Patrizia Gasser (Hermagor) - Osttirol Online


Patrizia Gasser (Hermagor)

Eingestellt am 12.02.2018

Patrizia Gasser 19 sorgte letzten Herbst bei „The Voice of Germany“ für Aufsehen. Erst in der „Battle Phase“ kam das Aus. Im Duett mit ihrem niederösterreichischen Mitstreiter beim Lied „Ain`t No Mountain High Enough“ gab Coach Yvonne Catterfeld dem Kontrahenten den Vorzug. Die Gailtalerin studiert Erziehungs-  Bildungswissenschaft an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Patrizia Gasser lebt bei ihren Eltern Lydia VS Direktorin Hermagor und Leo in Hermagor und hat eine Schwester.

OVT: Frau Gasser, wie sehen Sie ihren Erfolg bei „The Voice of Germany“ mittlerweile? Welche Erfahrungswerte nahmen Sie mit?

Patrizia Gasser: Für mich ist es noch immer etwas Unglaubliches. Nachdem ich mir nach der ersten Casting-Runde in München unsicher war, ob ich es überhaupt bis in die nächste Runde schaffen werde es gibt ca. fünf Casting-Runden, bevor es zur Blind Audition geht, kann ich noch immer nicht ganz glauben, dass ich 2017 ein Teil der besten TV-Show im deutschsprachigem Raum war. Ich glaube, ich habe während dieser Zeit so viel gelernt, ich kann es kaum beschreiben. Man lernt soooo viele tolle Menschen kennen und für diese neuen Freunde bin ich unendlich dankbar. Man sieht aber auch hinter die Kulissen einer erfolgreichen TV-Show und bekommt Einblicke in das Musikgeschäft, auch das sind Erfahrungen, die mir keiner mehr nehmen kann und die mir unglaublich wichtig sind.

Könnten Sie sich vorstellen, die Musik auch zum Beruf zu machen?

Mein ganzes Leben ist voll mit Musik! Wenn es dazu kommen sollte, dass mein größtes Hobby auch mein Beruf wird, sag ich sicher nicht nein, im Moment ist aber ein anderer Beruf in meinem Kopf. Mit der Musik aufzuhören wird für mich aber nie eine Option sein.

Nicht nur ein Millionenpublikum sieht „The Voice of Germany“, sondern auch viele Manager und Veranstalter. Konnten Sie Kontakte knüpfen?

Im Vordergrund stehen für mich die Kontakte, die ich zu den Personen der Produktion geknüpft habe und vor allem der Kontakt zu meinem Coach Yvonne und ihrem Sidecoach und Produzenten Roland. Nicht zu vergessen sind aber die vielen Talente und tollen Musiker, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte. Mit den anderen Teilnehmern der Show verbringt man eine sehr intensive Zeit, wodurch man mit einigen eine tiefe Freundschaft entwickelt.

Was war der Auslöser, sich bei dieser Casting-Show zu bewerben?

Es war eigentlich eine sehr spontane Entscheidung. Zwei Tage vor dem Casting haben meine Schwester, ihr Freund und ich beschlossen nach München zu fahren. Für dieses Casting muss man drei Songs vorbereiten. Mit den Songs „Crazy“ von Gnarls Barkley, „Warrior“ von Demi Lovato und „If I ain’t got you“ von Alicia Keys ging es für mich in die erste Runde.

Wie schaute der „The Voice of Germany“-Alltag aus?

Jeder Tag ist anders und voll mit Überraschungen und Musik. Man hat aber während des Aufenthaltes in Berlin jeden Tag volles Programm. Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll. Ein Tag ist voll mit Styling, Fitting, Make-up und Haarstyling. Am anderen Tag gibt es mehrere Drehs an verschiedenen Orten, dann müssen immer wieder Interviews gegeben werden. Am tollsten sind natürlich die Vocal-Coachings und die Stagings mit Yvonne. Es gibt also vor der Aufnahme der Auftritte immer viel zu tun. Yvonne war in dieser Zeit auch immer für uns da und hat uns auch in ihrer Freizeit in den Studios besucht und war für ihr Team eine wirklich große Stütze.

