60 Millionen für den Breitbandausbau - Osttirol Online


60 Millionen für den Breitbandausbau

Das Land Kärnten will mit 60 Mio Euro den Ausbau von Breitbandanbindung in entlegenen Regionen fördern. Die EU-Kommission gab nun grünes Licht dazu.

60 Mio Euro an Landesbeihilfen wurden von der Europäischen Kommission an die „Breitbandinitiative Kärnten“ (BIK) genehmigt, womit auch entlegene Regionen Kärntens die Chance auf einen Anschluss an den Glasfaserhighway bekommen. Das Geld soll bis 2023 verbaut werden und zwar in jenen Gebieten, in denen sich der Ausbau für einen Privatanbieter nicht rechnet. Für diese sind lediglich dichter besiedelte Gebiete interessant, erklärt Peter Schark, Geschäftsführer der BIK. „Wir können in Zusammenarbeit mit potentiellen privaten Anbietern, wie der Kelag, die Ausbaugebiete vergrößern und auch neue Projekte generieren. Mit den 60 Mio Euro haben wir hier einen Hebel und können Anreize für den weiteren Ausbau durch Private schaffen.“ Die BIK wartete bereits seit längerem auf das OK aus Brüssel. Mit öffentlichen Geldern könne man nicht in den privaten Sektor eingreifen, ohne dass es mit der EU abgeklärt ist, so Schark. „Das verletzt das Wettbewerbsrecht. Der Breitbandausbau wird vom privaten Markt geregelt“.  Die BIK durfte bisher nur Planungen vorbereiten. „98 % der Kärntner Gemeinden sind bereits in den Breitbandmasterplan eingebunden, ein Viertel der Gebäude bereits detailgeplant“.

Glasfasertechnologie ist Zukunftsmedium

Die neue Breitbandstrategie der Bundesregierung für 2020 bis 2030 sieht Gigabitfähige Netze vor. „Darauf hoffen wir“, meinte Schark. „Wenn der Standard höher angelegt wird, werden mehr Gebiete förderfähig, dann können wir besser darauf reagieren, derzeit können wir nur Randregionen fördern. Positiv sieht er die Gemeindezusammenschlüsse in den Oberkärntner Tälern. „Privatanbieter haben ein Problem in dünn besiedelten Gemeinden. 120 – 130 Häuser sind zu wenig. Unser Ziel ist es Gemeindeverbände zu schaffen, damit die kritische Masse erreicht wird, das ist auch für die Investoren interessanter. Mit dem Fördergeld sollen vor allem die „teuren“ langen Strecken zwischen den Ortschaften ausgebaut werden, um den Endausbau für private Anbieter zu attraktivieren. 

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