Der Gast ist König - Osttirol Online


Der Gast ist König

Eingestellt am 30.11.2012

Die 47-jährige Mag. Heide Pichler-Herritsch leitet seit 1999 mit Cousine Uta Pichler und Bruder Hannes Pichler den Familienbetrieb Hotel Glocknerhof 4-Stern-Haus, 90 Mitarbeiter.  Von „Frau in der Wirtschaft Kärnten“ wurde die Mölltalerin zur „Unternehmerin des Monats November“ gekürt. Mag. Heide Pichler-Herritsch pendelt zwischen Velden am Wörthersee, wo ihr Ehemann lebt, und ihrem Heimatort  Heiligenblut.

OVT: Mag. Pichler-Herritsch, wie stolz machte Sie die Auszeichnung?
Mag. Heide Pichler-Herritsch: Man arbeitet ja nicht, um Auszeichnungen zu bekommen, sondern um Ideen umzusetzen und aus Freude am Gestalten, aber es ist natürlich immer schön, wenn man hin und wieder Anerkennung für das eigene Tun in so einer Form bekommt. Gerade im Tourismus arbeiten ja sehr viele Frauen und ich sehe es auch ein bisschen als Auszeichnung für all diese Heldinnen, die tagtäglich in dieser so intensiven Branche ihre Frau stehen.

Sie stiegen mit 34 in den Familienbetrieb ein. War der Ruf der Heimat nach Jahren in den USA, England, Spanien und Wien letztlich stärker?
Die Zeit „draussen“ war für mich sehr lehrreich und wichtig, aber ich habe auch den Wert der Heimat zu schätzen gelernt. Unser Unternehmen selbst ist sehr vielfältig und spannend, der Ort Heiligenblut, der Grossglockner, der Nationalpark Hohe Tauern, Oberkärnten sind für mich echte Diamanten, die unglaublich viel zu bieten haben. Mich hat es sehr gereizt, mich hier einzubringen und daran mitzuarbeiten, eine bunte, spannende und lebenswerte Zukunft zu gestalten.  

Auf was darf sich der Gast im „Hotel Glocknerhof“ freuen?
Unser Motto ist „Bergwellness und Abenteuer am Grossglockner“ – der Gast kann sich rundum von der Kraft des Grossglockners und der Natur des Nationalparks Hohe Tauern verwöhnen lassen. In unserem Spa gibt’s so Besonderheiten wie Glockner-Heu-Bäder, Gletscherkraft-Peelings und Bergkristall-Massagen. Unsere Küche ist Bio-zertifiziert und mit dem „Kulinarischen Erbe“ der AMA auch sehr regional ausgerichtet. Unsere gesamte Haus-Philosophie ist sehr nachhaltig, unsere Zimmer sind alle mit lokalen Materialien wie heimisches Holz, Loden, Baumwolle, Leinen ausgestattet, unsere Energie kommt aus Solar und aus unserer Bio-Wärme.

Welche künftigen Ziele streben Sie an? Wäre ein eigenes Haubenlokal ein reizvoller Gedanke?
Wir arbeiten sehr intensiv an unserem „Hochgenuss“, einem Regionsprojekt mit anderen Wirten gemeinsam, für noch mehr Regionalität und purem „Null Kilometer“-Genuss. Vor der Haustür wachsen die besten Zutaten, diese vereint in Gerichten mit Geschichte, gerne auch in Hauben-Qualität. Wichtig ist uns die verlässliche nachhaltige Herkunft der Produkte, die Stärkung der regionalen Produzenten und die originalen alten Rezepte, modern interpretiert.  

Zu ihrem Familienbetrieb gehören noch viele weitere Unternehmungen. Wie versuchen Sie die Prioritäten dort zu setzen?
Wir drei, meine Cousine Uta, mein Bruder Hannes und ich, sind gleichberechtigte Partner. Alle wesentlichen Entscheidungen für das Unternehmen treffen wir gemeinsam. Aber in der operativen Verantwortung haben wir uns unsere Aufgaben aufgeteilt, so leitet mein Bruder Hannes den Handelsbereich, meine Cousine Uta die Verwaltung und ich das Hotel. Wir sind sehr eng abgestimmt und trotzdem hat jeder seinen Freiraum.

Sie sind Obfrau des Vereins Tauern Alpin und seit kurzem des Tourismusverbandes Heiligenblut. Welche Anliegen sind Ihnen wichtig?
Auf unseren Verein TauernAlpin bin ich sehr stolz, wir, das sind ca. 35 Betriebe und touristische Leistungsträger im Mölltal, haben in den letzten Jahren gemeinsam mit der Region eine sehr gute Struktur und touristische Strategie entwickelt, ein gemeinsames Ziel ,dass sich von unten nach oben  - von den Betrieben über die Orte in die Region – entwickelt hat. So können wir unsere Ressourcen, sowohl die finanziellen als auch die organisatorischen, perfekt bündeln und ziehen strategisch alle an einem Strang. Durch das neue Kärntner Tourismus-Gesetz, das am 1.1.2013 in Kraft treten wird, müssen wir auf Orts-Ebene mit und in dem neugegründeten TVB neue, effiziente Strukturen schaffen. Heiligenblut am Grossglockner ist die größte, nächtigungsstärkste touristische Gemeinde der Region, sie spielt eine führende und wesentliche Rolle in unserem regionalen touristischen Konzert. Unsere Aufgabe ist es, die Stärken und Highlights bestmöglich herauszuarbeiten, sichtbar, erlebbar, buchbar zu machen und im Zusammenspiel mit der gesamten Region Wertschöpfung in unserem Tal zu generieren, Arbeitsplätze zu schaffen und unsere Identität mit Freude zu leben.  

Wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer?
Ich bin ein echter Fan, man erfährt so viele interessante Dinge aus der Region, ich lese ihn jede Woche!


Sternzeichen: Jungfrau

Beruf: Unternehmerin & Hotelchefin

Lebensmotto: Egal, was passiert, das Leben liebt Dich

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