Daniel Korn (Spittal) - Osttirol Online


Daniel Korn (Spittal)

Eingestellt am 04.01.2019

Das Tattoo – eine Entscheidung fürs Leben

Daniel Korn verschönert Menschen. Dabei bedient er sich verschiedenster Motive, wie z. B. einer „Marilyn Monroe mit Biss“ und erfüllt auch die vielfältigsten Wünsche seiner Kunden. Heuer feiert er mit seinem „Tattoostudio Korn“ bereits das 10-jährige Jubiläum. Sein Studio geöffnet hat der Tattoo-Künstler vom 7. Jänner bis 22. Dezember, montags bis freitags, von 13 bis 19 Uhr. Tattoos erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Die ältesten bekannten Tätowierungen wurden aber schon auf über 5.350 Jahre alten Mumien in Oberägypten gefunden – der 5.300 Jahre alte „Ötzi“ galt übrigens lange als ältester tätowierter Fund.

 

OVT: Herr Korn, Tattoos haben eine sehr lange Geschichte!

Daniel Korn: Stimmt. Wobei sie vor einigen tausend, oder hundert Jahren eher als Schutz gegen Krankheiten und schädliche Einflüsse gedacht waren oder wie bei den neuseeländischen Maori – sie gelten für mich als die „Erfinder“ der heutigen Kunst – als „Verdienst“-Tattoos. Hatte einer ein Gesichts-Tattoo etwa, galt das als hohe Auszeichnung im Stamm.

 

Heute sind Tattoos für viele ein persönliches „Markenzeichen“. Welche Motive liegen derzeit im Trend?

Bei den Damen sind es „Watercolor-Tattoos“. D.h. bei Schriftzügen oder anderen Motiven sind die blassen Farbspritzer wichtig, um das Tattoo „verschwimmen“ zu lassen. Bei den Herren wiederum sind es realistische Bilder. Beispielsweise lässt man sich Freddie Mercury tätowieren.

 

Galten Tattoos früher eher als eine Männer-Domäne?

Waren es früher hauptsächlich Männer, so sind Frauen in dieser Hinsicht heutzutage absolut gleichberechtigt. Sie haben erkannt, dass Tattoos ganz einfach Körperschmuck sind. Es tragen aber auch Fernsehen oder Radio zu einem offeneren Umgang mit Tattoos bei. Tattoos sind heute Kunst geworden.

 

Wie kommt man im „Tattoostudio Korn“ letztlich zum Tattoo?

Der Großteil meiner Arbeit fällt auf den Entwurf und auch das Piercing – ich habe zweimal in der Woche einen Piercer im Studio. Der Kunde kommt grundsätzlich einmal mit eigenen Ideen zu mir, hat vielleicht im Internet etwas gesehen, und würde sich das gern machen lassen. Auf diese Vorlage hin zeichne und entwickle ich ein Motiv und tätowiere es später Eins zu Eins. Das sind alles Originale, ein Motiv zu klauen, das gibt es bei mir nicht!

 

Bei Tattoos sind auch die Gesundheit und die Langlebigkeit der Motive ein Thema.

Es sollte immer eine Zusammenarbeit von Kunde und Tätowierer sein. Das Tattoo „stechen“ ist Sache des Tätowierers. Es bleibt aber auch eine Wunde. Und für diese Nachbehandlung und Verpflegung ist der Kunde selber zuständig.

Darüber hinaus muss man sagen, dass die Langlebigkeit von Tattoos heute geringer ist als früher, da filigraner gearbeitet wird.  Solche filigranen Motive sprechen gerade Frauen an. Heute mag man es eher hell und zierlich, früher dominierten schwarze und wuchtige Motive. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Haut sich im Schnitt alle fünf bis sieben Jahre erneuert.

 

„10 Jahre Tattoostudio Korn“ - Was fällt Ihnen dazu ein?

Die Zeit ist verflogen, weil man immer Gas geben muss! In den Anfangsjahren war es schon schwieriger. Denn es war oft schwer mit der Konkurrenz, den  inländischen aber auch den deutschen Tattoo-Künstlern, die oft schon Jahrzehnte im Geschäft sind, mitzuhalten. Die Anerkennung, die mir mein „Lehrherr“ gab, war die größte Auszeichnung für mich. Aber in all dieser Zeit bin ich auch für eines sehr dankbar, meine Mutter Erika stand stets hinter mir – und auch meine gesamte Familie.

 

Haben Sie auch ein persönliches Lieblingsmotiv?

Ja, vor dem Ableben meiner lieben Stafford-Mischlingshündin „Baby“ im Jahr 2015, tätowierte ich mir noch ihren Kopf sowie die Pfoten auf meinen linken Oberschenkel.

 

Gibt es einen Wunschtraum, den Sie verfolgen?

Dass ich meine Arbeit ohne Druck machen kann und nicht dabei auf das Geld schauen muss, das wäre mein größter Wunschtraum. Ich will mit meinem Job auch letzten Endes etwas hinterlassen.

 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Er ist immer informativ, einfach super. Wir bekommen ihn jede Woche und jeder liest ihn gern. Es gibt nichts auszusetzen am „Volltreffer“.

 

 

Kurz gefragt:

Beruf: Tattoo-Artist

Sternzeichen: Skorpion

Ich schaue gerne (TV, Film): Sylvester Stallone-Filme, aber auch Charlie Chaplin sowie Pop- und Rockkonzerte

Ich trinke gerne: Kaffee

Vorbild unter den Tätowierern: der US-Amerikaner Paul Booth

Lebensmotto: Nutze die Zeit, denn sie ist begrenzt.


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