Mike Jacopetti (Flattach) - Osttirol Online


Mike Jacopetti (Flattach)

Eingestellt am 05.05.2017

Der 16-jährige Mike Jacopetti fährt seit 2015 im Speedway Team Cup 2. Bundesliga für den deutschen Klub „Diedenbergen Rockets“. Er drehte übrigens bereits mit fünf Jahren seine ersten Runden. Der gebürtige Augsburger lebt seit 2011 in Flattach und fährt seit dieser Saison mit Österreichischer Lizenz.

OVT: Herr Jacopetti, was macht die „Faszination Speedway“ für Sie aus?

Mike Jacopetti: Speedway ist nicht nur ein Hobby von mir, es ist mein Leben. Mich fasziniert der Speed, die Beschleunigung, einfach alles. Man kann sich gar nicht vorstellen, was man auf der Bahn für einen Adrenalinschub bekommt.

Welche Voraussetzungen sollte man als Speedway-Fahrer mitbringen?

In erster Linie sollte man keine Angst beim Fahren und vor den Gegner haben, jedoch benötigt man den nötigen Respekt vor der Gefahr dieser Sportart. Mut und Nervenstärke sind sehr wichtig, denn bei jedem Lauf geht man ans Limit, um das Beste aus sich raus zu holen. Diesen Sport sollte man mit Leidenschaft betreiben. Wichtig ist auch die Reaktion beim Start und natürlich gute und zuverlässige Mechaniker, die das Bike für jeden Lauf wieder startklar machen.

Auf welche sportlichen Erfolge blicken Sie bereits gern zurück?

2012 wurde ich in der 125 ccm Klasse Deutscher Jugend Bahnsport Meister, 2013 Deutscher Vizemeister, 2014 belegte ich den vierten Platz in der Weltmeisterschaft. Bei der Europameisterschaft kam ich 2013 auf Platz sieben und 2014 auf Platz acht. In der jetzigen 500 ccm Kasse kann ich als einer der jüngsten Fahrer bis jetzt ganz gut mithalten. Hier wird es aber noch etwas dauern, um mich ganz nach oben zu kämpfen.

Welche Ziele haben Sie? 1983 wurde Egon Müller als einziger Deutscher bislang Speedway-Weltmeister – ist er ein Vorbild?

Ich würde gerne – nein – „ich will“ Weltmeister im Grand Prix werden. Ja, Egon Müller, den kenn ich auch persönlich, er ist ein toller Mensch und einfach Kult in der Speedwayszene. Meine richtigen Vorbilder, sind diejenigen, die aktuell schneller und stärker sind als ich. Und das werde ich ändern, um eines Tages Vorbild zu sein für diejenigen, die hinter mir fahren er lacht.

Wie trainiert man für Speedway-Rennen?

Zu Saisonbeginn, wenn noch keine Rennen stattfinden, organisieren sich die Fahrer meist ein Trainingslager an zwei oder drei Tagen. Und wenn die Saison mal gestartet ist, dann ist eh fast jedes Wochenende ein Rennen und da findet meistens vor dem Rennen ein Training statt. Aber das beste Training ist sowieso ein Rennen mit starkem Gegner. Meine Lieblingsbahn ist Mureck in der Steiermark, dort trat ich etwa am 1. Mai zum Individual Speedway Euro Championship Semi Final 2 an.

Die Maschine ist das wichtigste Arbeitsgerät?

Ein Speedwaybike wiegt 77 kg Mindestgewicht hat keine Bremsen und beschleunigt von 0 auf 100 km/h schneller als ein Formel 1-Fahrzeug. Die 500 ccm, Einzylinder-Viertaktmotoren haben ca. 80 PS und werden mit reinem Methanol betrieben. Also auch noch umweltfreundlich!

Ihre Mutter Bianca und ihr Stiefvater Charly Ebner sind ihre größten Unterstützer?

Ja, meine „Mum“ hat mich zu diesem Sport inspiriert und war bis zu meinem elften Lebensjahr für alles zuständig – auch als Schrauber. Seit wir in Kärnten leben, ist nun mein Stiefvater mein Chefmechaniker. Die beiden haben das aus mir gemacht, was ich heute bin. Vielen Dank an die beiden! Ohne Euch wäre das Alles nicht möglich. Ja, und die Anfahrtswege zu den Rennen sind oft sehr lange, wir fahren jede Saison etliche Kilometer quer durch Europa. Wir hatten einmal eine Saison, da fuhren wir mit unserem Transporter 54.000 Kilometer.

Wie wichtig sind Sponsoren?

Die Kosten sind sehr hoch und Sponsoren sind sehr wichtig, ohne Sponsoren würde es nicht gehen. Leider ist Speedway eine Randsportart und in den Medien sehr selten vertreten, deshalb ist es sehr schwierig, gute Sponsoren zu bekommen. Ein großes Dankeschön an alle die uns bis jetzt unterstützen. Und zugleich auch ein Aufruf an alle die Interesse haben uns in Zukunft zu unterstützen. Wir sind für jede Hilfe dankbar. Egal auf welche Art und Weise, in Form von Schmier- und Ölmittenl, einem neuen Helm, Handschuhe etc.

Welchen Wunschtraum haben Sie privat?

Erstmal möchte ich meine Ausbildung zum Kfz -Techniker gut meistern. Und ein Downhill Bike wäre toll.

Und wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer?

Der OVT ist ein interessantes und unterhaltsames Wochenblatt, das von unserer Familie regelmäßig gelesen wird. Man ist bestens über die Region informiert.


Sternzeichen: Jungfrau

Beruf: Speedway-Fahrer & Auszubildender KFZ-Techniker, Fa. Dörfler

Lieblings-tier: Bartagame Reptil

Lebensmotto: Go fast, or go home!

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