Gottlieb Oberluggauer (Promeggen) - Osttirol Online


Gottlieb Oberluggauer (Promeggen)

Eingestellt am 19.02.2016

Der 44-jährige Gottlieb Oberluggauer ist auch im Winter gern in Wald und Flur. Als Jäger liegt ihm dabei besonders das Wohl des Wildes am Herzen. Der Lesachtaler ist auch musikalisch aktiv. Gottlieb Oberluggauer lebt mit Lebensgefährtin Jutta in Promeggen, hat einen Sohn namens Michael aus erster Ehe – und die gemeinsame Tochter heißt Lilly-Marie.

OVT: Herr Oberluggauer, was ist die Hauptaufgabe des Jägers im Winter?
Gottlieb Oberluggauer: Vor allem das Wild zu hegen und darauf zu achten, ob eventuell besondere Krankheiten unter den Tieren festzustellen sind. Zum anderen das Raubwild wiederum kurz zu halten. Und bei hoher Schneelage ist generell die Fütterung wichtig. Diesbezüglich ist der heurige Winter, der kalt und trocken ist, ja besser fürs Wild – als ein warmer feuchter Winter.

Inwieweit kann sich der heurige schwache Winter auf das Wild auswirken?
Normalerweise müsste er fürs Wild gut sein, denn so kommen auch die schwachen Tiere darunter besser durch. Trotzdem könnte aber die Jägerschaft heuer doch mehr gefordert sein, um vielleicht schwächere Tiere herausschießen zu müssen. Bei einem starken Winter findet da eine ganz natürliche Auslese statt.

Beginnt vielleicht auch die Balz- und Brunftzeit heuer früher?
Ich persönlich glaube es nicht. Es kann aber sein, dass sich etwa die Auerhähne in der Balzzeit anders verhalten. Im Grunde sollte sich jedoch alles zur gleichen Zeit abspielen. Auch trotz wenig Schnee. Bedenklicher ist vielmehr, der Mensch, Touristen nicht ausgenommen, in die Balzplätze geht. Dann könnte sich nämlich das Balz-Verhalten des Auerhahns wirklich verändern und sie werden im schlimmsten Fall überhaupt vom Platz ausgetrieben.

Es liegt Ihnen auch etwas sehr am Herzen?
Ja. Die Freizeitsportler - ob Mountainbiker, Tourengeher, Wanderer - aber auch die Schwammerlsucher, sie sollen auf ihren Pfaden bzw. Wegen bleiben. Damit wäre Wild und Natur schon sehr geholfen. Und im Winter fährt ja das Wild mit dem Herzschlag herunter. Sie brauchen deshalb keinen unnötigen Stress, sondern absolute Ruhe.

Woher kommt eigentlich ihre Leidenschaft für die Jagd?
Mein Vater Gabriel hat mir diese Leidenschaft seit dem Volksschulalter bereits mitvererbt.

Lesachtal und Musik: Stimmt das bei Ihnen auch?
Selbstverständlich. Ich bin bei den „Jagdhornbläsern Longegg“. Der Startschuss erfolgte übrigens vor rund zwei Jahren spontan bei der 80-jährigen Geburtstagsfeier unseres Hege-Leiters. Ich spiele auch noch bei der Trachtenkapelle Maria Luggau die Zugposaune. Für mich hat die Musik aber ebenfalls noch einen ganz praktischen Grund, mit ihr lässt es sich ganz einfach gut abreagieren – egal in welchem Alter.

Welchen Wunschtraum hätten Sie noch?
Mich würde Alaska interessieren. Denn dort, im höchstgelegenen Jagdrevier Nordamerikas, gibt es das Dallas-Schaf, das bis zu 70 kg schwer werden kann. Und sollte ich auch noch einen Grizzly-Bären sehen, das wäre das Sahnehäubchen.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?
Der „Volltreffer“ ist gut aufgebaut und hat für alle Leserschichten, für Jung und Alt, was Passendes dabei. Wobei sicher die ältere Generation wohl eher liest, weil diese Generation die Zeitungen wohl lieber hat.


Sternzeichen: Waage

Beruf: Jäger, Musikant & Fabriksarbeiter

Lieblings-film: querbeet, aber nur keine Horror- und Utopie-Filme

Lebensmotto: Ist der Berg auch noch so steil, a bißl was geht alleweil!

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