhaben zu starten.“ Uneins ist man noch beim gemeinsamen Namen, unter dem sich die Talschaft nach außen hin - vor allem touristisch – präsentieren möchte. „Tiroler Gailtal“ oder doch „Lesachtal“ stehen zur Debatte. „Wir wollen erst mit der Arbeit beginnen und uns später darüber Gedanken machen“, so  Scherer. Beim „Talschaftsfest“ bekommen die Bürger dann die Möglichkeit, sich mit ihren Meinungen zu den Zukunftsplänen einzubringen.

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