Alpinunfall - Osttirol Online


Alpinunfall

31.12.2020 18:50




Am 31. Dezember 2020, um 08:00 Uhr, unternahmen ein 33-jähriger Berg- und Schiführer in Begleitung seiner 34-jährigen Lebenspartnerin und einem in Bergführerausbildung stehenden Bekannten 33-Jährigen eine Schitour in der Gemeinde Malta, Bezirk Spittal an der Drau, auf die hohe Tandlspitze in der Reisseckgruppe.

Gegen 13 Uhr befand sich die Tourengruppe im Aufstieg im Bereich der Nord-Ostflanke der Tandlspitze.
Als sich die Gruppe einige Höhenmeter unterhalb des Kammbereiches befand löste sich plötzlich ober ihnen eine Schneebrettlawine.
Die Beteiligten versuchten noch aus der Lawine auszufahren, wurden jedoch mitgerissen und von den Schneemassen verschüttet.

Der 33-jährige Mann, Bergführer in Ausbildung, führte einen Lawinenairbag Rucksack mit sich und konnte diesen auch noch auslösen und wurde dadurch nur oberflächlich verschüttet. Er konnte sich selbst aus der Lawine befreien.
Das Paar wurde von den Schneemassen bis zum Auslauf der Lawine mehrere hunderte Meter mitgerissen und bis zum Kopf verschüttet.

Der 33-Jährige verständigte die Rettungskräfte, fuhr zu den Verschütteten ab und grub diese mit seiner Lawinennotfallausrüstung aus den Schneemassen aus.

Eine nachkommende 3-Köpfige Tourengruppe, die den Lawinenabgang ebenfalls beobachtet hatte, stieg zu den Beteiligten auf und betreute diese bis zum Eintreffen des Notarztes.

Die Beteiligten wurden vom RTH C7 geborgen und nach Malta gebracht und dort nach ärztliche Versorgung vom C7 in das Krankenhaus Spittal an der Drau geflogen.

Der 33-Jährige Bergführer in Ausbildung und die 34-Jährige wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der 33-Jährige Berg- und Schiführer blieb unverletzt.

Insgesamt waren bei dem Einsatz 61 Einsatzkräfte und zwei Luftfahrzeuge im Einsatz.

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