Siegfried Ronacher (Hermagor) - Osttirol Online


Siegfried Ronacher (Hermagor)

Eingestellt am 11.04.2014

Der 48-jährige Siegfried Ronacher wurde am 24. Oktober 2011 als Bürgermeister der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See angelobt. Er folgte Langzeitbürgermeister Vinzenz Rauscher, der aus gesundheitlichen Gründen nach 28 Jahren sein Amt zurücklegte. Der Gailtaler ist weiters auch noch ÖBB-Bediensteter und Betriebsratsvorsitzender. Siegfried Ronacher lebt mit seiner Lebensgefährtin in Untervellach.

OVT: Bgm. Ronacher, welche Anliegen genießen ihre Priorität?
Bgm. Siegfried Ronacher:
Grundsätzlich darf ich feststellen, dass mir alle Anliegen unserer Bevölkerung, die zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen, sehr wichtig sind. Primär ist es mir aber sehr wichtig, dass wir alles unternehmen, damit der ländliche Raum nicht ausgehungert wird. Nur wenn wir die Abwanderung einigermaßen im Griff haben, können wir die umfangreiche Infrastruktur in der Region erhalten. Daher ist es mein größtes Anliegen, Arbeitsplätze zu sichern und die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu gehört auch das „leistbare“ Wohnen in unserer Gemeinde.

Sie haben Referate wie Finanzverwaltung, Tourismus, Feuerwehr oder  Umweltangelegenheiten-Abfallwirtschaft. Bürgermeister - Einst & Heute?
Als Bürgermeister habe ich sehr verantwortungsvolle Referate, die für eine positive Entwicklung unserer Gemeinde wichtig sind. Es gibt sicherlich kein politisches Amt, wie das des Bürgermeisters, welches mit entsprechender persönlicher Haftung verbunden ist. Daher wird es in Zukunft immer schwieriger werden, gute Leute für die Kandidatur eines Bürgermeisteramtes zu gewinnen.

Apropos Umweltangelegenheiten und Jahrhundert-Schnee in Hermagor! Inwieweit war auch die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See betroffen?
So wichtig der Schnee für unsere Tourismuswirtschaft auch ist, so haben die Schneefälle im Feber unsere Schneeräumtrupps und unsere Feuerwehren doch an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. In rund 48 Stunden hat es rund 120 cm Neuschnee gegeben, wobei der Regen die Lage noch verschärft hat. So viel Schnee in so kurzer Zeit hat es seit dem Jahre 1917 nicht mehr gegeben. Die Gesamtkosten für die Schneeräumung haben sich für den heurigen Winter deutlich erhöht und sind sicherlich eine große finanzielle Belastung für unser Budget.

Auf welche Erfolge blicken Sie als Bürgermeister bereits zurück?
Ich freue mich, dass in meiner erst kurzen Amtszeit sehr viele Maßnahmen, die schon lange in der Gemeindestube diskutiert wurden, nun auch endlich umgesetzt werden können, ob dies der neue Kindergarten in Hermagor, die Sanierung des Hauptplatzes Hermagor oder auch die Umsetzung der größten Sommerinitiative der touristischen Infrastruktur durch ein Interregprojekt ist. Aber auch das Projekt „Columbus 13“, das eine qualitative Verbesserung des Bürgerservices und eine Effizienzsteigerung der Arbeitsabläufe im Rathaus durch Verwendung moderner Technologien sowie die Schaffung eines modernen Info- und Servicecenters für Bürger und Gäste zum Projektziel hatte, wird bis Juni 2014 umgesetzt. Ein langjähriger Wunsch unserer Touristiker, das Zusammenführen der Tourismusorganisationen und die Unterbringung im „Haus des Tourismus – im Rathaus Hermagor“ wird ebenfalls umgesetzt. Die neue Tourismusmarketingfirma NLW Nassfeld/Pressegger See, Lesachtal und Weissensee GmbH wird ihre Arbeit mit 1.5.2014 aufnehmen. Es freut mich auch, dass wir derzeit eine sehr gute Wirtschaftslage haben. Durch die Ansiedelung und Erweiterung von Betrieben haben wir mehr Arbeitsplätze zu verzeichnen und somit eine Erhöhung der Kommunalsteuer, was sich natürlich positiv auf unser Budget auswirkt.

Aber auch die ÖBB spielt in ihrem Leben eine große Rolle.
Normalerweise müsste man das Bürgermeisteramt in Hermagor hauptberuflich ausüben. Leider ist dies aus finanziellen Gründen nicht möglich. Daher ist es für mich eine große Herausforderung, beides unter einem Hut zu bekommen.  Der Arbeitstag hat bei mir im Schnitt 15 Stunden und es gibt auch kein geregeltes Wochenende. Mir macht sowohl mein Job bei der ÖBB, als auch das Amt des Bürgermeisters sehr viel Spaß, da ich in beiden Bereichen Menschen helfen kann.

Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ abschließend gefragt?
Der OVT gefällt mir sehr gut. Vor allem finde ich, dass regionale Themen sehr viel Platz eingeräumt wird und somit die Menschen im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen. Ich darf dem Team herzlichst gratulieren und hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

 


Sternzeichen: Schütze

Beruf: Bürgermeister von Hermagor

Lieblings-Tier: Katze

Lebensmotto: Der Weg ist das Ziel

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