Wie fühlt man sich in den Minuten vor der Kamera im Studio-Publikum?! Ist man nervös oder „automatisiert“?

Ich glaube in solchen Momenten ist jeder nervös. Man hat das Lied zwar schon tausende Male gesungen und geprobt, aber mit Kamera, Publikum und den vier Stühlen vor sich befindet man sich in einer Ausnahmesituation. Am liebsten hätte man in den Minuten vor dem Auftritt gerne Familie und Freunde bei sich, aber da man davor ja noch zahlreiche Interviews und Backstage-Drehs hat, geht das nicht. Trotzdem ist man nicht alleine, denn der Naomi, mein Vocal-Coach, und andere bekannte Gesichter der Produktion stehen einem zur Seite und versuchen die Nervosität zu lindern und geben einem vor dem Auftritt viel Kraft und Mut. Wenn es mal zwischen den vielen Terminen kleine Pausen gibt, gab es im Aufenthaltsraum der ganzen Talente immer etwas zum Lachen oder es gab eine große Jam-Session. Einer unserer liebsten Zeitvertreibe war immer das Spiel Stadt-Land- Fluss.

Sie treten auch hierzulande mit Kollegen bei Veranstaltungen oder auch Hochzeiten auf. Wie sehen Sie diese Auftritte in Kontrast dazu?

Man hat bei den heimischen Auftritten zwar eine kleinere Reichweite, dennoch sind sie genauso aufregend und wichtig für mich. Wenn ich die Menschen kenne, für die ich singe, steh ich nochmal mehr unter Druck, weil ich sie nicht enttäuschen will. Aber ich liebe es, live vor Leuten zu spielen, da man direkt eine Reaktion spürt.

2006/07 war schon der Waidegger Martin Zerza bei „Starmania“ erfolgreich. Ist das Gailtal ein guter Boden für Casting-Teilnehmer?

Ich glaube zwar, dass es für Musiker gar keinen schlechten Boden gibt, aber das Gailtal ist schon ein besonders guter Boden. Wenn man in unsere Schulen schaut, egal ob Volksschule, NMS oder unser Gymnasium - überall wird auf Musik ein großer Wert gelegt. Auch unsere Musikschule in Hermagor leistet großartige Arbeit. Ich fing selbst mit drei bis vier Jahren mit musikalischer Früherziehung an, bis ich irgendwann in meiner ersten Band unter der Leitung meiner „Musik-Mama“ Silke Neuwirth singen durfte. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Familie und Freunde eine große Rolle spielen, denn nur durch die Unterstützung dieser Personen konnte ich diese Reise mit „The Voice“ machen.

Derzeit dominiert aber ihr Studium. Warum entschieden Sie sich für diese Studienrichtungen?

Haha, dazu gibt’s eine kleine Geschichte. Mein großer Traum ist es, Medizin zu studieren, doch leider war ich bei der Aufnahmeprüfung für dieses Studium mitten in der Produktion, mein Plan B wäre Molekularbiologie gewesen, doch auch bei dieser Aufnahmeprüfung war ich in Berlin. Also musste ein Plan C her, und Gott sei Dank fand ich ein Studium, welches mich wenigstens interessierte, auch wenn es nur eine Notlösung ist. Jetzt heißt es für mich fleißig lernen, damit ich hoffentlich ab Herbst mein Wunschstudium in Graz starten kann.

Welchen Wunschtraum möchten Sie sich erfüllen?

Im Moment ist einer meiner größten Wünsche das Medizinstudium. Sonst bin ich zurzeit wirklich zufrieden und ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Es werden immer sehr interessante Themen behandelt die meistens auch sehr aktuell sind. Mit der Zeitschrift weiß man immer, was in der eigenen Region passiert, die Geschehnisse werden auch immer toll mit Bildern unterrahmt, auch das gefällt mir sehr.


Sternzeichen: Schütze

Beruf: Sängerin und Studentin

Lieblings-getränk: Tee, Kaffee

Lebensmotto: „Don’t dream your life, live your dream“ und „Good things are going to happen. Have faith and stay positive“.

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