Ing. Markus Mandler (Greifenburg) - Osttirol Online


Ing. Markus Mandler (Greifenburg)

Eingestellt am 26.08.2016

Der 35-jährige Ing. Markus Mandler zählt mit seiner Tischlerei europaweit zu den Markt-Leadern in seiner Branche. Seine Spezialwerkstatt für individuelle, hochwertige Möbel und Innenausbauten stattet Luxus-Yachten oder 5-Sterne-Hotels aus. Ing. Markus Mandler lebt mit Ehefrau Daniela in Greifenburg, hat zwei Söhne und eine Tochter.

OVT: Herr Ing. Mandler, wie kamen Sie auf die Idee, sich bevorzugt auf Luxus-Yachten und 5-Sterne- Hotels zu konzentrieren?

Ing. Markus Mandler: Seit 2006 war ich in der Geschäftsführung unseres Betriebs und 2008 übernahm ich die Tischlerei von meinem Vater Josef. Er war übrigens 1976 bei der Gründung mit 21 Jahren der jüngste Tischlermeister Kärntens und wurde in der Pension zum Bio-Imker. Die Hauptfrage bei der Übergabe war für mich: „Wohin soll sich die Tischlerei entwickeln?“ Die Antwort war „Expansion“. Da der Preis keine Frage war, hieß es künftig auf Qualität zu setzen – und als erstes gleich den Markt zu erkunden. Dabei aber auch 10, 15 Jahre vorauszudenken.

Auch die „Umweg-Rentabilität“ war wichtiger Mit-Auslöser?

Ja. Mir ging es auch um das Thema „Abfluss des Geldes aus der Region“ und die Frage: „Wie kann man dieses Geld wieder zurück holen?“ Als „Helferlein“ sozusagen, sah ich damals im TV einen Spot über Kabinen auf Kreuzfahrtschiffen. Daraufhin habe ich mich umgehend bei namhaften Firmen in Österreich beworben. Letztlich habe ich ganz einfach eine gute Zeit erwischt.

Galt es nun, den Betrieb neu aufzustellen?

Der strukturelle Umbau erfolgte/erfolgt Schritt für Schritt, wobei kein Stein auf dem anderen bleibt. Stets aber in Koordinierung mit meinem „Gesamtkonzept 2020“. Bis dahin soll der ganze Umbau fertig sein. Die Kosten belaufen sich bislang auf rund zweieinhalb Millionen Euro und bis 2020 wird es nochmals die gleiche Summe brauchen. Insgesamt werden es dann 5 Mio. Euro sein.

Wo fertigen Sie?

Die gesamte Produktion ist in Greifenburg: 10 % Büroplanung, 15 % Maschinen, 25 % Oberflächen-Veredelung und 50 % echtes Handwerk. Bevor etwas den Betrieb verlässt, wird alles zusammengebaut und auf Fehler geprüft. Danach in transporttaugliche Kisten verpackt, zu Werften von Italien bis Holland gebracht und vor Ort von Spezialfirmen eingebaut. Wir sind letztlich ein wichtiger Teil eines Rades und wie sagt eine Mitarbeiter gern: „Wir sind in der Champions-League unserer Branche!“

Worauf legen Sie großen Wert? Welche Materialien verwenden Sie?

Dass vor allem am Schluss alles fehlerfrei produziert wurde, obwohl man natürlich nie 100 % garantieren kann. Bei Zweitem ist es so, dass es weniger Holz ist, weil natürlich alles brandbeständig sein muss und nicht entflammbar sein darf. Da kommen beispielsweise aufgeschäumte Glasplatten „Blähglas“, edelste Furniere, Aluminium - wir machen auch hauseigen die Metallverarbeitung - bis zu Glas, Stoffen, Leder etc. zum Einsatz. Aber auch Gold, Platin, Muscheln oder Rochenhaut sind bei unserer Klientel sehr gefragt.

Die Mitarbeiter sind ihr wichtigstes Kapital?

Wir sind nicht nur international tätig, sondern auch international besetzt – ob Slowakei, Schweiz uvm. Englisch ist neben Deutsch Firmensprache. Zurzeit sind es 40 Mitarbeiter, als ich 2008 von meinem Vater übernahm, hatten wir sechs bis acht. Die Vier-Tage-Woche ist zudem Basis, dass meine Mitarbeiter ganz hinter ihrer Arbeit stehen können, genügend Freiraum haben sich zu entwickeln - aber auch andernfalls im betriebsinternen Fitness- oder Küchenbereich gut versorgt sind. Schnell gesagt: „Der Mitarbeiter ist Mittelpunkt“, wo die „Hierarchie“ wellenförmig meinerseits auf Coaching-Basis angelegt ist – wiewohl der „Chef“ letzten Endes die Entscheidung treffen muss.

Der Lehrling ist der Facharbeiter der Zukunft?

Absolut. In unserer Lehrlingswerkstätte haben wir acht Lehrlinge, darunter auch ein Mädchen - zwei haben zudem schon die Lehre bei uns abgeschlossen. Die Anfragen von Mädchen steigen aber generell. Apropos Anfrage: Unlängst kam auch eine von einem Burschen aus Pöchlarn in NÖ. Das freut mich persönlich, denn ich habe von 1995 bis 2000 die HTL Mödling besucht. Wir bieten jedoch auch gerne Menschen mit Handicap eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz, um sie so wieder stärker zu integrieren.

Sie bauen ja für Luxus-Yachten. Sind Sie selber auch gern am Wasser?

Falls, liebe ich eher unsere heimische Gewässer wie den Weißensee. Aber als Oberkärntner bin ich mehr der alpine Typ, daher fahre ich lieber jedes Jahr mit meiner Familie zwei Wochen nach Tannheim/Nordtirol - meine Frau Daniela stammt von dort - zum Ski fahren. Und vieles richte ich ohnehin so aus, dass es vor allem für meine Kinder schön ist. Vom Badeteich bis zum Berg!

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Er ist ein sehr informatives Medium, der den Bereich abdeckt, den die großen Medien hierzulande nicht abdecken und dabei an alle vom Doktor bis zur Hausfrau denkt. All das macht für mich den Erfolg des OVT aus. Und darüber hinaus schätze ich persönlich auch betrieblich die Zusammenarbeit mit ihm sehr.


Sternzeichen: Wassermann

Beruf: Innenarchitekt & Tischlerei-Inhaber

Lieblings-musik: Rock

Lebensmotto: „Ändere das was du ändern kannst, habe die Gelassenheit das hinzunehmen was du nicht ändern kannst und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden!“

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