Christian Krüger (Großkirchheim) - Osttirol Online


Christian Krüger (Großkirchheim)

Eingestellt am 16.08.2013

Der 31-jährige Christian Krüger und Weltenbummler – seine  Mutter kommt aus den USA und sein Vater ist Deutscher - ist seit Sommerbeginn um das Wohl seiner Gäste auf der Adolf-Nossberger-Hütte bemüht. Bis Ende September wird die Hütte, übrigens eine der höchstgelegenen des Mölltals und im Gebiet des Nationalpark Hohe Tauern beheimatet, geöffnet sein.

OVT: Herr Krüger, wie lange hegten Sie den Wunsch, Hüttenwirt zu sein?
Christian Krüger: Grundsätzlich hatte ich nicht den direkten Wunsch „Hüttenwirt“ zu werden, sondern vielmehr wollte ich meine Liebe zu den Bergen, der Wildnis und Natur mit meiner langjährigen Leidenschaft zum Kochen miteinander verbinden. Es war die Vorstellung, einer Tätigkeit nachzugehen, die mich erfüllt und in der ich zwar nicht alles tun kann, was ich möchte, jedoch auch nicht machen muss, was ich nicht will. Durch meine ausgedehnten Wildnis Erfahrungen ist mir sehr bewusst, welchen Wert eine Unterkunft mit guter Verpflegung nach solchen Touren hat!

Wie kam es heuer zur Realisierung?
Durch die befreundeten Hüttenwirte Harald Lucca Hochschoberhütte sowie Roland Hummer Alois Günther Haus bekam ich schließlich die Chance, in das Hüttenleben reinzuschnuppern. Schnell war mir klar, dass dies meine neue Erfüllung sein sollte. Nach ca. zwei Jahren fand ich endlich die für mich passende Hütte und bewarb mich beim Alpenverein. Aufgrund meiner Tätigkeit als Küchenchef hatte ich optimale Voraussetzungen und bekam schnell die Zusage.

Welche Arbeiten bestimmen ihren Alltag auf 2.488 m Seehöhe?
Der Tag beginnt um halb sechs mit Meditation. Danach bereite ich mich auf den Tag vor. Brot, Kuchen und Torten backen gehören dazu. Die Küche ist natürlich mein Reich, in dem ich mich völlig frei entfalte. Prinzipiell sollte man sehr vielseitig sein und keine Scheu haben, gewisse Dinge zu erledigen. Reparaturen, Instandhaltungen, Reinigung der Kläranlage, Lebensmitteltransport per Rucksack etc.

Was erwartet den Wanderer auf der Adolf-Nossberger-Hütte?
Ich versuche, trotz meiner exponierten Lage ein vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot zu kreieren. Herrliche Weine und mit viel Liebe zubereitete Speisen sind mir ein Anliegen. Das Gradental ist meiner Meinung nach eines der schönsten Täler der Schobergruppe mit ca. 15 Dreitausendern. Wir bieten Übernachtungen im Tipi, Kanufahrten auf dem Großen Gradensee und auch einen eigenen Klettergarten. Für die nächste Saison habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: Eine kleine holzbefeuerte Sauna direkt am See. Genau das Richtige nach einer anstrengenden Bergtour!

Wie wichtig ist der Wetterbericht für Sie?
Sehr wichtig! Wir sind hier in einer hochalpinen Lage und bedingungslos vom Wetter abhängig. Auch die Touren-Planung meiner Gäste hängt stark vom Wetter ab. Wobei ich die gemütlichen Hüttenabende, an denen es draußen richtig gewittert, sehr angenehm finde.

Seit wann gibt es denn die Nossberger-Hütte?
Die Hütte wurde 1931 von der Sektion Wiener Lehrer des Österreichischen Alpenvereins erbaut und kürzlich vom Alpenverein Edelweiß übernommen. In mehreren Schritten wurde sie dann immer wieder erweitert.

Was macht Hüttenwirt Christian Krüger im Winter?
Als gelernter Koch habe ich da recht viele Möglichkeiten. Wenn ich mal nicht Lust auf  Winter und Ski-Touren habe, kommt man auch leicht auf einer Yacht in der Karibik unter! Im kommenden Winter bin ich allerdings auf der neuen Hütte meines Vorpächters Roland Hummer, dem Alois Günther-Haus, beschäftigt.


Sternzeichen: Waage

Beruf: Hütten-Wirt

Lieblings-Tier: Meine Eurasier-Hündin „Laika“

Lebensmotto: Egal wohin Dich Deine Reise führt, sei die Seele dieses Ortes.

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