Roswitha Pirker (Flattach) - Osttirol Online


Roswitha Pirker (Flattach)

Eingestellt am 08.11.2013

Die 54-jährige Roswitha Pirker greift Schülern unter die Arme. Die Mölltalerin hilft vor allem jenen Kindern, die mit schulischen Entwicklungsstörungen zu tun haben. Roswitha Pirker lebt mit Ehemann Manfred in Flattach, hat drei Kinder und vier Enkelkinder, die sie sehr liebt.

OVT: Frau Pirker,  was versteht man unter einem „Lerncoach“?
Roswitha Pirker: Lerncoach ist ein moderner Begriff der heute für vieles verwendet wird, aber eigentlich Trainer bedeutet. Trainer vor allem für den erhöhten Förderbedarf in den Bereichen Legasthenie, Dyskalkulie und ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung.

Bei welchen schulischen Schwachstellen greifen Sie ein?
Bei allgemeinen Lese- und Rechtschreibschwächen, Rechenschwächen sowie bei Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Motorischen Schwächen. Ich bin kein Lehrer, vielmehr unterstütze ich die Kinder, ein für sie besseres Lernsystem zu finden, um ihre Schwachstellen zu stärken. Dies passiert oftmals über ein Fachgebiet bzw. Thema, bei dem ich merke, dass mein Schüler viel darüber weiß. Mit dieser stärksten Stelle muss man anfangen zu arbeiten. So wird das Selbstvertrauen des Schülers gestärkt und das ist sehr wichtig.

Wie arbeiten Sie mit den Schülern?
Ich erarbeite nach der ersten Stunde ein Konzept darüber,  wie die Schwachstellen des jeweiligen Schülers am besten gefördert werden können. Die Schüler kommen zu mir, in Ausnahmefällen fahre ich auch zu Ihnen.  Mit verschiedenen Lerntechniken wird dann in den Förderstunden gearbeitet. Dies passiert auch über Spiele, motorische- und taktile Übungen, wie z.B. Schnurspringen oder Tasten. Vertrauen und pünktliches Kommen ist mir wichtig, denn wenn kein gegenseitiges Vertrauen da ist, stellt sich der Lernerfolg nicht ein.

Warum sind Sie als Lerncoach selbständig und worin besteht der Unterschied zum „klassischen“ Lehrer“?
Es gibt leider keine Institutionen, wo Lerncoachs angestellt werden. Das ist mitunter auch ein Problem, weil Eltern, die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf haben, alles aus ihrer eigenen Tasche bezahlen müssen. Unser Schulsystem müsste wirklich dringend erneuert werden. Die Kinder können sich nicht entfalten und jede zusätzliche Förderung kostet Geld. Stärken gehen oft unter und irgendwann schwimmt man leider in diesem Strudel mit. Vom „klassischen“ Lehrer unterscheide ich mich dadurch, dass ich nur die Schwachstellen der Schüler stärke und nicht unterrichte.

Wie können Eltern bei Ihnen um Hilfe für ihre Kinder anfragen?
Es braucht nur ein Telefonat oder eine E-Mail, um vorab mal einen Termin für ein gratis Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Kann man Kinder beim Lernen zusätzlich mit alternativen Heilpraktiken stärken?
Ja, ich unterstütze die Kinder mit Klangakupunktur, Phantasiereisen und Entspannungstechniken aus der Kinesiologie.

Gibt es einen Wunschtraum, den Sie sich erfüllen möchten?
Island wäre so ein Traum von mir. Aber auch einen alter Bauernhof zu führen, wo Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, ihre Freizeit verbringen können. Die Natur ist der beste Lehrmeister. Da ich auch Gedichte schreibe, weiß ich, wo Inspiration am meisten auf einen wirkt. Übrigens: Bei einem Frankfurter Buchverlag wurde eines meiner Gedichte in der Weihnachtsedition 2012 veröffentlicht.

Wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer?
Sehr gut! Ich lese ihn jede Woche, da immer wieder etwas aus unserer Region dabei ist. Außerdem  muss ich ihn für meinen Mann aufbewahren, damit er am Wochenende was „Gscheit´s“ zum Lesen hat.


Sternzeichen: Steinbock

Beruf: Dipl. Lerncoach - Legasthenie, Dyskalkulie und ADHS

Lieblings-Blume: Margerite

Lebensmotto: „Noch jeda Finsta wert´s hell!“

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