Das „Sagamundo“ mausert sich - Osttirol Online


Das „Sagamundo“ mausert sich

In einer kleinen Feier wurde die Sagenlandschaft des „Haus des Erzählens“ in Döbriach erweitert. Für das kommende Jahr ist eine weitere Investition in einen Sagen-Rundweg geplant. Als „Turbo“ dient die Investitionsoffensive des Landes Kärnten für Saisonverlängernde Maßnahmen. Im Rahmen der Feier wurde dem Sagamundo und Tourismusbüro auch das Kärntner Qualitätssigel verliehen.

Das Sagamundo in Döbriach ist die „Hüterin der Sagen der Region“, beschrieb Tourismusbüroleiterin Mag. Melanie Golob die touristische Einrichtung treffend. 2008 wurde das „Haus des Erzählens“ als Schlechtwetterangebot für Urlauber und Einheimische rund um den Millstätter See eröffnet. Mittlerweile sind im „Haus des Erzählens“ 30 verschiedene Sagen aus der Region und aus ganz Kärnten nachgestellt, musikalisch und bildlich aufbereitet und erlebbar gemacht – Sagen buchstäblich zum Anfassen. Diese Sagen- und Geschichtenlandschaft wurde nun um eine neue Station erweitert: das „Bergmanns-Lied“. Die Projektverantwortliche, Monika Peitler, setzte sich hierin thematisch mit dem Bergbau auseinander, der in der Region um Radenthein tief verankert ist und eine bedeutende Rolle spielte, bzw. Immer noch spielt. Umgesetzt wurde die Station, wie auch einige andere davor, mithilfe von Freunden und Unterstützern des Sagamundo, verriet Peitler, die sich im Rahmen der kleinen Eröffnungsfeier auch herzlich bei allen Mitwirkenden bedankte.

Entwicklungsschub durch Förderung

Diese Unterstützung war willkommen, denn die einzelnen Stationen wurden mit einigem künstlerischen, handwerklichen und technischen Aufwand umgesetzt und das Budget des im Besitz des TVB und der Gemeinde befindlichen Hauses war nie üppig, verriet die Büroleiterin Melanie Golob. Bei aller Kreativität und allen Ideen musste kostendeckend gearbeitet werden. Einen Entwicklungs-Turbo bietet seit 2020 die Förderoffensive für regionale Ausflugsziele des Landes Kärnten, die Tourismus-Landesrat Sebastian Schuschnig 2020 initiiert hat. „Vieles wurde möglich, diese Förderungen waren wie ein Motor für uns“, so Golob. So wurde das Sagamundo für die Anforderungen des internationalen Tourismus fit gemacht. Homepage und Audio-Guides informieren jetzt in vier Sprachen. Vor dem Haus lädt eine E-Bike Ladestation zum Anhalten und zur Einkehr ein. In einer nächsten Phase, die 2022 angegangen werden soll, wollen die kreativen Damen einen Themen-Rundweg anlegen, um auch ein Schönwetterprogramm in Petto zu haben. Der sogenannte „Bergmannsweg“ ist als Familienwanderweg mit mehreren Stationen geplant, der Kindern Lust machen soll, weiter zu gehen. Die einzelnen Stationen werden mit Audio-Guides bespielt und man möchte Fotopunkte schaffen, damit die Gäste diese Bilder in den sozialen Medien teilen und so wiederum Werbung für die Region machen. Das Gesamtprojekt bezifferte die Büroleiterin mit rund 70.000 Euro, die Hälfte davon komme aus der genannten Förderoffensive.


Weitere Bilder:
Technisch raffiniert gestaltet wurde die neue Station „Bergmanns-Lied“. Das Hologramm der Heiligen Barbara (Sofie Costerus) und des Knappen (Andreas Foditsch) ertüftelte Sagamundo-Freund Mike Costerus.

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