Richard Dabernig (Bad Lainach/Gemeinde Rangersdorf) - Osttirol Online


Richard Dabernig (Bad Lainach/Gemeinde Rangersdorf)

Eingestellt am 05.08.2016

Der 52-jährige Richard Dabernig ist für die Organisation des Abschiedsjubiläums der „Fidelen Mölltaler“ vom 17. bis 21. August in Bad Lainach verantwortlich. Er ist aber ohnehin als „Helfer und Förderer“ in Sachen Musik bekannt. Andernfalls steht er auch stets für soziales Engagement und er ist Befürworter der Lainacher Namensänderung. Richard Dabernig lebt mit Ehefrau Johanna in Bad Lainach und hat vier Kinder.

OVT: Herr Dabernig, wie empfinden Sie das „Aus“ der „Fidelen Mölltaler“ nach 45 Jahren? Sie sind ja mit ihrer Musik aufgewachsen?

Richard Dabernig: „Die Mölltaler beweisen mit dieser Entscheidung wieder eindrucksvoll ihr Gespür, richtige Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen. Eine so erfolgreiche Karriere zu beenden, wenn man bei den Fans und Veranstaltern noch ganz oben steht, zeugt von Größe und Intelligenz. Viele Musikgruppen und Spitzensportler verlängern ihre Karriere oft bis zum bitteren Ende.

Welches Vermächtnis hinterlassen die „Fidelen Mölltaler“?

Sie sind die Begründer des volkstümlichen Schlagers, sie haben Musikgeschichte geschrieben, Millionen Menschen mit ihrer Musik begeistert und den Fans viele schöne, glückliche Stunden bereitet. Das kann ihnen keiner mehr nehmen. Einer der besten und ganz sicher der günstigste Werbeträger unserer Region geht damit verloren, bereits im nächsten Jahr wird man das touristisch merken. Spätestens dann wird es auch der letzte Touristiker verstehen, dass die Mölltaler in diesen 45 Jahren die Region touristisch gestärkt haben und zur regionalen Wertschöpfung beigetragen haben. Daher habe ich das Abschiedsjubiläum unter das Motto; „Eine Ära geht zu Ende – Die Heimat sagt Danke“ gestellt.

Was bewog Sie, ihr Abschiedsjubiläums zu organisieren?

Wir haben 2011 mit der FF Bad Lainach und tatkräftiger Unterstützung der Vereine unserer Gemeinde ein sehr erfolgreiches 40-jähriges Jubiläum der Mölltaler veranstaltet. Sepp und Huby haben damals schon gesagt, sollte es noch einmal ein Jubiläum geben, dann in dieser Form, wo ich und die Feuerwehr die Hauptverantwortung übernehmen. Es ist zwar eine große Herausforderung, aber wir sind sehr stolz auf das Vertrauen der Mölltaler. Ein Fest in dieser Form und Größe wird es in der Gemeinde und darüber hinaus nicht mehr so schnell geben.

Wo liegen die organisatorischen und logistischen Herausforderungen?

Basis ist ein persönliches Netzwerk, gute Kooperationspartner, ein verlässliches Team, viele fleißige Helfer und man muss rechtzeitig mit der Organisation beginnen. Ich habe bereits vor zwei Jahren die Termine mit Musikgruppen und Künstlern vereinbart und die Kooperationen für die „Fan-Aktiv-Tage“ geschlossen. Es geht nur gemeinsam, da können wir für das Mölltal etwas bewegen. Ohne Feuerwehren, Trachtenkapellen und Vereinen läuft fast gar nichts bei uns im Tal!

Sie haben ja schon viele tolle Projekte und Veranstaltungen gemacht. Was war bisher Ihr „Highlight“?

Ich habe so viele schöne Augenblicke sowie Momente bei Veranstaltungen und mit Mitarbeitern in den unterschiedlichsten Projekten erlebt. Das sind bzw. waren alles Highlights auf ihre Art. Die Dankbarkeit einzelner Menschen hat mich berührt. Ältere haben sich oft für die netten Stunden bei Veranstaltungen bedankt, weil sie zu Hause einsam sind. Mitarbeiter haben sich für den Arbeitsplatz bei pro mente bedankt. Wenn ich jetzt mit den Mölltalern unterwegs bin, erlebe ich viele berührende Augenblicke. Fans brechen in Tränen aus, weil sie wissen, dass die Mölltaler zum letzten Mal in ihrem Ort spielen. Auch ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich jetzt daran denke, das „die Mölltaler“ am 21. August letztmals in Bad Lainach auf die Bühne gehen werdenDas wird sicher ein unvergessliches Highlight.

Sie sind Obmann des „Vereins für soziale und regionale Projekte“. Was ist Ihr Aufgabengebiet?

Unser Leitbild ist es, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zu unterstützen und mit Gemeinden sowie Vereinen zu kooperieren. Gemeindenahe Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit sozialen und gesundheitlichen Problemen zu schaffen bzw. zu vermitteln.

Ihr Heimatort war bis in die 1960-er Jahre als Kurort „Bad Lainach“ gut gekannt. Später kam das „Bad“ weg. Warum die neuerliche Umbenennung?

„Ein altes Sprichwort sagt; steter Tropfen höhlt den Stein“. So ist es auch im Marketing. „Mit Bad Lainach soll längerfristig eine positive Stimmung für den Tourismus und das Ortsleben erzeugt werden. Jeder einzelne Ortsbewohner kann hier mitwirken und sozusagen Bad Lainach-Botschafter werden. Positive Stimmung im Ort stärkt das Miteinander und zieht Menschen an. Die Mission lautet, Bevölkerungs- und Nächtigungszahlen sollten nach oben gehen. Es erfüllt mich aber jetzt schon mit Stolz, wenn ich in der Schweiz, in Deutschland sowie Österreich in Zeitungen Bad Lainach lese und Huby Mayer im Fernsehen oder Radio davon spricht, dass das Abschiedsjubiläum in Bad Lainach stattfindet.

Welchen Wunschtraum möchten Sie sich privat erfüllen?

Ich bin ein sehr zufriedener Mensch und habe keinen großen Wunschtraum. Ich habe eine nette Familie, gute Freunde, ein großes Netzwerk, bin gesund und wohne in einer herrlichen Gegend im Herzen des Mölltales. Ich habe eine Wunsch-Vision: Ein musikalisches Tourismusprojekt, für unsere Region, wo die Fidelen Mölltaler auch in Zukunft die Hauptrolle spielen.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Perfekt - der Volltreffer ist ein Volltreffer für Oberkärnten!


Sternzeichen: Steinbock

Beruf: Eventmanager & Bad Lainach Promotor

Lieblings-tier: Steinadler

Lebensmotto: In der Ruhe liegt die Kraft.

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