Franz Eder (Rennweg) - Osttirol Online


Franz Eder (Rennweg)

Eingestellt am 23.12.2016

Franz Eder 61 führt seit dem Jahr 2000 die Amtsgeschäfte der Marktgemeinde Rennweg-Katschberg. Seit 2013 ist er zudem Vorsitzender in der Fondsversammlung der Wasserkraftregion Oberkärnten „Mölltalfonds“, von 2003 bis 2015 war er auch Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Gemeinden im Bezirk Spittal/Drau, seit 2015 nun im Vorstand. Franz Eder ist mit Gattin Waltraud verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

 

OVT: Bgm. Eder, welche Veränderungen konnten Sie in den 16 Jahren ihres Bürgermeister-Amtes feststellen?

Bgm. Franz Eder: Ich war bereits vor dem Einstieg als Bürgermeister zehn Jahre lang zweiter Vize-Bürgermeister und hatte dadurch doch einige Einblicke in dieses amt. Die Funktion eines Bürgermeisters ist aber ungleich intensiver und man trägt dann voll und ganz die Verantwortung. Natürlich geht damit auch persönlich einen Entwicklungsprozess einher. Man muss ständig „am Ball bleiben“, man hat Grenzen zu sehen und zu akzeptieren und muss dennoch stets nach vorne schauen und aktiv arbeiten. Es ist ganz wichtig, dass man im Laufe der Jahre Erfahrungen macht, denn das Bürgermeisteramt wird zusehends schwieriger. Jede Entscheidung muss gesetzlich klar abgesichert sein und muss allfälligen Anfechtungen in welcher Form auch immer, standhalten können.

Welche Themen sind Ihnen besondere Anliegen?

Mein Slogan lautet seit jeher „Miteinander und gemeinsam für die Gemeinde arbeiten“. Nur wenn ein Zusammenhalt über Parteigrenzen hinweg funktioniert, man mit den Menschen ständig in Kontakt ist, dann gibt es auch eine erfolgreiche Entwicklung. Wir haben uns in diesen Jahren zu einer erfolgreichen Tourismusgemeinde entwickelt - vor allem mit dem Katschberg - und konnten Dank Investoren die Nächtigungszahlen von rund 220.000 Nächtigungen pro Jahr auf 500.000 steigern. Aber neben einer wirtschaftlichen Entwicklung darf man auch die übrigen Bereiche nicht außer Acht lassen. Wir sind auch als durch viele Siege in der Kärntner Blumenolympiade als „Blumengemeinde“ bekannt, aber ganz besonders auch auf europäischer Ebene - von zwölf Nationen konnten wir 2011 in der Entente Florale Europe die Goldmedaille erringen. Ein reges Vereinsgeschehen mit 25 Vereinen zeigt auch von Zusammenhalt und freiwilligem Engagement. Auch am Energiesektor konnten wir heuer mit „4e“ ausgezeichnet werden, eine Entwicklung hin auf eine mögliche Energieautarkie.

Auf welche Erfolge ihrer Amtszeit schauen Sie gerne zurück?

Ein besonderes Highlight war für mich die Erhebung zur Marktgemeinde im Jahr 2007 auf Grund unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Wir sind stolz, eine Landgemeinde mit besonderer Infrastruktur zu sein. Es gibt noch zwei Nahversorger, einen Arzt mit Hausapotheke, einen Zahnarzt, ein Schul- und Bildungszentrum Kindergarten, Volksschule, Neue Mittelschule, Musikschule und gemeinsame Gemeinde- und Schulbibliothek, Polizei, Bank…

Sie sind auch in wichtigen Funktionen des Bezirkes Spittal tätig?

So wie eine Zusammenarbeit in der Gemeinde unerlässlich ist, gilt dies für bestimmte überregionale Aufgabenbereiche auch für Gemeinden untereinander. So haben Sie eingangs bereits bestimmte Bereiche erwähnt. Darüber hinaus stehen wir gemeinsam mit den Gemeinden des Lieser- und Maltatales Rennweg, Krems in Kärnten, Gmünd, Malta und Trebesing in bestimmten Aufgabenbereichen zusammen – so bilden wir eine von 100 „Klima- und Energiemodellregionen“ in Österreich, arbeiten im Verkehrsverbund zusammen und in weiteren Bereichen.

Wie ideal ist ihre Kombination „Bürgermeister – Hauptschullehrer“?

Lehrer zu sein war immer mein „Traumberuf“ und wird es auch bleiben. Das Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern ist schön und hält auch auf Trab. Es ist eine gute Abwechslung oder eigentlich Ergänzung zur Arbeit mit den Erwachsenen im Gemeindebereich. Es ist für mich von großem Vorteil, wenn man eigentlich alle Schüler und ihre Eltern persönlich kennt.

Inwieweit ist ihre Familie ein großer Rückhalt?

Ich bin ein Familienmensch und hätte für dieses Amt nicht kandidiert, wenn ich nicht wüsste, dass die Familie hinter mir steht. Vieles wäre auch nicht möglich, wenn die Gattin nicht dafür „den Rücken frei halten“ würde und so im Hintergrund einen so wertvollen Dienst leisten würde.

Welchen Wunschtraum möchte Sie sich privat erfüllen?

Es gibt eigentlich keinen besonderen Wunschtraum. Wir versuchen einfach, so viel Zeit wie möglich gemeinsam zu verbringen. Wir freuen uns, dass dies auch immer noch mit unseren Kindern und deren Partnern – die Tochter ist 37 Jahre alt und Ärztin, der Sohn ist 33 Jahre alt und Gymnasiallehrer – möglich ist. So ergeben sich einfach verschiedene Unternehmungen.

Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ mittlerweile?

Es ist schön, dass auch wir seit einiger Zeit den „Oberkärntner Volltreffer“ in die Haushalte bekommen. Er ist vom Layout sehr übersichtlich und interessant gestaltet und die Beiträge sind sehr vielfältig und ebenso interessant. Eine Zeitung, die man wirklich gerne liest – Gratulation dazu.


Sternzeichen: Jungfrau

Beruf: Bürgermeister und Hauptschullehrer

Lieblings-tier: Hund

Lebensmotto: Nur gemeinsam und im Miteinander erfolgreich in die Zukunft.

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