Wolfram Pernull (Hermagor) - Osttirol Online


Wolfram Pernull (Hermagor)

Eingestellt am 03.08.2018

Wolfram Pernull 37 führt mit seiner Lebensgefährtin Christina Schabus die Pension „Villa Blumegg“ in Hermagor. Seit 2016 beschäftigen sich die beiden mit Bienen, bislang sorgen 15 Bienenvölker für Honig. Am Wochenende findet zudem das „15. Österreichische Honigfest“ in Hermagor statt.

OVT: Herr Pernull, haben Sieauch  einen Stand beim Honigfest? Welche Produkte werden dort angeboten?

Wolfram Pernull: Ich werde in diesem Jahr leider nicht am Honigfest teilnehmen können, da ich eine Weiterbildung in der „Permakultur“ beim Permakultur-Pionier Josef Holzer im Thomatal im Lungau absolviere. Die Imker-Kollegen sind natürlich mit einer breiten Palette der Honig-Produkte vertreten. Vor allem das Live-Honigschleudern, die Ausstellung der Schaubienenstöcke und Bienenkörbe wie auch der Drohnen-Streichelzoo für die Kinder sind nur eine kleine Auswahl der Vielfalt des Angebotes am Honigfest. Es ist also ein Fest, das es Wert ist, besucht zu werden.

Wie wichtig ist das Honigfest?

Nicht nur für den Tourismus ist das Fest eine ausgesprochene Attraktion, sondern auch für den Imker, der sich einerseits mit Kollegen austauschen und so viel Neues erfahren kann. Ebenso ist es sehr wichtig, dass der Bevölkerung immer wieder gezeigt wird, wie wertvoll und wichtig die Imkerei für den Kreislauf der Natur ist. Die Wertigkeit der Biene als „Bestäuberin“ für unsere Obstkulturen, aber auch die der Honigprodukte als Lebensmittel und natürliche „Arznei“ bei vielen Beschwerden.

Inwieweit kombinieren Sie nun „Villa Blumegg“, Gemüse und Honig?

Unsere Gäste nehmen das Angebot der Villa an Führungen zu den Bienenvölkern sehr gerne an. Ebenso schätzen sie die Palette unserer naturbelassenen Bio-Produkte, die wir beim Frühstücksbuffet anbieten. Immer wieder kommt zu es „Geschmacksexplosionen“. Aussage eines Gastkindes: „Es schaut aus wie eine Karotte, schmeckt aber ganz anders“!

Welche Biene bevorzugen Sie? Ist heuer ein gutes Honig-Jahr?

Ich arbeite mit der regionstypischen Biene, der Carnica-Biene, einer sehr sanftmütigen und robusten Bienenart. Das heurige Jahr ist ein weniger ertragreiches Jahr, so wie die Natur es eben vorgibt. Da ich als Bio-Imker arbeite, ist der Kreislauf der Natur für mich bestimmend – und vielleicht ist das nächste Jahr ja ein besonders ertragreiches.

Was ist der Unterschied zwischen Jungimker und langjährigem Imker?

Ich bin bestrebt, von der Erfahrung der langjährigen Imker so viel wie möglich zu lernen, aber auch Innovationen aufzunehmen, die ich in den verschiedenen Schulungen und Kursen höre. So sind die Vorträge an der Imkerschule in Klagenfurt für mich sehr wichtig, wie vor allem auch die Weiterbildungsangebote des im Bezirk ansässigen Landesobmannes des Imkerbundes Kärnten, Mag. Arno Kronhofer, von hoher Bedeutung.

Sie möchten gern den Menschen das Wissen um die Biene vermitteln, von der Aufzucht bis zum Löffel im Mund. Warum ist Ihnen das wichtig?

Weil ich glaube, dass die Menschen heute verstärkt für die Wichtigkeit der Biene sensibilisiert werden müssen. Es ist immer wieder erhebend, wenn man sieht, wie es den Menschen wohl tut, sich mit den Bienen zu beschäftigen. Die Ruhe, die bei der Arbeit so wichtig ist, tut allen sehr gut! Wenn dann der gesamte Produktions-Prozess mitverfolgt wird, steigt die Wertschätzung sowohl für die einzelne Biene als auch die Endprodukte. Und die Biene verliert an „Schrecken“ als Tier, das sticht.

Wäre das Bienenvolk ein gutes Beispiel für die Menschheit?

Die Biene als Volk zeigt ganz deutlich, wie groß die „Kraft der Gruppe“ sein kann. Das einzelne Individuum kann einen Teil leisten, aber die Gesamtheit hat eine vielfache Kraft der Einzelteile. Und diese Erkenntnis wäre gerade in der heutigen Zeit, wo Egoismen so stark forciert werden, von hoher Bedeutung. Dies versuche ich auch in meinen Führungen mit unseren Gästen zu zeigen.

Welchen Wunschtraum haben Sie?

Ich bin ein Mensch, der mit Wenigem zufrieden ist. Mir ist Zusammenarbeit und Zusammenhalt in der Gemeinschaft sehr wichtig, wie schon oben betont. Vor allem möchte ich den Gedanken der Wertigkeit von naturbelassenen Produkten wie dem Honig und unserer landwirtschaftlich erzeugten Produkte transportieren. Den Menschen wieder den Geschmack des „Einfachen“ zu übermitteln.


Sternzeichen: Widder

Beruf: Jungimker, Gemüsebauer und Pensionsbetreiber

Lieblings-getränk: einen guten österreichischen Bio-Wein

Lebensmotto: „Die Kraft des Ganzen ist mehr als die Summe der Kraft seiner Einzelteile“ nach Aristoteles

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