Tamara Krammer (Spittal) - Osttirol Online


Tamara Krammer (Spittal)

Eingestellt am 27.04.2018

Tamara Krammer 20 besuchte im Vorjahr als Touristin ein halbes Jahr lang die Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei bereiste sie viele Teile des Landes und lernte es kennen. Tamara Krammer lebt bei ihren Eltern Gerhild und Christian Krammer in Spittal, hat eine Schwester namens Larissa.

OVT: Frau Krammer, warum wollten Sie in die USA?

Tamara Krammer: Ich befand mich gerade im Maturajahr, als ich zum ersten Mal einen längeren Auslandsaufenthalt in Betracht zog. Hauptgrund war, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch keine genaue Vorstellung davon hatte, was ich nach dem Schulabschluss weitermachen wollte. Das einzige, was ich mit Sicherheit wusste, war, dass ich in Wien studieren will, aber die Entscheidung, welches Studium genau ich denn angehen wollte, fiel mir sehr schwer. Deshalb habe ich mich dann dafür entschieden, es nicht überstürzt anzugehen und nicht einfach „auf gut Glück“  irgendeine Studienrichtung zu wählen. Da kam mir dann die Idee, dass ich ja einige Zeit ins Ausland gehen könnte.

Wie nahmen Sie das Land wahr?

Natürlich lässt sich hier schwer generalisieren, hat die USA doch knapp 326 Millionen Einwohner. Mir ist jedoch sehr wohl aufgefallen, dass die Menschen in den USA nicht nur in Restaurants und Cafès, sondern auch in normalen Alltagssituationen meist etwas freundlicher sind, als hier in Österreich. Auch die überaus große Hilfsbereitschaft hat mich zugegebenermaßen ein bisschen überrascht. Bei ein, zwei Trips in eine andere Stadt, konnte ich bei mehr oder weniger Bekannten der Familie, bei der ich lebte, unterkommen und wurde so offen und herzlich von diesen Leuten, von denen ich davor ja überhaupt nichts wusste und umgekehrt, empfangen, dass ich den Stereotyp vom „großzügigen Amerikaner“ sehr wohl bestätigt sah. Bezüglich der Infrastruktur bin ich, trotz einiger kleiner Makel, nun mit den österreichischen öffentlichen Verkehrsmitteln durchaus zufriedener als zuvor. Vor allem mit der Pünktlichkeit von Bussen hatte ich so meine „Problemchen“. Und was die Landschaft angeht ist es hier auch wieder schwer, das Land, das über 100 Mal so groß wie Österreich ist, einfach so zu pauschalisieren. Jedoch unterschied sich die Natur im Westen Pennsylvanias, in der ich einen Großteil der sechs Monate verbrachte, nicht allzu stark von der österreichischen. Einen großen Unterschied jedoch gibt es in der Art und Weise, wie die Menschen dort mit der Natur umgehen. So sind die Wälder und Wiesen in Österreich sehr viel sauberer als die, die ich in den USA gesehen habe.

Sie haben ja viel von den Staaten gesehen! Was war das Highlight?

Großartige Momente gab es viele, aber wahrscheinlich die schönste Zeit war meine Woche in San Francisco. Diese Stadt ist einfach wunderschön, hat tolle Museen, großartiges Essen und eine unglaubliche kulturelle Vielfalt. Eine meiner Hauptaktivitäten beim Reisen war ja das Besuchen von Museen, wobei sich zwei klare Favoriten herauskristallisierten: das „Legion of Honor“ in San Francisco, wo zum Zeitpunkt meines Aufenthaltes gerade eine Ausstellung zu Klimt und Rodin gezeigt wurde, und das Andy-Warhol-Museum in Pittsburgh.

Spürte man auch politische Veränderungen wegen Donald Trump?

Ich kann schwer über „Veränderungen“ berichten, da ich erst im Juni in den USA ankam und Trump’s Amtseinführung bereits im Januar war. Somit kann ich nicht beurteilen, ob zuvor eine andere Stimmung herrschte oder nicht. Ich lebte in einer eher ländlicheren Gegend und muss schon sagen, dass das Maß an Patriotismus, den mancher US-Amerikaner zu Tage legte, mir eher suspekt bis unangenehm war. Natürlich findet eine verstärkte Polarisierung bzw. Distanzierung zwischen Menschen verschiedener politischer Ansichten statt, jedoch habe ich das im Alltag nicht mehr und nicht weniger stark wahrgenommen als beispielsweise in Österreich.

Sehen Sie heute die Vereinigten Staaten zu früher anders?

Ich hatte vor meiner Reise keine konkreten Vorstellungen, was mich erwartete, ich hatte auch kaum Klischees über das Leben oder „den Amerikaner“ im Kopf. Erst als ich mich bereits mehrere Monate in den USA befand, habe ich aus Neugier mal nach den verbreitetsten Stereotypen über die Einwohner der USA gegoogelt und war überrascht, dass, meinen Erfahrungen nach, viele davon tatsächlich zutreffend waren: Großzügigkeit, Optimismus, hart arbeitend und fleißig, aber auch Übergewicht, eine besorgniserregende Besessenheit von Waffen und kein großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur.

Welchen Wunschtraum haben Sie?

Die nächsten Städte, die ich unbedingt bald mal bereisen möchte sind Stockholm, Amsterdam und Paris, aber auch eine Reise in ein asiatisches Land schließe ich nicht aus, auch wenn ich mir darüber noch keine konkreten Gedanken gemacht habe.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Ich lese den „Volltreffer“ immer wieder gern, vor allem, um mich über anstehende interessant wirkende Veranstaltungen in der Region zu informieren.


Sternzeichen: Wassermann

Beruf: USA-Touristin & angehende Studentin

Lieblings-musik: The Velvet Underground, Björk

Lebensmotto: Habe ich keines, hatte ich auch noch nie, und hab` mir auch noch nie über eines Gedanken gemacht.

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