Michael Lederer (Greifenburg) - Osttirol Online


Michael Lederer (Greifenburg)

Eingestellt am 29.04.2016

Beim 60-jährigen Michael Lederer finden sich in seinem „Greifenburger Raritäten“-Laden seit 2006 Schmuckstücke aus dem oberen Drautal. Als Antiquität bezeichnet man einen sammelwerten Gegenstand, meist künstlerischer oder kunsthandwerklicher Art, der je nach Stilrichtung mindestens 100 Jahre, zuweilen aber auch nur mehr als 50 Jahre alt ist. Michael Lederer lebt mit Ehefrau Mirjana in Greifenburg.

OVT: Herr Lederer, woher kommt ihre Leidenschaft für Antiquitäten?

Michael Lederer: Die ersten Berührungspunkte waren so mit 23, 24 Jahren in Wien. Im Zuge des Einrichtens einer Wohnung machte ich die Bekanntschaft einer Gräfin, da wurden wohl meine Sinne für alte Kaffeekannen oder gestickte Vorhänge geweckt. Aber der endgültige Auslöser war ein weiterer Bekannter dort, von dem ich eine Sitzgarnitur aus der Gründerzeit geschenkt bekam.

Und was war der Auslöser für ihre „Greifenburger Raritäten“?

Vor allem, dass die Menschen hierzulande nichts unnütz wegschmeißen. Doch mittlerweile wissen es die Leute und bringen mir Sachen oder verständigen mich. So bleibt vieles im oberen Drautal „daheim“. Es ist ja einheimisches Kulturgut, sei es ein Biedermeier-Schrankl etc. Das wäre einfach schade.

Welche Angebotspalette bieten Sie dem Interessenten?

Glas, Porzellan, Keramik, alte Metallgegenstände – gefolgt von bäuerlicher und religiöser Volkskunst, Jagd- und Forstwirtschaft und natürlich antiquarische Bücher. Auch Militärisches oder Möbel, Lampen und Leuchten. Alles Angebotene stammt aus den Jahren ab 1800 bis 1960 und kommt zu 90 % aus dem Raum zwischen Spittal und Lienz. 10 % sind auch Sachen aus dem Möll- und Gailtal. Geöffnet ist der Laden übrigens jeden Mittwoch von 10 bis 18 Uhr.

Worauf legen Sie bei Ihren Antikwaren großen Wert?

Mir ist die Originalität eines Objekts, auch mit Fehlern, das Wichtigste. Was ich aber nicht will, ist, dass es ausschließlich Antiquitäten sind, sondern insbesondere auch sammelwürdige Gegenstände. Die Preise sollen jedenfalls für jeden leistbar sein, wobei das Handeln natürlich dazu gehört. Und zu jeder „Antiquität“ von mir gibt`s auch so eine Art „Herkunfts-Dokument“, damit der Käufer weiß, wo alles herkommt. Meine Kundschaft kommt aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Daher möchte ich jetzt gern danke sagen - speziell den oberen Drautalern - denn sie geben mir mit ihrem Vertrauen die Möglichkeit all diese alten Sachen „lebendig“ zu erhalten.

Gibt es besondere Schmuckstücke?

Ja. Beispielsweise ein „Sissi“-Bild, das ein Leckerbissen für Monarchisten sein könnte. Andererseits sind Gams- und Rehkrickerln begehrt oder heimatbezogene Auszeichnungen aus dem ersten Weltkrieg und dem Kärntner Abwehrkampf. Alles übrigens oft mit entsprechender Literatur unterstützt. Und selbstverständlich dürfen Klassiker wie Taschenuhren, Schlösser etc. ebenso nicht fehlen.

Sie sind auch im Internet vertreten. Warum?

Das Internet http://lederermichael.wix.com/greif-raritaeten ist enorm wichtig, um Gleichgesinnte zumindest in Europa erreichen zu können.

Welchen Wunschtraum würden Sie sich gern erfüllen?

In der Pension mehr Zeit zum Reisen zu haben. Besonders zu Kunden und Sammler-Freunden in den ehemaligen österreichischen Kronländern. Mein Sortiment wird sich aber immer an den einheimischen, sammelwürdigen Gegenständen orientieren.

Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Er ist gut gemacht, und ich empfinde ihn fürs obere Drautal als das die Zeitung, die Land und Leute hierzulande integriert. Zudem hat er eine große Bandbreite, vom Lesachtal bis zum Millstättersee.


Sternzeichen: Wassermann

Beruf: Altwaren- und Antiquitäten-Händler

Lieblings-essen: Kärntner Kasnudeln

Lebensmotto: Korrekt und hilfsbereit – das bestimmt mein Leben.

2 Kommentare

Daniela fercher schrieb am 04.06.2016 17:11:
Hätte eine alte obstpresse...eine alte nähmaschine...ein waffenrad und alte emailtöpfe zu verkaufen

Iris Morgenroth schrieb am 15.09.2018 11:11:
Was für ein Laden....ich habe mich mit meiner Mutter umgeschaut und war durchaus bereit, bei Gefallen zu kaufen. Auf die unfreundliche Frage:"Suchen Sie was?" antworteten wir, dass wir uns zunächst umschauen wollen. Daraufhin würden wir mit "Kauft was, anschauen könnt ihr im Museum!" rausgeschmissen. NIE wieder! Frechheit!

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